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Gewitter führt zu Schäden und Behinderungen

Ein Gewitter mit Starkregen und Hagel hat am Freitagnachmittag und in der Nacht auf Samstag in Teilen des Landkreises zu Schäden geführt. Straßen waren durch angeschwemmtes Geröll und Hagelkörner teils unpassierbar, etliche Keller wurden geflutet.

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Es waren nur kurze Sommergewitter – im Raum Giengen-Burgberg und in Hermaringen jedoch kam bereits am Freitagnachmittag auch Hagel dazu. Teils so groß wie Tischtennisbälle richtete dieser an vielen Stellen Schäden an. Gewächshäuser und Terrassen-Überdachungen oder auch Autos wurden stark beschädigt.
Der starke Regen führte außerdem dazu, dass die Straße zwischen Burgberg und Hermaringen gesäubert werden musste. Dort waren größere Mengen Schlamm und Erde von angrenzenden Feldern auf Radweg und Fahrbahn gespült worden.

In der Nacht zu Samstag gegen Mitternacht kam es dann auch bei Steinheim, Zang und Königsbronn zu einem großen Hagelschauer mit Starkregen, bei dem die Feuerwehren im Einsatz waren. Zwischen Heidenheim und Zang lag teilweise eine zehn bis 15 Zentimeter dicke Schicht aus Hagelkörnern auf der Straße. Hier wie auf der Landesstraße 1123 im Bereich der Hitzinger Steige war die Fahrbahn durch angeschwemmtes Geröll und Hagelkörner unpassierbar. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) mussten die Straßen mit schwerem Gerät wieder vom Unrat reinigen.

Von den THW-Ortsverbänden Aalen und Heidenheim rückten nach dem nächtlichen Alarm Mitglieder der Fachgruppe Räumen unter anderem mit einem Radlader sowie die Schnelleinsatzgruppe aus. Die Verkehrsverbindungen waren mehrere Stunden blockiert.  Für die Straßenmeisterei blieb am Tag noch genug Arbeit mit dem Beseitigen von Ästen, Laub und Geröll.

Vereinzelt konnte die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, so dass in mehreren Häusern die Keller geflutet wurden und von den Hilfskräften ausgepumpt werden mussten. Binnen einer Stunde fielen 27 Liter Niederschlag je Quadratmeter.

Durch das Unwetter heftig in Mitleidenschaft gezogen wurde neben im Freien geparkten Fahrzeugen und Teilen von Gebäuden auch die Natur. Da wurden Bäume entlaubt und in Einzelfällen gar abgebrochen, Gärten und Blumenbeete zerstört. In Königsbronn, so beispielsweise im Bereich Itzelberger See,  rasierte der Hagel die Blüten der Geranien-Anpflanzungen regelrecht ab.

Vor allem im Wohngebiet Steinheim-Nord verzeichnete die Feuerwehr Steinheim bis Samstagabend über 25 Einsätze. Die Pegelstände des Hochwassers in den Kellern lagen zwischen zwei und 15 Zentimeter. Dort, wo keine Rückstauklappen in den Gebäuden vorhanden waren, bestand das Hochwasser aus Schmutzwasser aus dem Abwasserkanal.

Die Feuerwehr unter Kommandant Uli Weiler war mit allen fünf Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften in der Nacht zum und am Samstag mit Wassersaugern und verschiedenen Tauchpumpen neun Stunden im Einsatz. Unter anderem war am Samstagabend bei der Firma Schuck eine 200 Quadratmeter große Werkhalle trockenzulegen. Hier stand das Wasser zunächst fünf Zentimeter hoch.

Söhnstettens Feuerwehr kehrte am Samstagabend an verschiedenen Stellen dreier Gemeindeverbindungsstraßen Schotter und Splitt von der Piste, den Starkregen auf Fahrbahnabschnitte gespült hatte. Ortsbaumeister Hans-Peter Brenner sowie Bauhofleiter Heinz Huber inspizierten neuralgische Punkte des Kanalnetzes, wo es sonst gelegentlich zu Problemen infolge Starkregens kam.

Bislang wurden nach Polizeiangaben aber keine größeren Schäden oder gar Verletzte im Zusammenhang mit den Gewittern gemeldet.
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