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Wie geht’s weiter mit der Kinderbetreuung in Sontheim?

Der Bedarfsplan für das Kindergartenjahr 2017/18 hat den Gemeinderat am Dienstagabend länger beschäftigt als erwartet.

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Der Bedarfsplan für das Kindergartenjahr 2017/18 hat den Gemeinderat am Dienstagabend länger beschäftigt als erwartet. Grund für die ausgiebige Diskussion, die sogar für eine Besprechung innerhalb der Fraktionen unterbrochen werden musste, war allerdings gar nicht so sehr das Kindergartenjahr 2017/18. Vielmehr ging es um die Frage, wie sich die Gemeinde in Sachen Kinderbetreuung mittelfristig aufstellen will.

Nachdem man nämlich bereits im November entschieden hatte, im Alten Rathaus eine weitere Kleinkrippe unter kirchlicher Trägerschaft einzurichten, um dem erwarteten Bedarf gerecht zu werden, wollte die FWV-Fraktion sicher gehen, dass es sich bei diesen sieben Plätzen lediglich um ein Provisorium handelt. Mittelfristig solle man die Unterbringung einer dritten Krippengruppe für Unter-Dreijährige im Franziskuskindergarten prüfen, so der Vorschlag von Jonas Pürckhauer. Damit nämlich hätte der Franziskuskindergarten, im Vergleich zum Kinderhaus In der Au und dem Brenzer Kindernest – beide beherbergen bereits jetzt Krippengruppen – keinen Standortnachteil mehr.

Letztlich zeigten sich mit diesem Vorschlag auch die anderen Fraktionen einverstanden: Der Bedarfsplanung inklusive Pürckhauers Zusatz zur mittelfristigen Prüfung aller Möglichkeiten wurde mit großer Mehrheit zugestimmt. Lediglich Bernd Moser (CDU) votierte mit Nein. Man wolle den Gedanken auf jeden Fall im Kopf behalten, versicherte Bürgermeister Matthias Kraut. Denn: Man berate ja ohnehin jedes Jahr aufs Neue über die Bedarfsplanung für die Kinderbetreuung.

Die Entscheidung für die Kleinkrippe im Alten Rathaus und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kinderhaus jedenfalls sei keine falsche gewesen. Andernfalls nämlich wäre man das Risiko eingegangen, die Plätze trotz des geltenden Rechtsanspruchs nicht anbieten zu können.

Arbeiten am Alten Rathaus

Nach einer Prüfung des Alten Rathauses durch Mitarbeiter des Kommunalverbands für Jugend und Soziales ist man dort übrigens schon einen guten Schritt vorangekommen: Angebote für die nötigen Bauarbeiten wurden von der Verwaltung bei örtlichen Firmen eingeholt und deren Vergabe am Dienstag vom Gemeinderat genehmigt. Insgesamt müssen für Schreiner-, Elektro-, Fliesen-, Sanitär-, Boden- und Malerarbeiten sowie für Möblierung und Zaunanlage rund 59 000 Euro eingeplant werden. Nach Abzug von Fördergeldern muss die Gemeinde davon etwa 17 000 Euro übernehmen.

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