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Steinheim schafft bei den Preisen eine Punktlandung

Die Terminabsprachen mit den Auftragnehmern stehen zwar noch aus, doch gleich nach den Sommerferien soll das Rathaus mehr oder minder intensiv eine Baustelle werden. Das war die Botschaft von Ortsbaumeister Hans-Peter Brenner im Gemeinderat bei der längeren Diskussion über die Umbaupläne.

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Die Tage der Freitreppe vor dem Rathaus in Steinheim sind gezählt. Sie kommt im Zuge des barrierefreien Umbaus des Rathauses weg. Teil des neuen Zugangs wird eine Rampe sein, auf der sich Rollstuhlfahrer oder Rollatorbenutzer vorwärts bewegen können.  Foto: 

Konkret standen dabei jedoch keine Bauzeichnungen im Vordergrund, sondern vor allem die Angebote der Firmen zu unterschiedlichen Gewerken. Wie berichtet, wurden für 1,202 Millionen Euro Bauarbeiten vergeben, die in der Summe nach den Kostenvoranschlägen etwa 1,197 Millionen erfordern. Von einer „Punktlandung“ war die Rede.

Nun fiel die Sitzung genau in die Zeit, da ein neuer Gemeinderat die Arbeit aufgenommen hat und ein Teil der Ratsmitglieder die Pläne nicht kannte, die Architekt Roland Hüll im „alten“ Gemeinderat vorgestellt hatte.

Mathias Brodbeck (FWV) nannte die eingegangenen Angebote „sehr erfreulich“, beklagte sich aber, „noch nicht alle Pläne gesehen zu haben“. Als Beispiel nannte er die Außenanlagen, die 109 000 Euro kosten sollen.

Hans-Peter Brenner stellte klar, dass Außenanlagen nicht bloß Grünflächen seien, sondern auch Treppenanlagen oder aber Zufahrten, die befestigt werden müssten. Durch zusätzliche Fahrzeugboxen für die Feuerwehr müsse die Zufahrt breiter werden. Die Freitreppe vor dem Rathaus komme weg, eine Rampe für Rollstuhlfahrer hin. Das seien alles Arbeiten, die den Außenanlagen zuzurechnen seien.

Mit der Vorlage des Baugesuchs für den Rathaus-Umbau habe man letztmals im (alten) Gemeinderat Bau- oder Ausführungspläne gezeigt, erinnerte sich Brenner.

Von den 273 036 Euro für Erd-, Beton- und Maurerarbeiten entfallen 210 000 Euro auf das Feuerwehrmagazin, ergänzte Bürgermeister Olaf Bernauer. Im Übrigen habe man selten so viele Sitzungen wegen eines Themas gehabt wie beim Umbau des Rathauses.

Christoph Müller (FWV) erkundigte sich, warum man im Feuerwehrmagazin einen „Rüttelboden“ haben wolle. Architekt Roland Hüll sprach die Tonnage der Feuerwehr-Fahrzeuge an. Ein Rüttelboden sei als Abstellfläche viel besser als ein einfacher Betonboden, der zusätzlich ein Gefälle bräuchte. Außerdem erhält die Feuerwehr fehlende Umkleideräume für Männer und Frauen. Bislang stehen die Spinde in der Fahrzeughalle. Während die Motoren der Einsatzfahrzeuge warmlaufen, müssen sich die alarmierten Einsatzkräfte im Abgasnebel umziehen. Im Erweiterungsbau ist unter anderem auch ein Jugendraum vorgesehen.

Die Herstellung der Barrierefreiheit, der Einbau eines Bürgerbüros und eines Fahrstuhls in Form eines Plattformlifts komme massiven Eingriffen gleich.

„Muss das Rathaus längere Zeit wegen Umbaus geschlossen werden?“, wollte Gottfried Braun (FWV) wissen. Das Bürgerbüro sei jetzt schon umgezogen und barrierefrei zugänglich, antwortete der Bürgermeister. Er schloss gewisse Einschränkungen im Dienstbetrieb so wenig aus wie eine tageweise Schließung des Rathauses für das Publikum. Bis Weihnachten werde man viel von der Umsetzung des Bauprogramms sehen.

Für Ralf Sakowski (CDU) war es ein dringlicher Wunsch, dass die Bürger hinsichtlich der Umbauarbeiten im Rathaus gründlich informiert werden sollten.

Modernisierung des Steinheimer Rathauses: Wer erhielt welchen Auftrag?

Ein enormes Bauprogramm umfasst der barrierefreie Umbau des Rathauses in Steinheim: Das Feuerwehrmagazin wird erweitert, das bisherige Postamt wird zur Parkgarage für Polizei und Gemeindeverwaltung. Die Auftragsvergabe erfolgte durch den Gemeinderat en bloc und einstimmig.

Die Abbruch-, Erd-, Beton- und Maurerarbeiten wurden für 273 036 Euro der Nattheimer Firma Beyrle-Bau übertragen.

Die Außenanlagen kalkulierte die Firma Landschaftsbau Hötzsch aus Herbrechtingen mit 109 079 Euro am günstigsten.

Den Plattformlift liefert und montiert für 61 618 Euro die Firma Lift Tec aus Donaueschingen. Metallbau Tix aus Nattheim übernimmt für 137 342 Euro die Metallbauarbeiten.

Für die Trockenbauarbeiten will die Firma Seifert aus Aalen 58 715 Euro haben. Die abgehängten Decken liefert für 46 013 EUro die Firma Beller aus Heidenheim.

Der Auftrag für die Estrich- und Gussasphalt-Arbeiten ging für 46 652 Euro an Thannhauser & Ulbricht aus Fremdingen. Die Bodenbelagsarbeiten wurde der Firma Wawrinek (Giengen) zur Angebotssumme von 36 738 Euro übertragen. Die Sektionaltore für die Feuerwehr-Fahrzeugboxen besorgt die Firma Schiele (Neresheim) für 28 224 Euro. Die Dachdeckerarbeiten wurden der Firma Neuburger Bautenschutz in Neuburg/Kammel für 40 343 Euro zugeteilt.

Die Fliesen- und Plattenlegerarbeiten führt die Firma Mack (Giengen) zum Preis von 68 045 Euro aus. Die Firma Seybold (Sontheim/Stubental) kalkulierte die Schreinerarbeiten mit 55 668 Euro. Die Malerarbeiten übernimmt für 68 524 Euro Maler Beller aus Heidenheim.

Die Schlosserarbeiten will die Firma Schiele (Neresheim) als günstigste Bieterin mit 97 637 Euro abrechnen. Die Elektroarbeiten wurden schließlich der Firma Elektro Weiler aus Steinheim übertragen. Das Auftragsvolumen liegt bei 51 916 Euro.

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