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Phoneblocks - ein Handy zum Selberbauen?

Die Idee klingt verlockend: Ein Telefon, das man selbst konfigurieren kann und das dabei noch ressourcenschonend ist. Doch es bleibt wohl bei einer Vision.

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  • Das Phoneblocks-Handy besteht aus vielen verschiedenen Modulen - man kann es sich selbst konfigurieren. Zumindest in der Theorie. 1/2
    Das Phoneblocks-Handy besteht aus vielen verschiedenen Modulen - man kann es sich selbst konfigurieren. Zumindest in der Theorie. Foto: 
  • Wechseln, ersetzen, tauschen - das ist die Idee, die hinter dem Handy Phoneblocks steht. Doch wie viel Zukunft hat sie? 2/2
    Wechseln, ersetzen, tauschen - das ist die Idee, die hinter dem Handy Phoneblocks steht. Doch wie viel Zukunft hat sie? Foto: 
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Zu erklären, was das Telefon "Phoneblocks" ist, ist einfach und doch kompliziert. Im Wesentlichen geht es um ein Handy, das aus einem Basis-Modul besteht und von seinem Benutzer beliebig modifiziert werden kann. Will man mehr Speicher, baut man mehr Speicher ein. Will man eine bessere Kamera, baut man eine bessere Kamera ein. Das Ganze funktioniert nach dem Steck-System. In einem Video hat es sein Erfinder, Dave Hakkens, erklärt:





Der Clip geht seither um die Welt - und hat dabei auch die Welt der Techniker erreicht. Die der realistischen - wohl bemerkt. Und die attestieren dem Handy zwar, eine tolle Vision zu sein - aber keine, die sich in die Realität wird umsetzen lassen.

Grund Nummer 1: Aufgrund der Steckverbindungen werden die Übertragungswege länger, die die elektrischen Impulse innerhalb des Geräts zurücklegen müssen. Das Phone wird insgesamt langsam. Langsamer als es jetzige Geräte sind.

Grund Nummer 2: Bei dem vielen An- und Abstecken der Module müssen die Steckverbindungen viel robuster sein als sie es bisher sind. Denn jetzt sind sie im Inneren verbaut und werden in der Regel nur einmal an- und abgesteckt. Nämlich wenn das Handy gebaut wird - in der Fabrik und unter klinisch reinen Bedingungen. Das häufige Umstecken, wie beim Phoneblock angedacht, würden bisherige Stecker nicht verkraften. Robustere wiederum wären nicht in der Lage, so schnelle Übertragungssignale zu gewährleisten wie die jetzigen feinen Stecker. (Siehe Grund Nummer 1).

Grund Nummer 3: Die Vision ist: Jeder Elektronik-Hersteller soll eigene Teile herstellen können, mit eigenen speziellen Features - aber am Ende sollen sie alle mit dem Phoneblocks-Handy kompatibel sein. Angesichts schon jetzt weit auseinandergehender Standards, ein schwieriges Unterfangen.

Grund Nummer 4: Selbst wenn alle anderen Probleme aus der Welt geschafft wären, würde am Ende immer noch ein vergleichsweise schweres und klotziges Handy entstehen. Im Vergleich zu den ultraflachen Modellen, die bereits auf dem Markt sind, hätte das Steck-Handy wohl einen schweren Stand.

Der Designer des Phones, Dave Hakkens, nimmt die Kritik übrigens gelassen. "Technisch gesehen ist mein Produkt eine Lüge, aber man sollte es eher als Vision verstehen", sagt er in einem Gespräch mit SZ-online.de.

Dass seine Idee im Netz aber grundsätzlich gut ankommt, zeigt die Resonanz, die Hakkens auf sein Video bekommen hat. Auf Youtube wurde es fast 15 Millionen Mal angeklickt. Auf Facebook hat die Idee inzwischen mehr als 157.000 Fans und auf Twitter folgen Dave Hakkens schon mehr als 50.000 Follower.

Mit einer Aktion über die Crowdspeaking-Plattform "tunderklapp" will Hakkens außerdem am 29. Oktober noch einmal weltweit Aufsehen erregen. Mehr als 850.000 Menschen haben sich bereits angemeldet. Sie alle wollen an diesem Tag über ihre sozialen Netzwerke über das Phoneblock-Handy sprechen - auf diese Weise soll das Handy das meistbesprochene Thema im Netz an diesem Tag weltweit werden. 

Mehr zum Block-Handy unter www.phonebloks.com
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