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Vom Dach gesprungen: 22-Jähriger flüchtet vor Feuer in Dachwohnung

Nach einem Brand in Aufhausen mussten vier Personen ins Klinikum. Ein 22-Jähriger war über das Dach ins Freie geklettert.

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Als der 22-jährige Mitbewohner eines Zweifamilienhauses an der Brunnenstraße gegen 1 Uhr wegen Geräuschen um ihn herum aufwachte, stand sein Zimmer im ersten Obergeschoss bereits in Flammen.

Womöglich ist der Mann selbst nicht unschuldig an dem Brand: Laut Polizei war er beim Rauchen vor dem Fernseher eingeschlafen, der Brand brach jedenfalls im Bereich seines Bettes aus.

Weil die Rettung übers Treppenhaus nicht mehr möglich war, kletterte der 22-Jährige über ein Fenster aufs Dach und rief von dort aus um Hilfe. Die Nachbarn alarmierten die Feuerwehr und glücklicherweise konnten gleichzeitig die beiden Schwestern und die Eltern des 22-Jährigen das Haus auf normalem Wege verlassen.

Der junge Mann rettete sich indes mit einem Sprung aus rund drei Metern Höhe vor den Flammen, den er gut überstand. Er, seine beiden Schwestern und seine Mutter wurden aber vorsorglich wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Gestern waren alle vier gegen Mittag wieder zu Hause.

Teile des Dachstuhls zerstört

Die Feuerwehren aus Heidenheim, Schnaitheim und Mergelstetten rückten mit einem Großaufgebot an. Gegen 1.40 Uhr hatten sie das Feuer gelöscht, das bis dahin das Zimmer des 22-Jährigen und Teile des Dachstuhls zerstört hatte.

Obwohl die Häuser in der Brunnenstraße direkt aneinander gebaut sind, konnte die Feuerwehr verhindern, dass die Flammen auf eines der Nachbarhäuser übergreifen. Ein Ehepaar, das in einem angrenzenden Wohnhaus lebt, wurde vorsichtshalber aber trotzdem aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht.

Die Feuerwehr hatte die Flammen zwar schnell unter Kontrolle, bei einem kurzen Einsatz blieb es dennoch nicht: Bis in die frühen Morgenstunden löschte sie letzte Brandstellen, hielt Wache und brachte Brandschutt aus dem Haus nach draußen.

Wie hoch der Sachschaden an dem Wohnhaus finanziell ausfällt, ist noch nicht klar, ersten Schätzungen zufolge dürfte es sich aber um eine Summe von rund 100 000 Euro handeln.

Den Einsatzkräften zufolge hatten Anwohner während der Löscharbeiten bemerkenswerte Mithilfe geleistet. Sie versorgten die Feuerwehr mit Getränken und brachten sogar Stühle für kurze Verschnaufpausen nach draußen.

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