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Steinheim will zwei teure Großprojekte stemmen

Keine neuen Kredite, volle Rücklagen: Der Gemeinde geht es finanziell gut - noch. Denn 2017 wird ein investitionsreiches Jahr.

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Der komplette Bereich Birkel-, Fuchs- und Kreuzweg wird im kommenden Jahr ausgebaut. Zusammen mit dem Umbau der Hillerschule kommen damit große Investitionen auf die Gemeinde zu. Momentan ist die Finanzlage aber erfreulich.  Foto: 

Man muss kein Wahrsager sein, um vorauszusehen, dass sich die Finanzlage der Gemeinde Steinheim im kommenden Jahr zumindest nicht mehr gar so erfreulich darstellen wird. Es genügt ein Blick auf die Investitionsliste, auf der für 2017 zwei große Brocken stehen: der umfangreiche Umbau der Steinheimer Hillerschule und der Ausbau von Birkel-, Fuchs- und Kreuzweg in Sontheim.

Der Umbau der Hillerschule wird die Gemeinde voraussichtlich insgesamt 8,4 Millionen Euro kosten. Davon sollen bereits im laufenden Jahr 2016 noch 1,1 Millionen Euro für die Sanierung des Grundschulbereichs ausgegeben werden. Der große Rest mit den Arbeiten für die Sekundarstufe und mit dem Mensa-Neubau folgt 2017.

Auch der Ausbau des Bereichs Birkel-, Fuchs- und Kreuzweg am Ortsrand von Sontheim wird teuer: Angesetzt sind rund 650 000 Euro, wobei nicht nur die Fahrbahn saniert werden soll: Noch in diesem Jahr werden Kanalnetz und Wasserleitungen erneuert. Dazu erklärte Ortsbaumeister Hans-Peter Brenner in der jüngsten Gemeinderatssitzung: „Wir machen das in einem Zug, weil es schlichtweg keinen Sinn macht, in ein paar Jahren die neue Straße wieder aufzureißen.“ Im Zuge dieser Arbeiten soll dann auch gleich der Straßenbelag des Mähderwegs im angrenzenden Neubaugebiet fertiggestellt werden. Es kommt 2017 also viel auf die Gemeinde zu.

Noch stellen sich die Finanzen aber sehr ordentlich dar. Das zeigte auch der Jahresabschluss 2015, der den Gemeinderäten am Dienstag vorgestellt wurde: Geplant hatte man mit einer Rücklagenentnahme von mehr als 1,5 Millionen Euro plus einer Kreditaufnahme von circa 477 000 Euro. Notwendig wurde keines von beiden – im Gegenteil: Stattdessen konnten 2015 fast 147 000 Euro den Rücklagen zugeführt werden. Diese belaufen sich damit auf rund 4,86 Millionen Euro.

Kämmerin Lena Wimmer dämpfte die Freude über das positive Ergebnis allerdings etwas: „Wir haben viel eingespart, weil wir gewisse Maßnahmen nicht umgesetzt haben.“ Dazu zählt das gestrichene Blockheizkraftwerk in der Albuchhalle sowie die Sanierung des katholischen Kindergartens, die stattdessen den Haushalt 2016 belastet hat.

Dennoch: „Dieses gute Ergebnis hat auch mit gutem Wirtschaften zu tun“, betonte Bürgermeister Olaf Bernauer. „Es wird uns nächstes Jahr finanziell etwas schlechter gehen, dafür 2018 und 2019 wieder gut“, so seine Prognose.

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