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Weiter sieglos in 2017: FCH unterliegt Greuther Fürth

2. Liga: Der 1. FC Heidenheim kassiert mit dem 0:2 gegen Greuther Fürth die nächste Heimniederlage und offenbart erneut spielerische Defizite.

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Dem Himmel sei Dank für die gute Hinrunde – so dürften derzeit die Gedanken bei den Heidenheimer Zweitliga-Fußballern sein. Denn seit der Winterpause läuft nicht viel zusammen, nach dem gestrigen 0:2 gegen eine starke SpVgg Greuther Fürth wartet die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt weiter auf den ersten Heimsieg im Jahr 2017.

Tim Skarke: „Es hat einfach nicht funktioniert“

Die Heidenheimer begannen zum Start in die „englische Woche“ eigentlich recht gut, verbuchten einige Ballgewinne, vergaben diese durch schlampiges Passspiel aber gleich immer wieder. Dann zeigten die Gäste, warum sie mittlerweile die zweitbeste Rückrundenmannschaft sind, starteten aus einer stabilen Abwehr heraus zielstrebige Konter. Einer davon führte in der 21. Minute zum 0:1. Veton Berisha war auf der linken Seite Robert Strauß enteilt, seine präzise Hereingabe vollendete Robert Zulj mit einem ebenso genauen Schuss in den Winkel – Kevin Müller war da machtlos. Ein Treffer, der Schmidt ärgert: „Wir haben selbst die Chance zum Konter, verlieren dann den Ball und werden überlaufen.“

Die Angst vor der Spieleröffnung

Ein Rückstand kommt vor, ernüchternd war jedoch der Versuch der Antwort. Fürths Trainer, der ehemalige Heidenheimer Assistenzcoach Janos Radoki, ließ sein Team stets mit drei, vier, manchmal sogar fünf Spielern schon in der Heidenheimer Hälfte attackieren, dies schmeckte den Platzherren überhaupt nicht.

Oft schienen die Bemühungen unter dem Motto „die Angst vor der Spieleröffnung“ zu stehen. Da wurde vier, fünf Mal quer gespielt, und dann kam doch der lange Ball, der meist beim Gegner landete, was auch an zu wenig Bewegung im Spiel ohne Ball lag. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit gab es einige strukturierte Angriffe und zumindest Halbchancen.

Zur Pause war das Comeback von Robert Strauß nach langer Pause schon wieder beendet, aber nicht wegen erneuter Verletzung. „Man hat gemerkt, dass er ein paar Wochen raus war, beim 0:1 wird er überlaufen, das passiert ihm normalerweise nicht“, sagte Schmidt und erklärte weiter: „Vielleicht habe ich ihm da heute keinen Gefallen getan, aber er wird das Spiel nutzten, um wieder stabiler zu werden.“

Für Strauß rückte Tim Skarke zurück in die Abwehrkette, dessen Position übernahm der eingewechselte Kevin Lankford. Mit den beiden sowie später noch Dave Gnaase standen drei Spieler aus der eigenen Jugend des FCH auf dem Platz und machten ihre Sache laut Schmidt recht gut – zumindest ein positiver Aspekt an diesem Nachmittag.

Ebenfalls positiv war wie so oft das Auftreten unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Zum Teil wurden die nun auch nicht mehr ganz so hoch verteidigenden Fürther eingeschnürt und es gab auch durchaus Möglichkeiten. So nach Marc Schnatterers Solo und schönem Schuss in der 50. Minute, als der hervorragende Gäste-Keeper Balász Megyeri die Kugel noch aus dem Winkel fischte. Oder vier Minuten später, als sich Skarke stark auf der rechten Seite durchsetzte, Marcel Titsch-Rivero in der Mitte jedoch kläglich verstolperte oder nach der 61. Minute, als Schnatterer den Ball über den Torwart hob, in der Mitte Tim Kleindienst aber nicht mehr herankam.

Von allem fehlt ein bisschen

„In dieser Phase hatten wir auch etwas Pech“, stellte Schmidt fest. Sicher – hätten die Heidenheimer den Ausgleich erzielt, wäre alles möglich gewesen. Umso ärgerlicher war das Abwehrverhalten beim 0:2 als eine ganze Reihe von Heidenheimern zu weit vom Gegenspieler weg standen und Zulj für die Vorentscheidung sorgte.

In der Schlussphase bemühte sich der FCH zwar weiter, der absolute Glaube war aber nicht zu erkennen. „Es war ein verdienter Sieg von Fürth. Uns fehlt zurzeit von allem ein bisschen – und am meisten fehlt uns ein Erfolgserlebnis“, fasste Schmidt das Spiel zusammen.

Die nächste Chance bietet sich schon am Mittwoch (17.30 Uhr), wenn sein Team bei Dynamo Dresden antritt. Wollen die Heidenheimer bei den zuletzt stark agierenden Sachsen etwas holen, müssen sie aber auch wieder einmal spielerische Akzente setzen – immer nur mit Kampf und Mentalität lassen sich in der 2. Liga nicht so viele Spiele gewinnen.

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