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FCH hat Robert Leipertz auf dem Wunschzettel

Vor knapp 500 Zuschauern bestritt der 1. FC Heidenheim die erste Trainingseinheit der neuen Saison. Derweil bekräftigt Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald das Interesse an Robert Leipertz.

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Zurück im Einsatz: Gestern begann für die FCH-Fußballer (links im Vordergund Kevin Lankford, rechts Denis Thomalla) die Vorbereitung (im Hintergrund Athletiktrainer Said Lakhal).  Foto: 

Wie, geht's schon wieder los? Gestern Nachmittag startete der 1. FC Heidenheim in die Vorbereitung auf seine vierte Zweitligasaison. Im Rahmen des Schlossberg-Erlebnistages schauten bis zu 500 Zuschauer auf dem Trainingsgelände oberhalb der Voith-Arena vorbei. Mit dem frühen Auftakt gehört der FCH zur Ligaspitze, nur beim SV Sandhausen dreht sich seit gestern ebenfalls wieder alles um den Ball. Einige Vereine starten sogar erst in der kommenden Woche in die Vorbereitung.

Der frühe Beginn sei Teil der Vereins-Philosophie, erklärt Holger Sanwald. „Wir möchten fitter und eingespielter als unsere Konkurrenten sein und haben bislang jedes Jahr von einem guten Saisonstart enorm profitiert“, so der Vorstandsvorsitzende. Der Plan: intensiver und fleißiger zu arbeiten als die Konkurrenz.

Gestern standen Trainer Frank Schmidt insgesamt 26 Spieler zur Verfügung, und damit mit Kolja Pusch (Regensburg), Marnon Busch (Bremen), Nikola Dovedan (Altach), Robert Glatzel (Kaiserslautern), Maximilian Thiel (Union Berlin) und Matthias Köbbing (Hoffenheim) alle sechs externen Neuzugänge.

Lediglich Ben Halloran fehlte aufgrund eines Trauerfalls in der Familie. Im Laufe dieser Woche soll der 25-Jährige aber zur Mannschaft dazustoßen. Dagegen wird Denis Thomalla, der gestern dabei war, dem FCH auf unbestimmte Zeit fehlen. Beim 24-Jährigen steht in dieser Woche die notwendige und bereits angekündigte Hüft-Operation an. Wie lange der Stürmer danach ausfallen wird, lässt sich noch nicht abschätzen.

Gestern wurde um neun Uhr die Mannschaft begrüßt – und die Spieler obligatorisch gewogen. Alle seien im Normbereich, erklärte Schmidt, der zudem die erste Einheit als „lockeren Aufgalopp“ bezeichnete. Die kommenden zweieinhalb Tage stehen beim FCH im Zeichen von sportmedizinischen Untersuchungen, bevor es am Mittwochnachmittag ins Trainingslager nach Kühtai (Österreich) geht. Hier soll vor allem im athletischen Bereich gearbeitet werden.

Sanwald zeigte sich darüber glücklich, „dass unsere Mannschaft zu 90, 95 Prozent steht. Wir sind da bestimmt weiter als andere“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. „Ich denke, wir haben eine wettbewerbsfähige Mannschaft, mehr Alternativen als in der Vorsaison und interessante Neuzugänge.“

Robert Leipertz möchte zum FCH

Wenn es nach dem FCH geht, soll ein Spieler aber noch kommen. Sanwald bekräftigte noch einmal das Interesse an Robert Leipertz, der in den Spielzeiten 2014/15 und 2015/16 bereits das Heidenheimer Trikot trug. „Wir würden ihn sofort nehmen, wenn Ingolstadt grünes Licht geben würde“, betonte Sanwald. In der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit kam Leipertz beim FC Ingolstadt lediglich auf sechs Kurzeinsätze. „Für mich macht es keinen Sinn, dass Robert in Ingolstadt bleibt, ohne die Aussicht auf mehr Einsatzzeiten“, so Sanwald.

Leipertz, von Fans auch „Leipi“ genannt, habe dem FCH signalisiert, dass er gerne zurück nach Heidenheim kommen möchte. Allerdings betone dessen aktueller Arbeitgeber, dass er mit dem 24-Jährigen plane. „Moment haben wir keine große Hoffnung. Wir bohren aber nach, so lange die Transferperiode läuft“, zeigt sich Sanwald kämpferisch.

Auf der anderen Seite soll kein Akteur mehr abgegeben werden. „Unser Wunsch ist es, dass alle Spieler bleiben“, so Sanwald. Es deute sich „gar nichts an“, ausschließen könne man aber nichts.

Beim Thema Saisonziel gibt sich der Vorstandsvorsitzende gewohnt bedeckt. Von einem etwaigen Aufstieg rede im Verein niemand, sagte Sanwald mit einem Verweis auf die Verteilung der Fernsehgelder. Ingolstadt als Bundesliga-Absteiger erhält beispielsweise knapp 18 Millionen, der FCH dagegen nur 8,5 Millionen Euro.

Dennoch bekräftigte Sanwald seine Einschätzung, dass die 2. Liga in der kommenden Saison ausgeglichener sein werde. Dies sei „eine große Chance, aber auch eine große Gefahr“ zugleich.

Kevin Kraus ist wieder fit

Wieder voll dabei ist neben Tim Skarke (nach Leisten-Operation) und Timo Beermann (Schulterverletzung) auch Kevin Kraus, der lange Zeit aufgrund eines Kreuzbandrisses ausgefallen war. Gestern ging der 24-Jährige teilweise voll in die Zweikämpfe rein. Für ihn gehe es in erster Linie darum, „Vertrauen ins Knie“ zu haben. „Es fühlt sich gut an, richtig Teil der Mannschaft zu sein“, so Kraus.

Noch nicht zu einhundert Prozent fit ist Maximilian Thiel. Der Neuzugang hatte sich vor zweieinhalb Jahren die rechte Schulter ausgekugelt und musste operiert werden. Im letzten Spiel der vergangenen Saison kugelte sich der 24-Jährige die betreffende Schulter aber erneut „halb“ aus. Im ersten Moment sei dies ein Schock gewesen, so Thiel. „Ich bin aber froh, dass ich nicht operiert werden musste.“ In den vergangenen vier Wochen musste er die Schulter ruhigstellen und absolviert nun ein Rehaprogramm, um ganz fit zu werden.

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