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Trauer um großen Wohltäter Wilhelm Kaufmann

Die schwere Krankheit ist zurück gekommen und nun hat sich der Lebenskreis von Wilhelm Kaufmann geschlossen. Der große Förderer der Feuerwehr und des Musikvereins Steinheim starb im 78. Lebensjahr.

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Der Träger des Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Silber und in Gold sowie der Ehrennadel der Jugendfeuerwehren, Wilhelm Kaufmann, ist tot.  Foto: 

Die Betroffenheit ist groß in Steinheim, bei den Jugendfeuerwehren im Kreis Heidenheim, beim Musikverein und bei der Feuerwehr Steinheim. Wilhelm Kaufmann war ein großer Wohltäter. Als 2010 seine Feuerwehr auf 150 Jahre Dienst am Mitmenschen zurückblickte, schenkte der „Helm“, wie sein Spitzname war, der Wehr einen fünfstelligen Betrag für eine Wärmebildkamera. Den Jugendfeuerwehren im Landkreis spendierte er einen Geräteanhänger, mit dem alle Dinge transportiert werden, die ein erfolgreiches Küchenteam für das große Zeltlager braucht (siehe auch Bericht unter Heidenheim über den Auftakt des Kreiszeltlagers). So war Kaufmann, der 1955 in die Freiwillige Feuerwehr Steinheim eintrat und 1996 nach 41 Dienstjahren als Löschmeister verabschiedet wurde, über all die Jahre immer wieder für eine monetäre Überraschung gut.

Das Land dankte dem gelernten Maurer und späteren Polier mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und in Gold, der Kreisfeuerwehrverband zeichnete ihn mit dem Ehrenkreuz in Silber und 2013 mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehren aus.

Zum letzten Male im Rampenlicht stand Wilhelm Kaufmann beim Frühjahrskonzert des 110 Jahre alt gewordenen Musikvereins Steinheim, dem er seit 50 Jahre als passives Mitglied verbunden ist. Die von Kaufmann bezahlte Auftragskomposition „Meteoritmo“ erzählt die Entstehung des Meteorkraters Steinheimer Becken. Dafür gab es donnernden Applaus von vielen Hundert Fans, die der Musikverein Steinheim hat.

Beim Reit- und Fahrverein trauert man um ein Ehrenmitglied, das einst mit Rudolf Laible, Hans Fähnle und Jakob Fähnle, dazu noch vielen anderen, die Reithalle am Zanger Weg errichteten. Selbst im Ruhestand kannte Kaufmann kein Rasten, half hier, half da und beeindruckte durch seine scharfes Auge. Jede Schräge erkannte er und sein kleiner Zollstock aus der Hosentasche bewies, dass spätere Maurer-Generationen nicht genau gearbeitet hatten.

Gerne war der „Helm“ nicht nur auf seinem Fahrrad im Dorf unterwegs. Zuletzt besuchte er im Mai mit der Steinheimer Feuerwehr-Delegation Novoselo, wo die dortige Feuerwehr Jubiläum feierte.

Eine schwere heimtückische Krankheit, die ihn vor etwa zehn Jahren für Monate aufs Krankenlager zwang, hatte der tapfere Mann überwunden. Leider kam sie jetzt wieder zurück und beendete das Leben eines durchaus zu Spässen aufgelegten Wohltäters.

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