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Diesmal war der Pfosten im Weg

Um ein Haar hätte es den dritten Last-Minute-Sieg in Folge für den 1. FC Heidenheim gegeben, doch es blieb in einem intensiven Verfolgerduell gegen den SSV Jahn Regensburg beim 0:0-Unentschieden.

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Das war die größte Tat von FCH-Torwart Frank Lehmann, der gestern öfters im Mittelpunkt stand. Hier wehrt er den Schuss von Tim Erfen (links) sensationell ab und bewahrt seine Mannschaft vor einem Rückstand.  Foto: 

Bei Heidenheim rückte wie erwartet Bastian Heidenfelder für den verletzten Marco Sailer in die Startformation, ansonsten vertraute Trainer Frank Schmidt auf die selbe Elf wie beim Auswärtssieg in Wiesbaden. Vor einer großartigen Kulisse von 8400 Zuschauern in der Voith-Arena setzten jedoch die Gäste aus der Oberpfalz die ersten Akzente. In der siebten Minute musste Frank Lehmann nach einem Steilpass auf Jahn-Sturmspitze Tobias Schweinsteiger mit einer gewagten Fußabwehr klären – die erste von vielen guten Aktionen des FCH-Torhüters an diesem Tag.

Kurz darauf kam SSV-Mittelfeldspieler Jim-Patrick Müller von der Strafraumgrenze zum Schuss – Lehmann lenke den Ball gerade noch über die Latte. In der Folge kamen seine Vorderleute besser ins Spiel. Nach 22 Minuten setzte Michael Thurk, der wohl seine bisher beste Partie für den FCH zeigte, mit einem Hackentrick Alper Bagceci in Szene, der wurde jedoch von einem Verteidiger gestoppt. Kurz darauf zog Thurk selbst nach Vorlage von Heidenfelder trocken ab, traf aus etwas ungünstigem Winkel aber nur das Außennetz.

Der FCH bestimmte nun das Spiel, Regensburg wusste sich oft nur mit Fouls zu behelfen. In diesen Szenen zögerte der insgesamt ordentlich leitende Schiedsrichter zu lange mit gelben Karten, dafür kassierte Heidenfelder bei einer eigentlich harmlosen Szene eine solche Verwarnung. Und zwar eine folgenschwere, denn es war die fünfte gelbe Karte des FCH-Stürmers, der damit am Dienstag in Erfurt fehlen wird. Kurz vor der Pause segelte noch ein Kopfball von Florian Krebs knapp über die Latte des Regensburger Tores, auf der anderen Seite wurde Schweinsteiger bei einem Konter in die Zange genommen, fiel aber viel zu leicht und bekam zurecht keinen Elfmeter. So ging es beim Stand von 0:0 in die Pause, beiden Mannschaften merkte man in der ersten Halbzeit an, dass viel auf dem Spiel stand, keiner verlieren wollte. Es wurde verbissen um jeden Meter gekämpft und meist neutralisierten sich die Teams gegenseitig.

Nach dem Seitenwechsel erwischten wieder die Gäste den besseren Start. Lehmann musste bei einem Schuss von Michael Klauß erneut sein ganzes Können aufbieten. Das Spiel blieb intensiv und auf hohem Tempo, ein Freistoß von Marc Schnatterer ging an Freund und Feind und auch ganz knapp am Tor vorbei (56.). Kurz darauf konnte Lehmann bei einem Konter des Jahn den Ball gerade noch vor Schweinsteiger wegfausten, der Nachschuss von Oliver Hein ging über Tor.

Der FCH kämpfte unverdrossen, mit Tobias Rühle und Nico Frommer brachte Trainer Schmidt zwei frische Stürmer. Doch der SSV ließ nicht nach, stand gut in der Abwehr und wäre bei einem Konter in der 81. Minute beinahe in Führung gegangen. Nach einem Fehler von Dennis Malura kam der eingewechselte Tim Erfen aus circa neun Metern frei zum Schuss, Lehmann wehrte mit einer sensationellen Parade ab, der Ball kam zu Hein und der traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten.

Nach dieser Chance zogen sich die Gäste weit zurück, waren offensichtlich mit dem Punkt zufrieden. Dem FCH ist wieder zu bescheinigen, dass er bis zum Schluss alles versuchte. Und am Ende waren die Chancen auch da: Schnatterer Freistoß von der Strafraumgrenze blieb in der Mauer hängen, die Proteste des Heidenheimer Mittelfeldspieler betreffs Handspiel blieben unerhört. In der 90. Minute war Schnatterer plötzlich auf der linken Seite durch, seine Hereingabe lenkte Jahn-Keeper Hofmann genau zum völlig freistehenden Bagceci, doch dessen Kopfball klatschte nur an den Pfosten. Noch immer war nicht Schluss, mit einem schnell ausgeführten Freistoß setzte Schnatterer noch einmal Frommer in Szene, dessen Schuss war aber letztlich zu schwach, um Hofmann zu überwinden.

Damit verpasste der FCH den achten Heimsieg in Folge und muss – je nachdem wie Chemnitz heute spielt – vielleicht einen weiteren Rückschlag im Kampf um Platz drei hinnehmen. Dennoch ist die Chance weiter da und die gute Moral der Mannschaft in den Schlussminuten lässt noch auf ein spannendes Saisonfinale hoffen.

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