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Pfadfinder-Evakuierung: 285 Jugendliche aus Zeltlager in Turnhalle gebracht

Weil ihr Lager durch den Sturm am Sonntag zerstört wurde und sich ein weiterer ankündigte, wurden 285 Pfadfinder in die Albuchhalle gebracht.

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Das wurde den Verantwortlichen am Ende dann doch zu gefährlich: In der Nacht auf Montag wurden 285 Jugendliche und ihre Betreuer aus ihrem Pfadfinder-Zeltlager bei Küpfendorf in die Steinheimer Albuchhalle gebracht.

Das schwere Gewitter am Sonntagnachmittag hatte das große Jugendzeltlager der Pfadfinder großteils verwüstet.

Betreuer hatten noch versucht, das Lager wieder aufzubauen. Aber: Da weitere Regenfälle und Gewitter drohten, wurde die Lage zu gefährlich und das Lager unter Leitung des Deutschen Roten Kreuzes geräumt. Alle Kinder und Jugendlichen waren wohlauf, keiner wurde beim Gewitter verletzt.

Per Pendelverkehr in die Albuchhalle

Die Pfadfinder, überwiegend aus dem Raum Stuttgart/Leonberg, und ihre Betreuer wurden zunächst in die Scheune eines nahegelegenen Bauernhofs gebracht, wo sie Unterschlupf fanden. Von dort aus wurden sie dann vom DRK und der Feuerwehr in die Albuchhalle nach Steinheim gebracht.

Weil sich auf die Schnelle kein Busunternehmen fand, das am späten Sonntagabend so viele Kinder transportieren konnte, brachten das DRK und die Feuerwehr die Kinder per Pendelverkehr in Rettungswagen, Mannschaftstransportwagen sowie in Löschfahrzeugen in die Turnhalle.

Dort verbrachten die Jugendlichen die Nacht auf Feldbetten, die vom DRK nach dem ersten Gewitter nachmittags schon vorsorglich organisiert worden waren. Laut Rotem Kreuz dauerte die Evakuierung rund zwei Stunden. Auch nachdem die Pfadfinder bereits in der Halle untergekommen waren, blieben einige Rettungskräfte vor Ort, um sie zu betreuen und sicher zu gehen, dass alles reibungslos über die Bühne geht.

Sollen die Pfadis weiterzelten?

Die Entscheidung, die Kinder in die Turnhalle zu bringen, trafen gemeinsam der Veranstalter, der Steinheimer Bürgermeister Olaf Bernauer, der ebenfalls an den Einsatzort gekommen war, sowie die Einsatzleitung der Rettungskräfte. Das DRK war bereits seit den frühen Abendstunden vor Ort, um eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.

Am Tag danach frühstückten die Pfadfinder noch vor der Albuchhalle und aßen dort zu Mittag. Danach wurden gemeinsam mit dem DRK die Feldbetten wieder abgebaut und es ging zurück zum Lager, das wieder aufgebaut werden sollte, um ihre Freizeit fortzusetzen.

Was das anbelangt, äußerte Bürgermeister Olaf Bernauer auf Nachfrage Bedenken: „Ich habe den Veranstalter gebeten, sich das wirklich gut zu überlegen. Wenn ich die Wettervorhersagen für die kommenden Tage sehe, dann habe ich so meine Bedenken.“

Bernauer befürchtet, dass ein weiteres Gewitter die Pfadfinder treffen könnte und es beim nächsten Mal womöglich nicht so glimpflich ausgehen könnte.

Lobende Worte vom Bürgermeister

Dass am Sonntag alles so reibungslos lief, sei den Rettungskräften zu verdanken: „Das DRK hat da ein großes Programm aufgefahren. Wirklich toll“, lobt der Bürgermeister.

Allein das DRK war mit 17 Fahrzeugen vor Ort, im Einsatz waren rund 50 DRK-Mitglieder aus dem ganzen Landkreis. Seitens der Feuerwehr waren zehn Fahrzeuge und rund 25 Mann im Einsatz.

Auch DRK-Kreisbereitschaftsleiter Kai Willer fand lobende Worte für seine Mannschaft: „Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, die in kürzester Zeit eine Notunterkunft für 285 Betroffene aufgebaut haben, und den Kräften, die diese während der Nacht betreut haben“, so Willer.

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