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Was wird aus der Begegnungsstätte?

Stadtverwaltung und DHBW haben die Nutzung der Begegnungsstätte an der Mühlstraße untersucht. Deren Bekanntheitsgrad ist erheblich geschwunden.

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Ein gutes Konzept noch besser zu machen: Dieser Aufforderung stellen sich seit Dienstagabend rund 50 Herbrechtinger Bürger. Am Ort der Begegnungsstätte an der Mühlstraße ging es an mehreren Runden Tischen um deren Zukunft. Keineswegs aber um einen Umzug. „Die nächsten fünf Jahre wird die Begegnungsstätte im Karl-Kaipf-Heim bleiben versicherte Bürgermeister Dr. Bernd Sipple beunruhigten Nutzern dieser Einrichtung.

Denn dass Stadtverwaltung und Rotes Kreuz das Träger des Karl-Kaipf-Heims miteinander im Gespräch sind über einen möglichen Ausbau der Alteneinrichtung, war nicht unbekannt geblieben. Diese Zusage, dass es in den nächsten fünf Jahren nicht zu einer Veränderung komme, so Sipple, könne er auch namens des DRK geben.

Zeitlich näher umsetzbar sollten aber die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Vorschläge sein. Denn wie eine Studentengruppe der Dualen Hochschule Heidenheim unter Prof. Dr. René Gründer ermittelt hat, welche seit März dieses Jahres im Auftrag der Stadtverwaltung die Begegnungsstätte näher betrachtet, hat die 1998 ins Leben gerufene Begegnungsstätte an Bekanntheit verloren. Mehr als zwei Drittel der gut 50 von den Studenten in Herbrechtingen befragten Personen konnten mit einem Foto des Eingangsbereiches nichts anfangen. Erst in der Altersgruppe über 60 identifizierte jeder zweite die Begegnungsstätte.

Eine Untersuchung der Nutzung der Räumlichkeiten, die sich auf 600 Quadratmeter Fläche erstrecken, hat zudem ergeben, dass es vor allem an den Vormittagen noch sehr viel Reserven gibt – auch wenn dies von den Personen, die sich regelmäßig hier treffen anders wahrgenommen wird.

Bürgermeister Sipple erinnerte die Teilnehmer der Ideenwerkstatt, dass es vor 16 Jahren die Professorin Dr. Ute Leitner und Studenten der damaligen Berufsakademie gewesen waren, welche „die Impulse gegeben haben, zu etwas, was bis heute funktioniert.“ Umso enttäuschender wäre es für Sipple, wenn jetzt das Leben hier „tröpflesweise versichern würde.“

Auch daran erinnerte Bürgermeister Sipple: Sein Vorgänger im Amt Peter Kiefner habe die Vision einer Begegnungsstätte im Altenheim gehabt, als das DRK die Planungen dafür vorgelegt habe. Heute müsse die Fragestellung aber lauten: „Sind wir noch auf dem richtigen Weg.“

„Oder treffen sich hier immer nur noch dieselben Leute“, wie Prof. Dr. René Gründer nachhakte. Anspruch der Begegnungsstätte sei gewesen, dass Herbrechtinger über 60 Jahre das Programm für dieses Haus machen. Heute fühle man eher den Nachwuchsmangel.

Aus den Experteninterviews, welche die Studenten geführt hätten, wisse man, dass die Einrichtung Jüngere kaum noch anspreche, dass aktive Sportarten vermisst würden, dass mehr Bildungsangebote gewünscht würden und auch eine fachliche Betreuung. An sechs Tischen in zwei Runden wurden Vorschläge und Anregungen für diese Themenkreise gemacht: Neue Angebote, der Betrieb eines Bürgerbusses, Öffentlichkeitsarbeit, Kunst, Kultur und Bildung als weitere Schwerpunkte, Sport und aktive Freizeitgestaltung. Gerne sollten auch darüber hinaus Vorschläge gemacht werden. „Vielleicht fehlt einfach ein pfiffigerer Name“, fragte sich Gründer.

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