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Straßenbau auf schlechtem Untergrund

Eine Reihe von Anregungen beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung, als es um eine Stellungnahme im Rahmen des Planfeststellungsverfahren für die Bundesstraße 492 ging. Es wird der Lückenschluss zwischen Hermaringen und Sontheim auf dem Reißbrett vorbereitet.

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Für den Lückenschluss zwischen Bergenweiler und Hermaringen ist das Planfeststellungsverfahren gestartet worden. Nicht nur die Kommunen und andere geben derzeit ihre Stellungnahmen ab.  Foto: 

Bürgermeister Matthias Kraut freute sich, als er den Tagesordnungspunkt 15 aufrief, dass „endlich das Planfeststellungsverfahren begonnen wurde“: „Wir alle wünschen und hoffen, dass es schnell durchgezogen werden kann und bald auch die Finanzierung sicher ist.“

Seit Jahrzehnten ist die Beseitigung der 2,1 Kilometer langen Holperstrecke erklärtes Ziel der Kommunalpolitiker, der Landtags- und der Bundestagsabgeordneten. Es geht um die Beseitigung all jener gefährlichen Stellen, die letztlich mit ursächlich für schwerste Unfälle waren und bis zum Ausbau der Straße noch sein werden.

Ortsbaumeister Martin Kettner stellte im Gemeinderat die zugesandten Pläne vor. Beiderseits dieses Straßen-Abschnitts würden landwirtschaftliche Wege parallel zur B 492 angelegt. Der auf der Nordseite werde fünf Meter breit, weil hier auch Langholzfuhrwerke rollen werden. Der Weg auf der Südseite kommt dagegen mit vier Metern aus. Weil der Baugrund liederlich ist und immer wieder auch absackt, müssen beide Wege mindestens per Fließ (die Fachleute sprechen von Geotextil) stabilisiert und darauf dann erst der Schotterunterbau vorgenommen werden. Der Weg südlich der B 492 soll außerdem deutlich von der Straße abgesetzt und in etwa neben einem Wasser-Abzugsgraben realisiert werden.

Auf der vielbefahrenen Bundesstraße werden Kurven geglättet, die Fahrbahnen jeweils dreieinhalb Meter breit ausgebaut. Dazu kommen beiderseits 50 Zentimeter Bankett. Für den Fahrverkehr stehen somit acht Meter Breite zur Verfügung, rechnete Kettner vor.

Ein Amphibien-Leitsystem ist vorgesehen, wie es im Abschnitt Bergenweiler - Brenz verwirklicht wurde. Als Ausgleichsmaßnahme ist auf Gemarkung Brenz eine Streuobstwiese zu pflanzen, was wiederum der Bauernverband aus guten Gründen ablehnt.

„Die Ideen der Landwirte sind unbedingt zu berücksichtigen,“ mahnte Gemeinderat Ralf Goy (FWV). SPD-Fraktionschef Reiner Lindenmayer lobte die Gemeindeverwaltung für ein informative Tischvorlage. Aus dieser ging hervor, dass die Anbindung von Bergenweiler an den Autobahnzubringer mit Abbiegespur und Verzögerungsstreifen gestaltet wird. Strittig war noch ein Feuchtbiotop, das die Planer mitten auf einer Wiese realisieren wollten. Aus Sontheimer Sicht und seitens der Teilnehmer des laufenden Flurbereinigungsverfahrens wurde hingegen eine Fläche neben der Fischzuchtanlage am Fuße der B 492 vorgeschlagen. Diese Gegend sei wirklich feucht und besser geeignet. Das fanden die Gemeinderäte mit ihrem zustimmenden Votum auch.

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