Neuanfang der Fußball-Schiedsrichtergruppe Heidenheim
136 Schiedsrichter sind in der SRG Heidenheim organisiert. Deren Außenwirkung will ihr neuer Obmann Daniel Grandy verbessern.
Daniel Grandy weiß aus eigener Erfahrung, dass die Unparteiischen viel aushalten und nicht nur Meckereien von Fußballspielern ertragen müssen, sondern auch Beleidigungen von Zuschauern ausgesetzt sind. „Ey, Schiri, du pfeifst doch nur für die Heimmannschaft“, sei dabei noch ziemlich harmlos, erzählt Grandy. „Aber Rufe von außen kann ich sehr gut ausblenden“, betont der 28-Jährige und fügt ein wenig schwärmend an: „500 Fans, 22 Spieler, ein Schiedsrichter – da steigt natürlich das Adrenalin in den Adern.“
Grandy pfeift seit seinem 15. Lebensjahr, vorher war er Torwart bei den A-Junioren des TV Steinheim. Inzwischen hat er über 500 Spiele von der Jugend bis hin zur Landesliga geleitet und dabei viele Erfahrungen gesammelt.
Seit kurzem ist er der neue Obmann der Schiedsrichtergruppe Heidenheim. Diese hat in den vergangenen Jahren nicht unbedingt für positive Schlagzeilen gesorgt. Bereits Ende 2009 war Joachim Nick als Obmann der SRG Heidenheim zurückgetreten, seitdem führte Roland Baamann den Vorsitz kommissarisch.
Anfang März 2011 legte Olaf Alsdorf, Bezirksschiedsrichter-Obmann wegen Streitigkeiten mit den Gruppen Heidenheim und Schwäbisch Gmünd bei der Besetzung von Fußballspielen sein Amt nieder. Am 23. März des vergangenen Jahres wurde zudem nach Streitigkeiten innerhalb der Heidenheimer Schiedsrichtergruppe deren Förderverein aufgelöst.
Vieles sei zuletzt schief gelaufen, gibt Grandy ganz offen zu. „Es bestand die Gefahr, dass die SRG Heidenheim auseinanderfällt. Und dagegen musste und wollte ich etwas machen“, betont der gelernte Feinoptiker. „Wir möchten nun einen Schlussstrich ziehen, es soll ein Neuanfang sein.“
Schwerpunktmäßig wolle sich die Gruppe der Nachwuchsförderung zuwenden. Dabei gibt sich der junge Obmann keinen Illusionen hin: „Für uns geht es eher darum, die jungen Schiedsrichter, die schon bei uns sind, zu halten, als neue Kandidaten zu werben.“
Welche Vorteile eine Schiri-Ausbildung hat, weiß Grandy aus eigener Erfahrung: „Mir persönlich hat es sehr geholfen. Man lernt beispielsweise früh, an der eigenen Ausstrahlung zu arbeiten und auf Menschen zuzugehen“, so Grandy.
Er selbst muss dies in seiner neuen Aufgabe (Grandy wurde auf drei Jahre gewählt) auch tun und kniet sich dabei voll rein. „Ich werde aber eine gewisse Eingewöhnungsphase brauchen“, erbittet sich Grandy von den Vereinen ein wenig Zeit, um sich in seinem neuen Amt zurechtzufinden.
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Autor: edgar deibert | 03.02.2012
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Den Ball im Blick: Daniel Grandy ist neuer Obmann der Schiedsrichtergruppe Heidenheim.
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