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Steinheimer Filmmusiknacht begeisterte an zwei Tagen

Wenn in der Albuchhalle Mary Poppins, ein Cowboy namens Nobody, das Aschenbrödel, ein paar Tempelritter, rund 50 Musiker und etwa 420 Zuschauer zu Gast sind, dann kann es sich nur um eines handeln: die Filmmusiknacht des Musikvereins Steinheim.

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Film, Orchester und Moderator Klaus-Peter Preußger versetzten das Publikum in unterschiedlichste Stimmungslagen. Weitere Fotos der Filmmusiknacht in Steinheim auf hz-online.de/bilder  Foto: 

Zum elften Male fand die Filmmusiknacht nun statt, und sie hat mittlerweile bereits Kult-Status erlangt. Innerhalb einer Woche nach Vorverkaufsbeginn war die Samstagausgabe ausverkauft, und auch zur Premiere am Freitagabend war die Albuchhalle mit rund 420 Zuschauern dicht gefüllt. In der Halle stimmte bereits alles auf Kino ein: Popcorn gab es und Nachos, XXL-Plakate der Blockbuster-Filme schmückten die Halle, und um Garten draußen schickte ein Scheinwerfer bewegte Lichtstrahlen in den Nachthimmel, was beim dem anhaltenden Regen ein besonders beeindruckendes Schauspiel abgab.

Das wahre Schauspiel aber fand auf der großen Leinwand auf der Bühne statt. Dort nämlich tummelten sich die „Blues Brothers“, „die Schöne und das Biest“, „die Unglaublichen“, Rowan Atkinson als „Johnny English“ in sorgsam ausgewählten Filmszenen, das ein wahrer Augenschmaus für die Zuschauer garantiert war. Und dazu lieferten die Musiker des Musikvereins Steinheim unter der Leitung von Norbert Hann die entsprechende Filmmusik. Und beides zusammen machte das Publikumsvergnügen so perfekt, dass am Ende nicht wenige ihren Beifall im Stehen gaben.

Man mag sich vorstellen, wie viele Notenblätter gewälzt wurden, um eine solche Auswahl an bekannten, aber auch weniger bekannten Filmmusiken zusammenzustellen. Noch mehr aber macht sprachlos, wenn man sich vorstellt, wie viele Stunden Dennis Hanert und Manuel Schlegel getüftelt und geschnitten haben, um die Filmszenen perfekt auf die Töne und Effekte in der Musik abzustimmen.

Absolut synchron lief es beispielsweise, wenn Terence Hill als Nobody seinen Fisch auf seine sehr eigene Weise fängt und dazu die Musiker die die Heiterkeit der Western-Parodie aufnehmende Musik aus dem Film „Mein Name ist Nobody“ lieferte. Und wenn „Mary Poppins“ auf der Leinwand ihren Zöglingen ihre ebenfalls sehr eigene Art aufzuräumen beibringt, dann war das Orchester dran, den „Teelöffel Zucker“ dazu zu liefern, und natürlich fehlte auch nicht der Hit aus dem Musical, nämlich „Supercalifragilistic“, schmissig vom Orchester geboten, frisch aufgetanzt von Julie Andrews auf der Leinwand.

Sehr ergreifend wurde es, als auf der Leinwand Szenen aus „Schindlers Liste“ erschienen, einwandfrei untermalt von den Klängen aus diesem Film durch das Orchester, und Solistin Marion Zenker an der Violine sorgte für viele Gänsehautmomente. So hatte denn auch diese Filmmusiknacht ein ganzes Spektrum an Stimmungen parat, und das Publikum ließ sich von Film, Orchester und Moderator Klaus-Peter Preußger geführt gerne in die unterschiedlichsten Stimmungslagen fallen.

Märchenhaft endete die Filmmusiknacht: Mit den Filmen „Die Schöne und das Biest“ und das Aschenbrödel mit ihren drei Haselnüssen, die ja ohnehin so recht in die beginnende Adventszeit passt – verzauberte das Orchester nochmals die Zuschauer.

Von Beginn mit der „Tagesschau“ und dem „Tatort“-Vorspann, beides live mit den jeweiligen Melodien untermalt durch das Orchester, bis hin zum Abspann, der auch gleich Bilder des gerade erlebten Abends integrierte, genoss das Publikum quasi einen Film mit Überlänge: Rund drei Stunden Programm, das in jeder Sekunde spürbar machte, wie viel Arbeit und Können dahintersteckt, genoss das Publikum, und ganz bestimmt hatte keiner das Gefühl im falschen Film zu sitzen.

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