Partner der

Was in Herbrechtingen so alles (um)gebaut wird

Die Handwerkerferien neigen sich langsam aber sicher ihrem Ende zu. Spätestens ab dem 25. August geht auf vielen Baustellen der Betrieb weiter, sofern er in den vorangehenden Wochen überhaupt ruhte.

|
Auch während der Sommer- und Ferienzeit wird neu gebaut, saniert, erweitert, umgestaltet (von links oben im Uhrzeigersinn): Kloster Herbrechtingen, alte Eselsburger Kläranlage, Bibrishalle, Stadtgarten, Otto-Merz-Straße.  Foto: 

Die Sanierung der Herbrechtinger Ortsdurchfahrt schritt auch während der ersten zweieinhalb Ferienwochen voran, damit als Fertigstellungstermin Ende September gehalten werden kann.

Fortschritte lassen sich auch am neuen Kleinkinderspielplatz im Stadtgarten erkennen. Die Anlage ersetzt die Spielfläche hinterm Hof der Bibrisschule, die aus verschiedenen Gründen aufgegeben wurde. Zum einen entsprachen die Geräte aufgrund ihres Alters von mehr als 30 Jahren nicht mehr den heutigen Anforderungen, zum anderen kamen sich als Folge des Standorts immer wieder Schüler und kleinere Kinder in die Quere.

Überdies blieben insbesondere nach dem Stadtfest regelmäßig Spuren der Verwüstung zurück. Die zentralere Lage soll solchen Auswüchsen künftig vorbeugen. Wie direkt bei den Spielgeräten werden auch beim Boule-Feld Bänke aufgestellt.

Kläranlage wird Lernort

Soll diese Annehmlichkeit dazu führen, dass mehr Menschen den Weg in Herbrechtingens große innerstädtische Grünanlage finden, so gilt Vergleichbares für die Fläche rund um die alte Eselsburger Kläranlage. Nach dem Anschluss des Kanalnetzes ans Mergelstetter Klärwerk nicht mehr in der bisherigen Form benötigt, wird sie voraussichtlich bis Oktober zu einem sogenannten Lernort an der Brenz umfunktioniert.

Hintergrund: An einem knappen Dutzend Stellen zwischen der Quelle und der Mündung des Flusses in die Donau sollen als Teil eines touristischen Konzepts auf Landkreisebene Informationen über Fauna und Flora geboten werden. Nach den Handwerkerferien, so sieht es die Planung vor, beginnen Mitarbeiter des Herbrechtinger Bauhofs mit der Umgestaltung des Kläranlagengebäudes. Die von einem Gestaltungsbüro in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt erarbeitete Konzeption beinhaltet unter anderem Schautafeln mit Angaben über den Biber. Hinter Glas soll ein Modell über den Aufbau einer Biberburg informieren.

Kein direkter Zugang zur Brenz

Aus naturschutzfachlichen Gründen, so Stadtbaumeister Dieter Frank, wurde die Überlegung zu den Akten gelegt, einen direkten Zugang zur Brenz zu schaffen. Stattdessen soll ein kleiner Seitenarm angelegt werden, der bis nahe ans Gebäude heranreicht. In noch einer Hinsicht spielt Wasser eine Rolle: Angetrieben durch eine Solarpumpe wird es über eine 170 Zentimeter hohe Stele fließen, die als Meisterarbeit in einem Herbrechtinger Steinmetzbetrieb entsteht. Zur Baustelle geraten ist derweil auch das Herbrechtinger Kloster. Auf der Nordseite wurde ein Gerüst angebracht, weil zwölf Jahre nach seiner Sanierung das Fachwerk Schäden aufweist. „Offen ist es natürlich deutlich empfindlicher als zugegipst“, erläutert der Beigeordnete Thomas Diem, der auf einen öffentliche Zuschuss für die Arbeiten hofft. Immerhin sei nach heutigem Wissensstand seinerzeit bei der Instandsetzung „nicht alles optimal gelaufen“, unter anderem für Ausbesserungsarbeiten nicht hinreichend widerstandsfähiges Fichtenholz verwendet worden.

Aufs Dach gestiegen wird zwei nicht weit entfernt stehenden Gebäuden: Unabhängig von einem möglichen Neubau beim Bibris-Sportzentrum muss das Flachdach der Bibrishalle teilweise neu abgedichtet werden. Weil nach Niederschlägen regelmäßig Regen eindringt und sich Pfützen auf dem Boden bilden, die ein großes Verletzungsrisiko bergen, ist aus Sicherheitsgründen ein rasches Eingreifen geboten.

Ihre Spuren haben die Launen der Natur auch am Rathaus hinterlassen. Nachdem die Stürme der jüngeren Vergangenheit Schäden verursachten, müssen nun Firstziegel ausgetauscht werden.

Geschwindigkeits-Hubbel wird entfernt

Auch in der Bibrisschule sind die Handwerker zugange. Weil im Roten Haus ein Aufenthaltsraum für den Hort benötigt wird, muss die um eine Dreiviertelstelle aufgestockte Schulsozialarbeit ausziehen. Sie kommt im früheren Rektorat der nach Bolheim verlegten Förderschule unter.

Auch im Tiefbau tut sich in den kommenden Wochen einiges. Während der Umbau der Langen Straße einschließlich Brückensanierung Ende September abgeschlossen sein soll, ziehen sich die Arbeiten an der Otto-Merz-Straße, die in ihrem südlichen Abschnitt bereits ein neues Gesicht erhalten hat, noch bis Jahresende hin. In einem weiteren Schritt wird die „Schanze“ im Kreuzungsbereich zwischen Weberstraße, Bindsteinweg und Otto-Merz-Straße entschärft.

In der Weststraße soll das Verlegen neuer Leitung bis Ende Oktober über die Bühne gegangen sein, während die Bauverwaltung das Ende der Arbeiten an der Bolheimer Uferstraße bereits für Ende September anpeilt. Der Feinbelag wird dort allerdings erst kommendes Jahr eingebaut.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

11-jährige Leonie Hecke könnte die „Goldene Miniköchin 2017“ werden

Die elfjährige Leonie Hecke hat die Chance „Goldene Miniköchin 2017“ zu werden. Sie darf als eine der besten 15 nach Berlin zum Gala-Abend fahren und ihr nachhaltiges Menü vorstellen. weiter lesen

22M4W