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Der FCH will zurück zur Normalform

Marc Schnatterer zeigt einmal mehr seine Klasse, Mathias Wittek trifft mit dem Rücken und Gerrit Müller freut sich, wieder auf dem Platz zu stehen. Doch trotz der drei Punkte gegen Chemnitz ist den Heidenheimer Fußballern klar: Eine Steigerung ist nötig.

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Was wäre der FC Heidenheim ohne seinen Kapitän Marc Schnatterer? Am Dienstagabend gegen den Chemnitzer FC zeigte der 26-Jährige wieder, welch unschätzbaren Wert er für den Verein hat: Von den drei FCH-Treffern schoss Schnatterer zwei selbst und bereitete das dritte vor. „Ich habe mich gut gefühlt. Wir waren heiß und wollten unbedingt daheim die Punkte holen. Natürlich war es ein bisschen kurios in der ersten Halbzeit: Wir führen dreimal, bekommen zweimal den Ausgleich.“ Obwohl die Heidenheimer in der zweiten Halbzeit defensiv etwas stabiler standen, mussten sie bis zum Abpfiff bangen, „vielleicht muss ich mit einer von meinen Chancen auch das Spiel entscheiden“, sagte Schnatterer selbstkritisch, der einmal zu überhastet abschloss und in der 68. Minute nach feinem Zusammenspiel mit Gerrit Müller knapp rechts vorbeischoss.

Dass der überraschend schnell eingesetzte Neuzugang Müller aus Dresden dem FC Heidenheim mit seiner Ballsicherheit und Kombinationsvermögen weiterhelfen kann, deutete er in der halben Stunde bereits an, die er spielte. „Nach dem Abschlusstraining hat der Trainer gesagt, dass ich im Kader bin und möglicherweise zum Einsatz komme“, berichtete Müller über seinen Schnellstart im Heidenheimer Team. Zweimal hatte der 28-Jährige nur mit der Mannschaft trainiert, sich aber schon relativ gut eingefunden. „Es ist natürlich schwer, wenn man die Leute noch nicht so kennt. Aber für den ersten Einsatz war es schon ganz ordentlich“, zeigte sich der offensive Mittelfeldspieler zufrieden.

Allerdings fehlt es Müller noch an Kondition, da er die Saisonvorbereitung nicht absolviert hat. „Das dauert seine drei, vier Wochen, bis ich über 90 Minuten gehen kann“, sagte der 28–Jährige, nach seiner Einwechslung zentral agierte und nach Robert Strauß' Auswechslung die rechte Seite beackerte. „Ich fühle mich wohler, wenn ich über die rechte Seite komme, aber hinter den Spitzen zu spielen ist kein Problem“, so Müller. Auch FCH-Trainer Frank Schmidt war mit dem Debüt des Neuzugangs zufrieden: „Er hat gezeigt, dass er ein wichtiger Spieler für uns werden kann“, sagte Schmidt und freute sich über Müllers Zusammenspiel mit Schnatterer, das beinahe zum vierten Heidenheimer Treffer geführt hätte.

Nach Schnatterers zwei schönen Toren erzielte Sechser Mathias Wittek nach einer Ecke des FCH-Kapitäns mit Schulter und Rücken den Siegtreffer der Heidenheimer: „Der Gegenspieler vor mir hat den Ball auf kurze Distanz abgefälscht, das ging ziemlich schnell. Ich habe mich weggedreht, weil ich dachte der Ball landet bei mir im Gesicht und dann ist er mir an den Oberkörper und rein – Glück gehabt.“ Mit der Defensivleistung zeigte sich Wittek in der ersten Halbzeit nicht zufrieden. „In der zweiten Halbzeit war es dann besser, wobei wir in manchen Situationen abgeklärter und ruhiger sein müssen“, sagte Wittek. Letztendlich zählten aber die drei Punkte: „Wir haben jetzt genug Zeit, uns noch zu verbessern.“

Dass die gezeigte Leistung nicht ausreicht, um dauerhaft an der Ligaspitze dran zu bleiben, war auch FCH-Trainer Schmidt klar, der den 3:2-Sieg einordnete: „Wir freuen uns über die drei Punkte, aber wir sind jetzt nicht euphorisch.“ Obwohl Chemnitz im zweiten Durchgang nicht mehr so viel Druck machen konnte wie in der ersten Halbzeit, sich keine echte Chance erspielte, sei es seiner Mannschaft nicht gelungen für Entlastung zu sorgen. „Wir wissen, dass wir die Konter besser ausspielen können“, so Schmidt. Auch im Hinblick auf die schwere Partie am kommenden Sonntag in Darmstadt kündigte der Heidenheimer Trainer an, dass sich sein Team steigern müsse. Dabei baue er auf die Analyse des Spiels vom Dienstag. Ziel sei es, sich Schritt für Schritt der Normalform zu nähern.

Unruhe beim SV Darmstadt

Derweil bringen Diskussionen um Trainer Kosta Runjaic Unruhe ins Umfeld des SV Darmstadt. Laut dem Sportmagazin „Kicker“ hat der 41-Jährige ein Angebot des Zweitligisten MSV Duisburg vorliegen. Kurios: Auch FCH-Trainer Frank Schmidt war für den Chefcoach-Posten beim MSV im Gespräch gewesen, hatte aber schnell deutlich gemacht, dass er in Heidenheim bleibe. Personell dürfte die Diskussion in Darmstadt aber bis Sonntag noch keine Folgen haben: Laut SV-Vizepräsident Rüdiger Fritsch sitzt Runjaic in jedem Fall auch gegen Heidenheim noch auf der Trainerbank. Verhandlungen mit dem MSV Duisburg – derzeit mit null Punkten Zweitliga-Schlusslicht – würden frühestens zum Beginn der kommenden Woche anstehen, sagte Fritsch.

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