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Bei Kellerbrand: Hausbewohner schlägt Feuerwehrmann nieder

Um 14 Uhr wurde die Feuerwehr am Sonntag zu einem Einsatz nach Großkuchen gerufen. Vor Ort angekommen, wurde ein Feuerwehrmann durch einen Faustschlag niedergestreckt. Aus den Reihen der Feuerwehr heißt es: "Wir sind geschockt"

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Am Sonntagnachmittag ist im Keller eines Wohnhauses in Großkuchen ein Feuer ausgebrochen. Zwei Bewohner sowie ein Feuerwehrmann wurden verletzt.

In der Gartenstraße hatte ein 50-Jähriger im Keller seines Einfamilienhauses einen gemauerten Räucherofen in Betrieb genommen und diesen laut Polizei unsachgemäß mit allerlei Gegenständen befüllt, um diese zu verbrennen. Dabei kam es zu einer starken Rauch- und Hitzeentwicklung, so dass die in unmittelbarer Nähe des Ofens gelagerten Gegenstände zu brennen begannen.

Statt auf das schnelle Eintreffen der Feuerwehr zu hoffen und diese möglichst rasch zum Brandort zu führen, reagierte der Hausbesitzer jedoch völlig anders: Er schlug einem der Feuewehrmänner unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der Feuerwehrmann wurde dadurch unter anderem an der Lippe verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die ebenfalls anwesende Polizei überwältigte den Hausbesitzer daraufhin und nahm ihn in Gewahrsam. Auch er wurde in eine Klinik gebracht. Eine im Haus wohnende 52-jährige Mieterin wurde durch Einatmen des Rauches leicht verletzt und ebenfalls in ärztliche Behandlung übergeben.

Durch den Brand hatte sich so viel Rauch entwickelt, dass auch längere Zeit nach den Löscharbeiten noch belüftet werden musste. Am und im Haus entstand ersten Schätzungen nach ein Sachschaden von ca. 15.000 Euro.
Im Einsatz waren insgesamt 35 Feuerwehrleute aus Großkuchen, Kleinkuchen und aus Schnaitheim.

Feuerwehr-Mitteilung zum Ablauf des Einsatzes

Am Montaggabend äußerte sich die Heidenheimer Feuerwehr per Facebook zu den Geschehenissen: "Wir Kameraden der gesamten Feuerwehr Heidenheim sind sprachlos und geschockt, mit welch einer Aggressivität wir konfrontiert wurden", heißt es in der Mitteilung, in der zudem der Ablauf des Vorgangs geschildert wird, so wie ihn die Feuerwehrangehörigen erlebt hatten.

Nachdem zunächst die Mieterin aus dem Haus gebracht worden war, sei der der Hauseigentümer aus dem Gebäude gekommen und habe "unsere Kameraden aufgefordert, sofort sein Grundstück zu verlassen. Das aggressive Auftreten des Herrn ließ keine weitere Brandbekämpfung zu, sodass die Einsatzleitung den Rückzug anordnete", berichtet die Feuerwehr auf Facebook.

Weiter heißt es: "Auf gutes Zureden reagierte der Eigentümer nicht mehr. Beim Verlassen des Grundstücks verlor der Mann ohne Ankündigung plötzlich die Nerven und schlug mit der geballten Faust unserem Fahrzeugführer ins Gesicht, der ging sofort zu Boden und verlor kurze Zeit das Bewusstsein."




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