Partner der

Damen: Ernüchterung zum Weltcup-Auftakt

Ernüchternde Ergebnisse brachte der Auftakt der Weltcup-Saison für die deutschen Degenfechter in Legnano (Italien) und Bern (Schweiz). Das Damenteam mit HSB-Fechterin Ricarda Multerer belegte Rang zehn. Die deutschen Herren mit den drei HSB-Assen Niklas Multerer, Stephan Rein und Constantuin Böhm kamen sogar nur auf Platz 15.

|
Das deutsche Damendegen-Nationalteam belegte beim Weltcup-Auftakt in Legnano nur Rang zehn (von links): Monika Sozanska, Ricarda Multerer, Britta Heidemann und Alexandra Ndolo.  Foto: 

In Legnano setzte sich die deutsche Frauen-Equipe in der Besetzung Britta Heidemann, Alexandra Ndolo (beide Leverkusen), Monika Sozanska (Leipzig) und Ricarda Multerer (Heidenheimer Sportbund) zunächst mit 45:30 gegen Kasachstan durch, musste aber im nachfolgenden Gefecht im 16er-K.o. gegen Russland eine empfindliche 25:26-Niederlage hinnehmen.

In den folgenden Platzierungsgefechten gewann das Quartett gegen die Schweiz mit 30:26 und anschließend gegen die Ukraine mit 35:26. Im Gefecht um Rang neun unterlag das Team von Bundestrainer Piotr Sozanski dann Italien deutlich mit 18:45 und belegte damit Platz zehn in der Endplatzierung. Den Weltcupsieg holte sich das Team Russlands, das im Finale Rumänien mit 42:30 besiegte.

Das deutsche Herrendegenteam trat beim Weltcup in Bern gleich mit drei Heidenheimer Fechtern an: Niklas Multerer, Stephan Rein, Constantin Böhm. Zusammen mit dem Leverkusener Christoph Kneip besiegten die vier im Auftaktgefecht Brasilien mit 45:37 Treffern. Im Gefecht um den Einzug unter die besten acht Mannschaften unterlag die deutsche Mannschaft aber etwas überraschend Spanien mit 42:45 und verpasste damit eine große Möglichkeit, ihre gute Ausgangssituation in Sachen Olympiaqualifikation zu untermauern.

In den anschließenden Platzierungsgefechten unterlag Deutschland der Schweiz mit 29:30 sowie Japan mit 40:45. Das abschließende Gefecht um Rang 15 entschied das deutsche Quartett mit 39:38 zu seinen Gunsten.

„Wir zeigen gute Ansätze, machen aber noch zu viele Fehler“, sagte Bundestrainer Didier Olagnon später: „Wir wollten die direkten Konkurrenten in Sachen Olympiaqualifikation auf Distanz halten. Das ist uns hier leider nicht gelungen. Aber wir haben noch drei Chancen, die wir auf jeden Fall nutzen wollen. Ich bin mir sicher, dass wir das packen werden.“ Den ersten Nationenweltcup der Saison gewann die Equipe Russlands, die im abschließenden Finale mit 28:27 gegen Frankreich die Oberhand behielt.

Im Einzelwettbewerb der Damen gingen in Legnano 232 Teilnehmerinnen aus 49 Nationen an den Start. Bestplatzierte „Heidenheimerin“ war die für Luxemburg startende Lis Fautsch. Sie schaffte mit zwei Siegen den Sprung in das 64er-K.o. Hier focht sie gegen die vielfach mit Medaillen dekorierte Ungarin Emese Szasz (aktuell Nummer drei der Weltrangliste) sehr gut mit, musste sich aber mit 11:15 geschlagen geben und belegte damit Platz 63.

Ricarda Multerer und Anja Schünke verfehlten den Sprung in den zweiten Wettkampftag. Multerer siegte zunächst gegen Oceane Tahe (Frankreich) mit 9:8, unterlag dann aber der Italienerin Giulia Rizzi mit 5:15. Anja Schünke besiegte im ersten Direktausscheidungsgefecht Alexandra Magdich (Russland) mit 15:14. Anschließend unterlag sie der Weltmeisterin des Jahres 2013, Julia Beljajewa (Estland), knapp mit 13:15 und belegte damit Rang 90.

Die seit dieser Saison neu am Heidenheimer Fechtzentrum trainierende Österreicherin Paula Schmidl unterlag im ersten Direkt-K.o. der Brasilanerin Amanda Simeao mit 13:15 und landete damit auf Platz 166. HSB-Fechterin Alexandra Ehler schied bereits in der Vorrunde aus und beendete das Turnier auf Rang 208.

Bei den Degenherren in Bern gingen insgesamt 261 Teilnehmer aus 48 Nationen an den Start. Erfreulicherweise erreichten mit Stephan Rein und Constantin Böhm gleich zwei HSB-Degenasse das 64er-K. o. am zweiten Turniertag. Rein besiegte zunächst Miguell Moratilla (Spanien) mit 15:5. Anschließend ließ er ein 15:10 über Krzysztof Mikolajzak (Polen) folgen. Im Feld der letzten 64 Teilnehmer traf Rein dann auf Benjamin Steffen (Schweiz), unterlag hier deutlich mit 5:15 und beendete den Weltcup auf Rang 57.

Constantin Böhm, amtierender deutscher Meister, setzte sich in seinem ersten Direktausscheidungsgefecht mit 15:14 gegen Satya Gunpart (Mauritius) durch und zog dann mit einem 15:9 über Andras Horanyi (USA) in das 64er-K. o. ein. Hier unterlag Böhm dann dem Koreaner Jung Seunghwa mit 10:15 und belegte damit Platz 59 in der Endplatzierung.

Niklas Multerer scheiterte mit nur zwei Siegen und schlechtem Index bereits in der Vorrunde (Platz 213).

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Kinderwagen eingeklemmt: Brenzbahn fährt trotzdem einfach los

Beim Aussteigen in Herbrechtingen schließt eine Zugtür und klemmt einen Kinderwagen ein. Dann fährt der Lokführer los, obwohl Kind und Kinderwagen in der halbgeöffneten Tür hängen. weiter lesen

232S6