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Über 30.000 Besucher beim Brezgenmarkt

Traumhaftes Wetter sorgte am Sonntag für Riesenandrang. Die Shuttle-Busse konnten zeitweise nicht alle mitnehmen, die an den Haltestellen warteten. Zahlreiche Parkplätze waren schon um die Mittagszeit komplett belegt.

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Riesenandrang am Palmsonntag gestern im Hungerbrunnental: Bei herrlich warmem Frühsommerwetter lockte der Heldenfinger Brezgenmarkt die Massen an – zum Bummel entlang der Verkaufsstände oder auch zu einer schwungvollen Tour in der Schiffschaukel. Weitere Fotos unter www.hz-online.de/bilder.  Foto: 

So einen gewaltigen Andrang wie am Palmsonntag hat der Jahrhunderte alte Brezgenmarkt noch nie erlebt. Davon zeigten sich etliche „alte“ Heldenfinger überzeugt. Nach Schätzungen waren es über 30 000 Besucher. Ein großer Teil davon kam zu Fuß, das eigene Auto nutzende Gäste mussten sich mühsam ein freies Plätzchen auf den Parkplätzen suchen.

Hermetisch war das Hungerbrunnental abgeriegelt, Feuerwehrleute und vereinzelt Polizei sorgten dafür, dass keiner trotzdem in die Nähe des Marktes fuhr. Zum Preis von einem Euro pro Nase wurden die Marktbesucher per Bus im Pendelverkehr zum Brezgenmarkt gefahren und hernach wieder zurück nach Altheim, Heldenfingen oder Heuchlingen gebracht.

Feuerwurst von der Feuerwehr

Großen Einsatz aber hatte auch das Rote Kreuz. Und dies nicht nur an seinem Marktstand, an dem die Hungrigen gespeist wurden. Feuerwurst servierte die Feuerwehr Heldenfingen. Der Musikverein Heldenfingen gab seinen Gästen etwas auf die Ohren – viel Beifall gab es für die Unterhaltungsmusik. An den Hängen des Tals saßen die Fans des Musikvereins und hatten viel zu gucken und vermutlich kein Auge für den blühenden Enzian und die Veilchen im Trockenrasen.

Etliche Vereine nicht nur aus Heldenfingen waren bei den geschätzten 180 Marktständen vertreten. Reichlich zu tun hatten die, die das Heldenfinger Nationalgebäck, die Palmbrezeln, in unterschiedlichster Größe im Angebot hatten. Der Albimkerverein warb für den Fortbestand der Bienen, die Ulmer Eisenbahnfreunde verteilten Prospekte: Schließlich startet am 30. April die Fahrsaison der Museumsbahn. Die Zeltkirche war mit ihrem Bus-Café 300 anwesend. In der Nähe der Hungerbrunnenquelle, in der heuer keiner nasse Füße bekam, war eine Schiffschaukel in Betrieb.

Strohhüte sehr begehrt

Und das Sortiment neben diversen Essensständen? Strohhüte waren der Renner, Kittelschürzen nicht. Dafür gab es bunte Kleider und quengelnde Kinder vor Spielzeugständen. Faszinierend aber auch, wie vielgestaltig heute Luftballons daher kommen. Da und dort wurde Handwerkliches feilgeboten oder sogar ornamentreiches und farbenprächtiges Geschirr für den Frühstückstisch.

Es war dies auch der Brezgenmarkt, an dem mit Masse Sonnenschirme gebraucht wurden. Bäckermeister Horst Banzhaf hatte am Samstag um 21.30 Uhr mit dem Backen von Palmbrezeln angefangen und am gestrigen Sonntag um 15 Uhr wurden von den sechs Bäckern die letzten Bleche in den Ofen geschoben. Nun hoffte er, bis Marktende auch alles verkauft zu haben – am Stand im Hungerbrunnental. „So turbulent war kein Markt zuvor“, sagte Banzhaf. Seit 27 Jahren ist der Heldenfinger dem Brezgenmarkt treu.

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