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Wie Neresheim zu Aalen kam

Wohl selten können die geschichtlich bedingten Zusammenhänge und das Entstehen einer kommunalpolitischen Struktur so bestechend recherchiert erlebt werden: Die detaillierte Ausstellung „Ämter – Kreise – Regionen. Die Geschichte des Ostalbkreises“ macht jetzt Station in der ehemaligen Oberamtsstadt Neresheim.

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„Vor 40 Jahren war das ein wildes Ringen um Neresheim zwischen Heidenheim und Aalen“, weiß Landrat Klaus Pavel aus eigener Erfahrung. Das Ergebnis kennt jeder. Doch wie es dazu kam und auch die Rolle Neresheims in der langen Entstehungsgeschichte des heutigen Ostalbkreises zeigt die Jubiläumsausstellung.

Kreisarchivar Dr. Bernhard Hildebrand und sein Kollege Stefan Jenninger haben zum 40-jährigen Bestehen des Landkreises im vorigen Jahr ein großes Werk geschaffen und ein Stück Geschichte der Region eindrücklich, anschaulich und leicht verständlich zum Leben erweckt: Auf großen Schautafeln, reich bebildert und mit viel Hintergrundinformation betrachten sie nicht nur die vergangenen 40 Jahre, sondern spannen einen interessanten und lehrreichen Bogen über 200 Jahre kommunale Entwicklung.

Allerdings beschränkt sich die Ausstellung nicht nur auf die reine Darstellung der geschichtlichen Abläufe, sondern stellt sehr eindrücklich Zusammenhänge dar, beschreibt begangene Wege, zeigt Entwicklungen und macht auch vor verworfenen Ideen nicht halt. Die Schaffung eines „Stauferkreises“ etwa oder die Bildung eines großen „Regionalkreises“ Ostalb – Heidenheim. Eine Idee, die durchaus noch nicht in der Schublade verstaubt ist und deren Realisierung für Neresheim von wahrlich zentraler Bedeutung wäre. „Dann läge die Stadt nicht mehr am Rand, sondern im Herzen des Landkreises“, lacht dazu Stefan Jenninger, der den jüngeren Zeitabschnitt der Ausstellung bearbeitet hat.

Ihre Eröffnungsreden nutzten Landrat Klaus Pavel und Bürgermeister Gerd Dannenmann dann für einen Blick auf die momentane „hervorragende“ Situation in der Stadt und im Landkreis, nutzten aber auch die Gelegenheit, „einmal gegenseitig Danke für das Musterbeispiel kommunaler Zusammenarbeit“ zu sagen.

Einigkeit herrschte dann auch bei der Darstellung des größten Problems der Region: „Die Bayern machen es einfach, nehmen ihr Geld und bauen Straßen. Wir in Baden-Württemberg reden dagegen jahrzehntelang“, fasste Landrat Pavel die speziell auch rund um Neresheim mit dem Zustand der Landesstraßen und auch dem „Schwerpunkt B 466“ prekäre Verkehrssituation zusammen. Starke Worte auf einer starken Ausstellung.

Info Die Ausstellung „Ämter – Kreise – Regionen. Die Geschichte des Ostalbkreises“ ist bis 25. Juni im Rathaus Neresheim zu sehen.

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