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Wo Bürgermeister Stütz und seine Hunde zur Ruhe kommen

Wir haben uns mit den Bürgermeistern an ihren persönlichen Lieblingsplätzen getroffen. Heute: Königsbronns Michael Stütz.

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Wer Königsbronns Bürgermeister Michael Stütz antreffen möchte, noch bevor er morgens seinen Dienst im Rathaus antritt, muss sich warm anziehen. Im Gewann Falchen, einer weitläufigen Freifläche nördlich von Ochsenberg, weht ein rauher Wind. Paco und Pia aber scheint das nicht im Geringsten zu stören: Kaum sind die beiden Deutschkurzhaar aus dem Auto gesprungen, düsen sie auch schon los. Einmal hier am Fuchsbau schnüffeln, einmal dort das Bein heben – und dann ist da ja auch noch dieser Reiher, der es sich in der Ferne auf seinen dürren Beinchen bequem gemacht hat.

Die Verfolgung des grau gefiederten Vogels nimmt aber keiner der beiden Jagdhunde auf – weder der 17-monatige Paco, noch die sechs Monate alte Pia, die Stütz und seine Frau Anja im Alter von etwa zwei Wochen bei sich aufgenommen haben. „Die beiden sind Vorstehhunde“, erklärt Bürgermeister Stütz, Jagdhunde also, die – zumindest im Idealfall – immer dann ruhig stehen bleiben, wenn sie neue Beute wittern. Zudem werden die beiden Zuchthunde aus dem preisgekrönten Anjules-Zwinger in Brandenburg jagdlich ausgebildet.

Mit Paco beispielsweise hat Stütz dieses Jahr bereits an mehreren Prüfungen teilgenommen. „Und er hat alle mit dem ersten Preis bestanden“, sagt das stolze Herrchen und beschreibt: Fast ein Jahr lang habe man täglich auf Schweißprüfung, Veranlagungsprüfung und Co. trainiert – auch im Gewann Falchen.

Auf der Ebene unweit des Windparks Ochsenberg, abseits der letzten Häuserreiehn, gefällt es dem Königsbronner Bürgermeister einfach besonders gut. Die Begründung für diese Vorliebe? „Königsbronn ist ja 70 bis 80 Prozent bewaldet“, sagt Stütz, und das Gewann Falchen eine der wenigen Freiflächen im gesamten Markungsgebiet. Zudem gebe es dort oben einige Dolinen und Hülben – auch das eine Seltenheit im Karstgebiet.

Alles in allem ist der Falchen sehr „reizvoll“, findet Stütz. Und zwar so reizvoll, dass er quasi jeden Morgen um kurz nach 7 Uhr und am Mittag („wenn andere Pause machen und Mittagessen“) die Fahrt vom Wohnort in Itzelberg auf den Ochsenberg antritt, um dort mit seinen beiden Hunden Gassi zu gehen. Etwa eine Stunde lang nimmt sich der Bürgermeister dann Zeit für seine Vierbeiner. „Schließlich brauchen die zwei Hunde ja Bewegung.“ Und der Bürgermeister wohl ein bisschen Ruhe vom alltäglichen Trubel. Lediglich auf ein paar andere Spaziergänger und Hundebesitzer man treffe man dort oben, beschreibt Stütz die Abgeschiedenheit.

Stressig? Wird es nur dann, wenn Pia – wie junge Hunde eben so sind – mal wieder ihre Vorliebe für den Mist auf den Feldern entdeckt.

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