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DFB-Pokal: SpVgg Unterhaching empfängt den 1. FC Heidenheim

Schmidt zeigt Respekt vor der SpVgg Unterhaching und fordert von seinen Schützlingen „totale Hingabe“. Personell sind erneut Veränderungen zu erwarten – auch im Tor?

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Nach dem Sieg gegen Aue wollen die Heidenheimer Fußballer (hier von links Maximilian Thiel, Arne Feick und Robert Glatzel) auch heute in Unterhaching Gas geben und in die zweite Runde des DFB-Pokalwettbewerbs einziehen.  Foto: 

Die SpVgg Unterhaching, bei der der 1. FC Heidenheim am heutigen Samstag (15.30 Uhr) sein Erstrundenspiel bestreitet, hat sich in den vergangenen Jahren durchaus das Prädikat eines „Pokalschrecks“ verdient. 2015/16 schaltete der damalige Regionalligist mit Ingolstadt (2:1) und Leipzig (3:0) gleich zwei Profiklubs aus und kam bis ins Achtelfinale. Vergangene Saison wiederum mussten sich die Münchner Vorstädter, nachdem sie einen 1:3-Rückstand wettgemacht hatten, dem Bundesligisten Mainz 05 erst im Elfmeterschießen geschlagen geben.

Das Beispiel Wattenscheid

Der FCH ist also diesbezüglich hinreichend gewarnt und weiß zudem aus eigener Vorjahres-Erfahrung, welche Probleme ein ambitionierter Gegner trotz eines Klassenunterschieds machen kann. 3:1 gewannen die Heidenheimer 2016 ihre Erstrunden-Partie bei Regionalligist SG Wattenscheid, mussten dabei einen Rückstand wettmachen und hatten letztlich viel Mühe. „Da hat man es gesehen: Fehlen ein paar Prozentpunkte, dann wird es schwer“, erinnert sich Frank Schmidt.

Für den Heidenheimer Trainer kann es deshalb vor der Partie bei Drittliga-Aufsteiger Unterhaching nur eine Devise geben: „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie erstens sehr seriös und zweitens mit totaler Hingabe bereit ist zu einem richtigen Pokalfight.“

Die Hachinger Spielweise und Philosophie kennt Schmidt noch aus gemeinsamen Drittliga-Zeiten, und wenn auch inzwischen ein paar Jahre ins Land gezogen sind, so ist sich die SpVgg doch weitgehend treu geblieben. „Sie können uns nicht überraschen, weil wir auf ihre Spielweise eingestellt sind“, sagt der FCH-Coach, warnt vor einer starken Offensive und der Grundtugend, nach einem Rückstand nicht aufzugeben.

Zuletzt demonstrierte das Team von Trainer Claus Schromm dies beim 2:2 bei Fortuna Köln, wo ein 0:2-Rückstand durch schnelle Treffer noch egalisiert wurde. „Wir müssen gut verteidigen und dürfen auf keinen Fall ins offene Messer laufen“, leitet Schmidt daraus ab.

Der Heidenheimer Trainer lässt keinen Zweifel daran, dass die heutige Partie nicht weniger wichtig ist als jedes Zweitliga-Spiel: „Der DFB-Pokal ist ein toller Wettbewerb. Wir haben in der Vergangenheit schon die eine oder andere schöne Pokalgeschichte geschrieben.“

Auch wirtschaftlich wäre es außerordentlich lukrativ, möglichst weit zu kommen. In der ersten Runde erhalten die Profiklubs 159 000 Euro an Vermarktungsgeldern, in Runde zwei wären es 318 500 Euro, in der dritten gar 637 000 Euro. Ab dem Viertelfinale würden die Beträge dann im Millionen-Bereich liegen. „Aber das ist kein Motivationsfaktor für mich und die Mannschaft, sondern wir wollen jedes Spiel gewinnen und im Pokal soweit wie möglich kommen“, sagt Schmidt.

Mit moralischem Rückenwind

Nach dem ersten Saisonsieg in der 2. Liga am Mittwoch gegen Erzgebirge Aue (2:1) fahren die Heidenheimer mit moralischem Rückenwind nach Unterhaching. Die ersten beiden Punktspiele hätten zwar gezeigt, dass noch nicht jedes Rädchen ins andere greife, sagte Schmidt: „Aber das geht in dieser Phase auch anderen Mannschaften so. Wichtig sind Erfolgserlebnisse. Das ist uns jetzt gelungen und davon verspreche ich mir in erster Linie Selbstvertrauen.“

Schmidt geht davon aus, dass sein Team sowohl defensiv als auch offensiv nun von Spiel zu Spiel besser aufeinander abgestimmt sein wird. Phasenweise lief es ja auch schon ganz gut – zu sehen vor allem bei den sauber herausgespielten Treffern gegen Aue.

Für heute kündigte Schmidt dennoch an, wieder „die eine oder andere Position zu tauschen, um frische Kräfte zu bringen.“ Unterhaching sei eine Mannschaft, die aufs Tempo drücken und 90 Minuten marschieren könne. „Ich erwarte von meinem Team, dass wir körperlich nicht nur dagegenhalten, sondern besser sind. Das wird man nicht schaffen mit Spielern, die teilweise noch das Mittwoch-Spiel in den Knochen haben“, sagte er.

Chance für Vitus Eicher?

Personell kann der Trainer weiterhin nahezu auf die gesamte Breite seines Kaders zurückgreifen. Der zuletzt erkrankte Marnon Busch trainiert wieder.

Die Frage, ob vielleicht (wie in früheren Zeiten im Pokalwettbewerb üblich) ein Torhütertausch in Frage kommt und etwa Vitus Eicher heute seinen ersten Pflichtspieleinsatz für den FCH absolvieren darf, ließ Schmidt gestern unbeantwortet: „Dazu kann ich noch nichts sagen.“

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