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Warum Rauchmelder Leben retten

KREIS HEIDENHEIM. Der Freitag, der Dreizehnte, gilt bundesweit als Tag des Rauchmelders. Diese Geräte melden sich lautstark, falls mehr als zehn Prozent eines Raumes sich mit Rauch gefüllt haben. Für die Menschen besteht dann immer noch genug Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Rauchmelder in Wohnungen und Wohnhäusern sind seit Juli 2013 Pflicht, betont Kreisbrandmeister Rainer Spahr.

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Der oberste Feuerwehrmann im Kreis Heidenheim mahnt: Am 31. Dezember läuft die Frist ab, nach der alle Wohnhäuser bzw. Wohnungen mit Rauchmeldern ausgerüstet sein müssen. Diese Rauchwarnmelder gibt es in unterschiedlicher Ausführung. Ganz wichtig ist, dass sie eine CE-Kennzeichnung haben und der technischen DIN EN 14604 entsprechen.

In Deutschland dürfen nur noch solche Produkte in den Handel kommen, die die erwähnten Kennzeichnungen haben. Es gibt Rauchmelder, die beziehen den Betriebsstrom aus einer 9-Volt-Batterie. Diese hält normalerweise mehr als ein Jahr. Geht die elektrische Energie zur Neige, meldet sich das Gerät mit kurzen Pieptönen in einem längeren Abstand.

Die etwas teureren Rauchmelder verfügen über eine Langzeitbatterie, die jedoch nicht ausgewechselt werden kann. Die Lebenszeit dieser Rauchmelder ist nach zehn Jahren definitiv vorbei.

Für den Fall, dass Rauch in einem Raum aufsteigt, wird der Rauchmelder mit einem ohrenbetäubenden Dauerton auf sich aufmerksam machen. Durch solche Rauchmelder konnten schon viele Leben gerettet werden, sagte Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall gegenüber unserer Zeitung.

Selbst als Regierungsmitglied rückt Gall als Feuerwehrmann aus, sollte in seiner Heimatgemeinde die Feuerwehr gebraucht werden. Nach Galls Angaben kommen in Baden-Württemberg im Jahr zwischen 50 und 60 Menschen ums Leben, weil sie im Schlaf von Feuer und Rauch überrascht wurden und keinen Rauchmelder installiert hatten: „Im Brandfall sind Rauchmelder echte Lebensretter. Sie verkürzen die Zeit der Brandentdeckung“ und haben den Vorteil, dass in einem sehr frühen Stadium der Brandentwicklung bereits über Notruf 112 die Feuerwehr alarmiert werden kann, betont der SPD-Politiker.

Kreisbrandmeister Rainer Spahr zitierte aus der Landesbauordnung, wonach Rauchwarnmelder überall dort vorhanden sein müssen, wo Menschen schlafen. Innerhalb der Wohneinheit müssen Rauchmelder auch dort betrieben werden, wo sich die Rettungswege befinden. Es empfiehlt sich aber auch Räume abzusichern, in denen Bürogeräte (Computer usw.) oder aber Fernsehapparate und anderes vorhanden sind. Kinderzimmer oder die Waschküche sind außerdem Räume, in denen öfters schon Feuer ausgebrochen ist.

Auch im Kreis Heidenheim starben Hausbewohner eher an Rauchvergiftungen denn an Brandverletzungen. Groß ist die Zahl derer, die Notarzt und Rettungsdienst wegen erlittener Rauchvergiftung retten konnten.

Wer schläft, sei nicht in der Lage, den hochgiftigen Rauch rechtzeitig zu riechen. Deshalb, so Spahr, sollte einem das Geld für die Anschaffung von Rauchmeldern wert sein. Und dies, damit der Freitag, der Dreizehnte, nicht zum Unglückstag wird.

Weitere Informationen zum bundesweiten Tag des Rauchmelders gibt es im Internet unter www.rauchmelder-lebensretter.de

Feuer verhindert hat erst gestern ein Rauchmelder in Hermaringen. Gegen 7.30 Uhr schlug das Gerät wegen eines defekten Toasters Alarm und die Feuerwehr rückte aufgrund zunächst unklarer Rauchentwicklung in der Ringstraße mit einem Fahrzeug und neun Mann an. Ihr Einsatz konnte sich jedoch auf kräftiges Lüften des Gebäudes beschränken. gst

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