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Kretschmann kündigt Offensive für Elektromobilität an

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Die grün-schwarze Landesregierung plant eine Offensive zur Förderung klimaschonender Mobilität in Baden-Württemberg. Noch im Juni werde sein Kabinett die „Landesinitiative Elektromobilität III mit einem Volumen von über 40 Millionen Euro“ beschließen, kündigt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in einem aktuellen Schreiben an die Teilnehmer des jüngsten Auto-Gipfels in der Stuttgarter Regierungszentrale an, das der
SÜDWEST PRESSE vorliegt.

Damit wolle die Koalition Akzente für neue Mobilität setzen. Dazu gehöre die Schaffung eines Netzes mit 2000 Ladesäulen für Elektroautos im Land. Allein dafür werden zehn Millionen Euro veranschlagt. Die aktuelle Landesinitiative Elektromobilität II fällt mit einem Gesamtvolumen von acht Millionen Euro deutlich kleiner aus.

Weitere Projekte seien vorgesehen, verspricht Kretschmann. So seien die Ministerien aufgefordert, Leuchtturmprojekte zu entwickeln, die bei der anstehenden Aufstellung des Doppelhaushalts 2018/19 Berücksichtigung finden sollen. Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz spricht sich dafür aus, zusätzlich zur Landesinitiative die Finanzierung der Landesagentur e-mobil BW zu sichern.

Ziel aller Anstrengungen müsse sein, „dass auch das Auto der Zukunft ‚made in Baden-Württemberg’ ist“, schreibt Kretschmann. Deshalb solle das Land „Vorreiter für klimaschonende Mobilität“ werden, auch, um „zukunftsfähige und sichere Arbeitsplätze“ bieten zu können. Der Verband der Automobilindustrie vermeldet derweil, dass die deutschen Hersteller ihren Anteil auf dem wachsenden Markt der  E-Autos in Westeuropa steigern konnten.

Die Teilnehmer des Auto-Gipfels vom 19. Mai, darunter Daimler-Chef Dieter Zetsche und Bosch-Chef Volkmar Denner, haben mit dem Land eine strategische Partnerschaft vereinbart. Bis zur Sommerpause will das Kabinett laut Kretschmann eine Schnittstelle für rasche Entscheidungen zwischen Industrie und Politik schaffen.

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