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Wenn das Bier aus dem Dorfbrunnen fließt

Am Wochenende floss es wieder – das Bier aus dem Dorfbrunnen. Zwei Tage wurde im Dorf munter gefeiert.

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Zogen beim Dunstelkinger Bierbrunnenfest wieder kräftig vom Leder: die beiden „Duracell-Ladies“ Margit Raunft und Andrea Kauf (von links). Zuvor hatte Christoph Hald am Dorfbrunnen das Bier zum Fließen gebracht. Weitere Fotos unter www.hz-online.de/bilder  Foto: 

Heuer war es Brauereichef Christoph Hald, der zum Bierbrunnenfest den Bieranstich vornahm. Begleitet von den „Duracell-Ladies“ Margit Raunft und Andrea Kauf, die als Hopfenköniginnen vom Härtsfeld prachtvoll aussahen in langen dunkelblauen Roben und mit Hopfen verzierten Diademen und Schärpen, betonte Hald, dass dieses Jahr 500 Jahre Reinheitsgebot gefeiert und in Dunstelkingen seit 352 Jahren Bier gebraut wird. Dann klopfte er auf den Bierhahn am festlich geschmückten Bierbrunnen und nach Wasser sprudelte der Gerstensaft kühl in die Glaskrüge: Die ersten 30 Liter waren Freibier. Der Musikverein Dunstelkingen spielte dazu zünftige Blasmusik und schon war Stimmung da.

Anschließend hatten die drei- bis sechsjährigen Kinder vom FC Dunstelkingen-Frickingen unter der Leitung ihrer Trainerinnen Corinna Wachter, Alex Forisch, Anja Reichert und Annika Stumpf ihren großen Auftritt. Zum Titel „La Ola“, ganz im Zeichen des Fußballs, wurde getanzt und die stolzen Eltern, Großeltern und anderen Zuschauer spendeten reichlich Applaus.

Im Festzelt wurde derweil schon kräftig gegessen und getrunken und der Musikverein unterhielt die Gäste. Die Sportvereinskinder im Alter von sechs bis zehn Jahren präsentierten sich mit dem Titel „Sportinator“ – alles noch im Nachklang zur Fußball-EM. Einstudiert hatten die Darbietung Nadine Deffner, Tina Heigl, Tina Kapfer und Sibylle Schiele.

Schließlich hatten die beiden erwarteten respektlosen Damen wieder ihre große Stunde: der Auftritt der „Duracell-Ladies“. Was ein Jahr lang an Gegebenheiten und Vorfällen gesammelt worden war, kam geballt zum Vortrag. So wurde von einer Frau berichtet, die Gebäck zubereitet hat, dieses dann mitnahm, den Backofen zum Auskühlen offen ließ und nach mehreren Stunden heimkam in eine wohlige Wärme, da sie vergessen hatte, den Backofen auszuschalten.

Sodann kam auch das Pech des jungen Familienvaters zur Sprache, der einen Pack von zehn Liter Apfelsaft ins Haus tragen wollte, über den Hund Frieda stolperte, den Pack auf den Hund fallen ließ, der Hund patschnass wurde und sich dann im großen Wohnzimmer schüttelte: Eine Generalreinigung der Wohnung stand an.

Oder es wurde vom Landwirt berichtet, der mit dem Traktor samt Frontlader-Schaufel den Stall ausmisten wollte. Die Schaufel ging schwer, er holte in der Garage ein Spray und sprühte die Schaufel ein. Damit ging es leichter. Als dann der Sohn kam und verwundert fragte, weshalb denn die Schaufel so glänzen würde, zeigte sich, dass der Landwirt statt Caramba das Silberdioxyd erwischt hatte. Die „Duracell-Ladies“ dazu: „Zum Glück ist ihm das nicht mit Intimspray passiert, sonst würde er sagen: Nicht glänzen sollst du, sondern arbeiten.“

Auch Ortsvorsteher Bernd Pappe bekam sein Fett weg, hatte er doch ein Fahrrad ausgeliehen, bei dem die Bremse ging und stieg dann über den Lenker ab: „The Flying Berndi“.

Zum Abschluss sangen die beiden Damen noch ein Loblied auf das „Härtsfelder Bier“ und unter viel Applaus verließen sie die Bühne. Anschließend sorgte der Musikverein weiter für Unterhaltung.

Am gestrigen Sonntag waren Frühschoppen und Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angesagt und auch hier spielte der Musikverein Dunstelkingen. Abends unterhielt zum Festausklang der Musikverein Elchingen.

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