Europaweit schon mehr als 220 Kältetote
Kiew.
Die Extremkälte in Europa bringt immer mehr Menschen den Tod: Inzwischen sind auf dem Kontinent mehr als 220 Menschen erfroren, vor allem in Osteuropa. Seit vergangenem Wochenende sind allein in der Ukraine mehr als 100 Menschen gestorben, viele von ihnen auf der Straße. In Rumänien tötete die Kälte 24 Menschen, in Polen 17, in Tschechien elf, in der Slowakei mindestens zwei Menschen, in Frankreich einen. In Russland registrierten die Behörden allein im Januar bereits mehr als 64 Kälteopfer. Auch in Deutschland sind in den vergangenen Tagen mindestens vier Menschen erfroren.
Die Bahn meldete gestern zwar keine größeren Störungen im bundesweiten Zugverkehr, auf einigen Flüssen wurde der Schiffsverkehr aber gestoppt wie zum Beispiel auf der Elbe zwischen Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern) und Geesthacht (Schleswig-Holstein). Die Oder, Grenzfluss zu Polen, fror weiter zu. Für den ADAC gab es den einsatzstärksten Tag der Pannenhilfe in diesem Winter. Die ADAC-Helfer rückten allein am Donnerstag zu 27 512 Pannen aus.
In Tschechien hielt gestern die Böhmerwald-Gemeinde Kvilda den Kälterekord. Dort sank das Quecksilber in der Messsäule auf minus 38,1 Grad. Eingefrorene Weichen stoppten den Bahnverkehr. In Norditalien mussten tausende Menschen in ihren Häusern ohne Strom auskommen, Züge blieben im Schnee stecken.
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Autor: DPA | 04.02.2012
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Tiefkühlklima in Europa: Der Wasserfall an der Teufelsbrücke im Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe (links) ist zu Eis erstarrt, in Rom schneit es (oben rechts der Trevi-Brunnen), und in Norditalien wurden minus 20 Grad gemessen. Fotos: afp/dpa
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