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FCH im Wechselbad der Gefühle

Mit einem 2:1-Heimsieg gegen die SpVgg Unterhaching ist Fußball-Drittligist 1. FC Heidenheim erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Trotz eisiger Kälte war die erste Halbzeit geprägt von einer tollen fußballerischen Leistung. Doch nach hinten raus fehlte in gewohnter Manier der Biss.

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Fußball kann so schön sein: Sandro Sirigu (rechts) freut sich mit Marc Schnatterer, der ein Tor zum 2:1-Heimsieg gegen Unterhaching beigesteuert hat.  Foto: 
Mit einem letztlich verdienten Sieg gegen die Gäste aus Unterhaching, hat sich der FCH aus der Winterpause zurückgemeldet. Für Trainer Frank Schmidt stand schon vor dem Spiel fest: „Für uns zählen nur drei Punkte“ und die wurden am Samstag geholt. Auch wenn der von Schmidt geforderte „letzte Biss wenn's eng wird“ erneut nicht zu erkennen war.

7.500 Zuschauer trotzten der eisigen Kälte in der Voith-Arena und wurden, zumindest in der ersten Halbzeit, mit einem heißen Spiel belohnt. Früh machten die Heidenheimer Druck nach vorn, die erste Torchance nach 15 Minuten: Mathias Wittek setzte mit einem schönen Fernschuss aus Höhe der Strafraumgrenze ein Zeichen. Doch genauso schön parierte der gegnerische Keeper Stefan Riederer. Das Unterhachinger Tor war von nun an unter Dauerbeschuss, das 1:0 schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. In der 18. Minute kam Tim Göhlert direkt vor dem Tor irgendwie an den Ball und brachte seine Mannschaft völlig verdient in Führung.

Der FCH ließ den Ball laufen, hatte das Spiel im Griff und die besseren Chancen. Die Gäste aus Bayern fanden nur sehr schwer in die Partie. Von einer offensiv starken Formation war noch nicht viel zu sehen. Umso aggressiver: die Heidenheimer. Nach einer präzisen Ecke von Marc Schnatterer ging Göhlerts Kopfball nur haarscharf am Tor vorbei. Doch der nächste saß, ein Tor wie aus dem Lehrbuch: In der 31. Minute kam Schnatterer nach einer Flanke von Dennis Malura völlig frei zum Kopfball – 2:0. Es lief wie am Schnürchen, der FC Heidenheim ließ seine Gegner kaum zum Zug kommen und auch die Abwehr funktionierte gut. Neueinkauf Kevin Kraus spielte 90 Minuten durch und machte eine gute Figur in der Defensive.

Nach der Pause sorgten die Heidenheimer Fans für Aufsehen und zeigten den Gästen, wie hier Fasching gefeiert wird. Blau-rot-weiße Luftschlangen flogen aufs Spielfeld. Schiedsrichter Christian Bandurski ließ weiterspielen, sorgte aber im Folgenden für Unmut. Zwar hinterließ der Unparteiische nach der ersten Halbzeit einen durchaus positiven Eindruck, Fehl- oder zumindest sehr fragwürdige Entscheidungen häuften sich nun aber und gingen meist zu Lasten der Heidenheimer, von deren Anfangselan nicht mehr viel zu sehen war.

Die Partie verflachte zusehends. Zu viele Schüsse gingen nicht einmal in die Richtung des Tors, kaum ein Pass lief über mehrere Stationen, wenn er überhaupt einen Abnehmer fand. Auch im Stellungsspiel der Abwehr schien der Wurm drin zu sein. Mit mehr Glück als Verstand zögerte die Schmidt-Elf den Anschlusstreffer bis zur 76. Minute hinaus. Und obwohl auch die Gäste keine Glanzleistungen erbrachten, machten sie sich schlussendlich doch die Lücken im Heidenheimer Defensiv-Gebilde zunutze. So erzielte der frisch eingewechselte Janik Haberer in der 76. Minute den Treffer, der die Münchner Vorstädter wieder heran brachte.

Schien nach der ersten Halbzeit der Kuchen bereits gegessen, war nun wieder alles offen und die Unterhachinger bewiesen Siegeswille. Selbst der Torwart kam bei den folgenden zwei Eckbällen mit in den gegnerischen Strafraum. Die mittlerweile niveauarme Partie wurde plötzlich noch einmal hoch spannend. Doch es half alles nichts. Trotz abschwächender Leistung in der zweiten Halbzeit gewann der 1. FC Heidenheim letztendlich verdient mit 2:1.
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Kommentare

27.01.2013 08:31 Uhr

Starkes Debüt

Tolle Leistung vom neuen Stürmer Florian Niederlechner,
Läuferisch stark, mitspielend in Offensive und Defensive,sehr schnell,eben alles
was ein moderner Stürmer braucht.
Klasse Florian,weiter so.

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