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Viel Beifall bei Reiter-Gala in Zang

Ein Ereignis der besonderen Art ging am Samstagabend in der Reithalle in Zang über die Bühne. Der Reit- und Fahrverein lud zu seiner ersten Reiter-Gala. Rund 650 Besucher strömten herbei. Im Mittelpunkt der dreistündigen Show standen Reiter und Pferde, die das Publikum mit Action, Akrobatik und Eleganz überraschten.

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Es gab an diesem Abend kaum einen Aspekt des Reitsportes, der nicht seinen Niederschlag in den Darbietungen gefunden hätte. Los ging es mit dem eigenen Vereinsnachwuchs. Unter der Leitung von Herbert Gseller boten die jungen Reiterinnen einen Einblick in die klassische Springausbildung. Die Hindernisse wurden scheinbar mühelos übersprungen. Deutlich wurde aber auch die harte Arbeit, die hinter solchem Gelingen steht.

Was fürs Auge bot Jana Haase mit ihrem Pferd „Lord Drenton“, einem stattlichen, rabenschwarzen Friesenhengst mit langem Schweif. Ross und Reiterin schienen wie miteinander verwachsen zu sein, als sie dem Publikum Auszüge aus der klassischen Dressur mit großer Eleganz und Akkuratesse vorführten.

Die nächste Darbietung entführte die Zuschauer in den Süden Frankreichs und nach Spanien. Unter dem Motto „Camarque meets Spain“ hatte sich mit Eleonore Kaupp und Fabian Hellstern ein perfekt aufeinander abgestimmtes Duo zusammengefunden. Ihr Requisit war die Garroche, eine rund dreieinhalb Meter lange Stange. Kunstvoll wurde das Hauptarbeitsgerät der berittenen Rinderhirten in die tänzerischen Bewegungen der Pferde eingebunden.

Die Pferde zum Tanzen bringen – dies ist auch die Leidenschaft von José Santiago und Edmund Neumann. Und sie beherrschen ihr Metier in Perfektion. Unter ihren Händen zeigten die andalusischen Rassepferde ihre ganze Ausdrucksstärke. Filigrane Ballettfiguren wechselten sich ab mit kraftvollen Ausbrüchen im Galopp.

Ganz anders ging es beim Westernreiten auf und zu – einer weiteren populären Spielart des Reitsports. Gabi Resch hob sich schon allein durch ihr Ghostrider-Kostüm von allen anderen Reitern ab. Und filigran ging es bei ihrer Darbietung auch nicht eben zu. Dafür entlockte sie ihrem Pferd nicht minder verblüffende Bewegungen. Dazu gehörte zum Beispiel der Spin. Dabei bewegte sich das Pferd sehr schnell um die eigene Achse, was allein beim Zusehen schon Schwindel erregen konnte. Nicht minder verblüffend war der Sliding Stop. Dabei stoppte das Pferd aus dem Galopp abrupt in den Stand ab.

Dass man auch ganz ohne Sattel, Zügel und Saumzeug auskommen kann, stellte Eleonore Kaupp in ihrer Freiheitsdressur unter Beweis. Dabei lag die Betonung eindeutig auf Freiheit. Pferd und Mensch gingen hierbei eine im wahrsten Sinne des Wortes zügellose Verbindung ein. Die Akteurin ließ ihr Pferd nicht tanzen, sondern tanzte mit ihm. Und nicht nur dieses, zum Zeichen ihrer innigen Verbundenheit knutschen sich Wallach und Mensch auch noch mehrmals leidenschaftlich – eine ziemlich schlabberige Angelegenheit.

In ihrer Schwarzlicht-Voltigiershow zeigte der Vereinsnachwuchs den Umgang mit dem hölzernen Pferd. So können schon die Kleinsten spielerisch den Umgang mit einem richtigen Pferd lernen. Dass auch dies viel Spaß machen kann zeigten die Mädchen mit ihren akrobatischen Einlagen. Inzwischen wurden draußen vor der Reithalle schon einmal die ersten Feuertöpfe entzündet. Denn das Finale der ersten Zanger Reitergala sollte wirklich funkensprühend werden.

Das „Duo Inflammable“ aus Stuttgart und die Gruppe „Lord of the Fire“ aus Kulmbach hatten sich zusammengetan, um den Zuschauern zum Höhepunkt der Gala eine Feuershow der Superlative zu bieten. Die Reiterinnen Julia und Sandra mischten auch noch mit. Wer bisher glaubte, Pferde seien wasser- und feuerscheu, musste sich eines besseren belehren lassen. Die Kombination aus Pferde- und Feuershow erwies sich als einzigartig und wurde vom Publikum immer wieder mit Beifallsstürmen bedacht.

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