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Spatenstich für fünf Windkraftanlagen bei Dischingen

Wenn das Wetter ein Omen für den Bauverlauf beim Windpark Ohrberg sein sollte, können sich alle Beteiligten freuen: Die Sonne strahlte gestern beim offiziellen Baubeginn für die fünf Windkraftanlagen vom blauen Himmel herab.

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  • Hoch die Spaten: Am Montagmittag war unter Mitwirkung von Umweltminister Franz Untersteller offizieller Baubeginn für die fünf Windkraftanlagen am Dischinger Ohrberg. 1/2
    Hoch die Spaten: Am Montagmittag war unter Mitwirkung von Umweltminister Franz Untersteller offizieller Baubeginn für die fünf Windkraftanlagen am Dischinger Ohrberg.
  • Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde Dischingen: Umweltminister Franz Untersteller (links) zusammen mit Vensol-Geschäftsführer Jürgen Ganz und Landrat Thomas Reinhardt (rechts). 2/2
    Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde Dischingen: Umweltminister Franz Untersteller (links) zusammen mit Vensol-Geschäftsführer Jürgen Ganz und Landrat Thomas Reinhardt (rechts). Foto: 
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Permanent rollten Lkw von den Baustellen im bewaldeten Gelände im Westen der Härtsfeldgemeinde zur Landesstraße Dischingen-Fleinheim. Dort war mittels Bagger eine Fläche ausgehoben worden, die befestigt angelegt werden soll, um als temporärer Lagerplatz für die anzuliefernden Elemente für die Windräder zu dienen. Und dies war gestern auch Ort für den symbolischen ersten Spatenstich.

Christian Böhm, einer der beiden Geschäftsführer der Firma Vensol, deren Tochter Windpark Dischingen GmbH & Co.KG als Bauherr fungiert, würdigte in seiner Begrüßung das Vorhaben am Ohrberg als „Meilenstein“ für das Unternehmen, das hier seinen ersten Windpark in Baden-Württemberg erstelle. Lob für die Leistungen der Gemeinde gab es von seinem Kollegen Jürgen Ganz. Er habe noch nie erlebt, dass sich eine Gemeinde so intensiv mit der Planung eines Windparks befasst. Seit den ersten Überlegungen seien bis zum jetzigen Baubeginn viereinhalb Jahre vergangen. Er nannte hier auch den Wunsch für eine Änderung bei den bereits genehmigten Anlagen, was für Verzögerung sorgte, aber aus technischen Gründen bei der Windausnutzung von Vorteil sei.

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller, der zum Spatenstich nach Dischingen gekommen war, hob hervor, dass der Windkraftausbau im Kreis Heidenheim schon kräftig vorangetrieben worden sei: In absehbarer Zeit würden sich hier mehr als 50 Windräder drehen – eine „Spitzenposition“ im Land.

Vielerlei Widerstände und Probleme seien am Ohrberg zu überwinden gewesen, so Untersteller. Doch man habe die Bedenken ausräumen können. „Die Windkraft ist auf dem besten Weg, auch in Baden-Württemberg zu einer Erfolgsgeschichte zu werden.“ Er sei sicher, dass das Ziel, bis 2020 zehn Prozent der Stromerzeugung durch Windenergie abzudecken, erreicht wird.

Wenn die weiteren 25 beantragten Anlagen ihre Genehmigung erhalten, werden es im Landkreis 53 Anlagen sein, sagte Landrat Thomas Reinhardt. Er mahnte die notwendige Versorgungssicherheit beim Strom nach Abschaltung des Kernkraftwerks Gundremmingen 2021 an.

An den „langen und steinigen Weg bis zur Genehmigung“ erinnerte Bürgermeister Alfons Jakl. In einer unverbindlichen Bürgerbefragung hätten sich vor vier Jahren 89 Prozent der Einwohner für Windkraftanlagen auf Markung Dischingen ausgesprochen. So habe die Gemeinde trotz Risiken das Genehmigungsverfahren selbst in Angriff genommen. Ein Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung werde eingehalten und eine Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung angeboten.

Ehe der Spatenstich erfolgte, erklärte Georg Honold, der mit dem Bau der Infrastruktur beauftragte Unternehmer, dass die Kabeltrasse zum Umspannwerk bereits verlegt sei. In diesem Jahr sollen noch drei der Fundamente für die Anlagen betoniert werden, der Turmbau solle im Januar starten.

Drei der Anlagen am Ohrberg werden auf Gemeindegrund errichtet, die anderen auf Grund der Prinzen von und zu Liechtenstein. Der Windpark soll mit einer Gesamtleistung von 13,75 Megawatt Strom für etwa 10 000 Haushalte liefern.

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