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Tauziehen vorerst zum letzten Mal

Gut 350 Menschen waren begeistert, als am Samstagnachmittag auf dem Bergenweiler Festplatz etwa 150 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Heidenheim und dem benachbarten Bayern zum Tauziehen antraten. Den Sieg trug souverän Ochsenberg davon.

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  • Elf Tonnen wiegt das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Sontheim, das Bächinger Feuerwehrleute mit dem Seil vorwärts bewegen. 1/2
    Elf Tonnen wiegt das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Sontheim, das Bächinger Feuerwehrleute mit dem Seil vorwärts bewegen. Foto: 
  • Gegen die Kräfte der Ochsenberger Feuerwehr hatte beim Tauziehwettbewerb in Bergenweiler kein anderes Team etwas entgegenzusetzen. 2/2
    Gegen die Kräfte der Ochsenberger Feuerwehr hatte beim Tauziehwettbewerb in Bergenweiler kein anderes Team etwas entgegenzusetzen. Foto: 
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Dieser sportliche Wettkampf, bei dem sechs Personen große Mannschaften gegeneinander zum Tauziehen antreten, wurde vorerst zum letzten Male ausgetragen. „Ob sich die Attraktivität der Veranstaltung überlebt hat?“ Uli Steeger, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes und Kommandant der ausrichtenden Feuerwehr Bergenweiler, klang ziemlich enttäuscht. Bei der feierlichen Eröffnung kündigte er eine schöpferische Pause an: „Die Wanderpokale gehen diesmal endgültig in den Besitz der Mannschaft über, die heute den Sieg davonträgt.“

Als zur Eröffnungsfeier die Mannschaften auf dem Festplatz angetreten waren, war es augenfällig: Vor 20 Jahren hatte der Platz bei der Eröffnungsfeier kaum ausgereicht. In diesem Jahr trat nur noch ein Drittel der Mannschaften an, die einst bei der Premiere dabeigewesen waren. Dabei geht es doch um Kameradschaftspflege, hatte Steeger betont.
 

Bürgermeister Matthias Kraut nahm in seinem Grußwort gerade Steegers letzten Gedanken auf und fand es dennoch gut, dass sich bei dieser Gelegenheit Feuerwehrleute von beiderseits der Landesgrenze treffen. Den Wettkämpfern wünschte das Gemeindeoberhaupt genug Stehvermögen und dankte der gastgebenden Feuerwehr, allen voran Uli Steeger, dass sie so eine spannende Veranstaltung möglich machen.

Nach dem strengen Reglement des Tauziehens geht es zu. Turnleiter Uwe Welsch (Affalterried) passte sehr genau auf. Tauziehen ist seit Ende des 19. Jahrhunderts eine sportliche Angelegenheit. Das wussten aber auch schon jene, die 500 vor Christi Geburt in Griechenland oder auf Neuguinea zum Kräftemessen mit einem dicken Seil antraten.

Groß war die Zahl der Pokale, die als Lohn auf die Wettkämpfer warteten. Während das Tauziehen auf grüner Wiese für Mannschaften bis auf weiteres nicht mehr ermöglicht wird, soll mit dem Feuerwehrfahrzeug-Wettziehen eine neue Möglichkeit des „an-einem-Strang-Ziehens“ eröffnet werden. Die hier erstmals ausgelobten Wanderpokale müssen also in Bergenweiler in zwei Jahren von den diesmal beteiligten Mannschaften verteidigt werden.

Während in der Leichtathletik die Läufer mit dem Kommando „Auf die Plätze, fertig, los“ starten, gilt bei den Feuerwehren und dem Fahrzeugziehen das klassische „Wasser marsch“. Die Läufer müssen in entsprechender Montur 30 Meter zu dem Fahrzeug – einem Siebentonner oder einem Elftonner – spurten, an dem ein dickes Seil befestigt ist. Hinter dem Lenkrad sitzt ein Maschinist, der lenkt und nur im extremen Notfall auf die Bremse treten wird. Passiert das Feuerwehrauto mit der Vorderachse die Lichtschranke, dann gilt das Ziel als durchfahren. Die Mannschaften mussten insgesamt dreimal das Feuerwehrauto gezogen haben. Die beiden besten Ergebnisse wurden zur Gesamtwertung addiert.

Beim Tauziehen erwiesen sich einmal mehr die Ochsenberger als die, die sich ochsenstark in das Seil stemmten und alle in Grund und Boden zerrten, die ihnen entgegenstanden. Der längste Zug dauerte eine Minute und fünf Sekunden: Dabei waren Riedheim-Weißingen und Asselfingen die Gegner. Der kürzeste Zug währte gerade fünf Sekunden: Da hatten die Söhnstetter die Weißinger über die Ziellinie gezogen. In der Klasse Jugendfeuerwehr erkämpfte sich Söhnstetten vor Weißingen den Wanderpokal. Bei den Einsatz-Abteilungen sahen die Finalplatzierungen wie folgt aus: Ochsenberg, Söhnstetten, Asselfingen und Weißingen. Asselfingen hatte also den 2011 ergatterten Wanderpokal nicht verteidigen können.

Beim Ziehen eines Feuerwehrautos trugen sich erstmals in der Siegerliste seitens der Jugendfeuerwehren ein: Bächingen mit einer Gesamtzeit von 47,58 Sekunden, vor Söhnstetten (51,62) und Riedheim-Weißingen und Riedhausen.

Bei den Einsatz-Abteilungen hatte ganz knapp Bergenweiler mit 51,01 Sekunden den ersten Rang erreicht vor Ochsenberg (51,48) und Kleinkuchen (52,32). Rang 4 ging an Weißingen, Bächingen wurde Fünfter, Sontheim Sechster und Söhnstetten Siebter.

Uli Steeger zum Abschluss unter viel Beifall: „Wir werden auf jeden Fall das Feuerwehr-Fahrzeug-Wettziehen weiterführen.“

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