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Abstieg: Der FV Burgberg muss in die Kreisliga

Der FV Burgberg verliert mit 2:3 nach Verlängerung gegen den SSV Aalen und steigt aus der Bezirksliga ab. Zwei Tore von Innenverteidiger Oleg Akst reichen nicht. Letzte Hoffnung lag auf dem FV Sontheim.

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Erneut wurde deutlich, dass Relegationsspiele ihren besonderen Reiz haben. 860 Zuschauer zählte man in Steinheim – und so war die Stimmung prächtig. Auf den Platz übertrug sich diese allerdings zunächst nicht, beide Mannschaften begannen verhalten, auf Sicherheit bedachtes Ballgeschiebe inklusive.

Die erste gute Torchance

Ende der ersten Halbzeit wurde es aber interessant, was am FV Burgberg lag. Bei der ersten guten Torchance der Begegnung setzte Burak Akin Burgbergs Topstürmer Nico Schellenberger schön in Szene, mit dessen Schuss aus kurzer Distanz hatte aber Aalens Torhüter Heiko Maier keine Probleme (40. Minute). Vier Minuten später hob Akin den Ball aus aussichtsreicher Position weit übers Tor.

Dennoch genügte Burgberg diese kurze Druckphase, um in Führung zu gehen. Nach einem Zuspiel von Akin zog der aufgerückte Innenverteidiger Oleg Akst aus knapp 25 Metern ab – und traf zum 1:0.

Anhänger des FV Burgberg mussten sich allerdings über den Auftritt ihrer Mannschaft in der zweiten Halbzeit wundern. In dieser lief der SSV Aalen ein ums andere Mal aufs gegnerische Tor an, sodass der Ausgleich zwangsläufig fiel. In der 62. Minute war Semir Velagic zum ersten Mal erfolgreich und erzielte per Kopf das 1:1. Erst zum Ende des zweiten Durchgangs konnten sich die Burgberger etwas befreien. Schellenbergers Schuss aus knapp 17 Metern war aber zu unplatziert (81.) und auch der gut getretene Freistoß von Ronny Best konnte geklärt werden (90.+2).

Die Highlights vom Spiel im Video

Auch in der Verlängerung merkte man den Aalenern nicht an, dass sie das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen bestritten und zudem am Mittwoch auch gegen Mergelstetten über 120 Minuten gehen mussten. Erneut erwischte der Vizemeister der Kreisliga A 2 den besseren Start und ging mit 2:1 in Front (104.). Nach einem Eckball konnte der erste Schuss des völlig freistehenden Velagic (13 Ligatore) noch geklärt werden, im Nachsetzen war der 27-Jährige aber erfolgreich.

Nur zwei Minuten später geriet der FV Burgberg in Unterzahl, da Oliver Müller wegen Meckerns die zweite gelbe Karte sah und somit vom sehr gut leitenden Schiedsrichter des Feldes verwiesen wurde. Dies war allerdings für die Burgberger so etwas wie ein Hallo-wach-Effekt. Der Tabellen-Zwölfte der abgelaufenen Bezirksligasaison zeigte nun seine Klasse. Zunächst traf Schellenberger nur den Pfosten (109.), vier Minuten später vergab Marcel Hartmann aus aussichtsreicher Position.

Das zu diesem Zeitpunkt verdiente 2:2 sollte aber doch noch fallen. Einen Weitschuss von Schellenberger konnte Aalens Keeper nur ungenügend parieren, Akst stand goldrichtig und staubte ab (114.). Nur knapp eine Minute später flog der 28-Jährige allerdings mit gelb-rot vom Platz. Trotz doppelter Unterzahl hatte Kapitän Sven Killgus nach einem Zuspiel von Schellenberger die Chance auf das 3:2, allerdings kam er etwas zu spät gegen den herausgeilten Aalener Torhüter Maier (119.).

Auf der Gegenseite vergab Florian Goth zunächst kläglich (120.), ehe der 30-Jährige aus kurzer Distanz doch den 3:2-Siegtreffer für Aalen erzielte (120.+1).

FV kassiert unnötige Gegentore

Die Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit sei „in Ordnung“ gewesen, analysierte Matthias Hauf. Allerdings bemängelte der Burgberger Trainer, dass sein Team bereits da „insgesamt zu wenig in die Zweikämpfe gekommen“ sei und letztlich erneut unnötige Gegentore zugelassen habe. „Ich habe im Vorfeld bereits gesagt, dass solche Spiele im Kopf entschieden werden. Vielleicht ist der ein oder andere damit nicht klargekommen“, so Hauf weiter.

Auf das zwischenzeitlichen 1:2 und die Unterzahl habe sein Team aber gut reagiert. „Das ist der Moment, wo man nichts mehr zu verlieren hat. So lange man aber etwas zu verlieren hat, ist man gehemmt“, erklärte Hauf, der in der kommenden Saison nicht Trainer des FVB sein wird.

Semir Velagic hatte dagegen allen Grund zur Freude. „Es waren drei harte Spiele, und jedes Mal sind wir zurückgekommen. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, so der Aalener Stürmer, der seit drei Jahren in Deutschland lebt und in dieser Zeit mit dem SSV Aalen zweimal aufgestiegen ist. In seinem Heimatland Bosnien spielte der heute 27-Jährige in der 2. Liga, in der Jugend sogar in der höchsten Klasse. Nach Deutschland kam Velagic, der im September seine Ausbildung zum Altenpfleger beendet (in Bosnien war er Physiotherapeut), mit seiner Frau, die hier studiert hat.

Da der FV Sontheim sein Aufstiegsspiel in die Landesliga gestern gegen Blaustein verloren hat (siehe Meldung unten auf der Seite), muss der FV Burgberg in die Bezirksliga runter.

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