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Kugel aus Polizeipistole trifft Einbrecher ins Bein

Schusswaffengebrauch durch die Polizei in Königsbronn: Zwei Einbrecher wurden bei der Flucht aus einem Wohnhaus am späten Freitagabend gestellt und festgenommen. Das wurde möglich, weil Nachbarn aufpassten.

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Aus der Sicht der Einbrecher war der Freitagabend in Königsbronn ein ziemlich schlechter. Es lief nicht so, wie das sich die Männer – vermutlich ausländischer Herkunft – vorgestellt hatten. Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich etwa gegen 22.30 Uhr im Bereich von Schumannstraße und Wollenbergstraße im Wohnquartier Rossrucken.

Zwei Männer hatten offenbar ein bestimmtes Wohnhaus im Visier und hatten dort in Abwesenheit der Eigentümer bzw. Bewohner eingebrochen. Die ungebetenen Besucher knipsten Taschenlampen an und leuchteten sich den Weg in verschiedenen Zimmern. Angeblich sei da einiges im Erdgeschoss und im Obergeschoss durchwühlt worden.

Den Nachbarn fielen Lichtlkegel auf

Diese Lichtkegel im dunklen Haus fielen einem Nachbarn auf, der die Polizei verständigte, die dem Vernehmen nach um die Zeit schon wegen eines anderen, versuchten Einbruchs in Königsbronn mit der Spurensicherung befasst war.

Das Wohnhaus wurde umstellt, die beiden Einbrecher versuchten ihr Heil in der Flucht und hatten die Rechnung ohne die Polizei gemacht. Aus einer Handfeuerwaffe eröffnete ein Polizist das Feuer und schoss einem der Männer ins Bein, der andere konnte unverletzt festgenommen werden. Auf die Frage, wie viele Schüsse abgegeben wurden, gab es keine Auskunft.

Das Rote Kreuz kümmerte sich um Verletzte

Die Helfer vor Ort des Roten Kreuzes, später Notarzt und Rettungssanitäter kümmerten sich um den Verletzten. Die Ereignisse waren übrigens Tagesgespräch am Rande der Königsbronner Gespräche.

Geraume Zeit vorher war am Freitagabend ein Jugendlicher im Bereich Itzelberger Straße als Zeitungsausträger unterwegs, als er das Bersten einer Fensterscheibe hörte und einen wegrennenden Mann ansprach. Just in dem Moment öffnete sich ein Fenster an dem Gebäude und eine Frau schlug wegen des Einbruchversuchs Alarm.

An der Itzelberger Straße war aber auch am Freitagabend in das Haus eines Seniors eingebrochen und dort neben anderem Bargeld und Schmuck geraubt worden. Der Einbruch erfolgte durch ein Kellerfenster.

Weiterer Einbruch: Die Täter konnten fliehen

Bei einem weiteren Einbruch an der Uferstraße wurden die Täter gestört und flüchteten über die Bahngleise Richtung Hartstraße, wo sich die Spur der Einbrecher verlor. In einem Zeugenaufruf zu diesen Fällen sucht die Polizei dringend Zeugen, die verdächtigte Beobachtungen gemacht haben und etwas über die Personen, deren Aussehen und möglicherweise über die benutzten Fahrzeuge mehr erzählen können. Hinweise nimmt das Polizeirevier Heidenheim unter Telefon 07321.322-432 entgegen.

Zu dem Schusswaffengebrauch im Wohngebiet Rossrucken wollte die Polizei Heidenheim weder am frühen Samstagabend noch am gestrigen Sonntagvormittag etwas sagen. Die Ermittlungen führe in dem Fall die Kriminalpolizei Aalen, die würde dazu Auskünfte geben. Aus dem Lagezentrum der Polizeidirektion Aalen wurde die Festnahme zweier Einbrecher „nicht in Abrede gestellt“, Presseauskünfte wurden jedoch abgelehnt: Dies sei Sache der Polizeidirektion Heidenheim. Wegen des Wochenendes konnte bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen der Pressestaatsanwalt nicht erreicht werden. Gerüchte, wonach es sich bei den Gefassten um Osteuropäer handeln soll, wurden bislang ebensowenig bestätigt.

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