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Sigma-Aldrich: Standort-Schließung wird für Gemeinde Steinheim Folgen haben

Die Standort-Schließung wird auch für die Gemeinde Steinheim Folgen haben.

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„Wie aus heiterem Himmel“, sagt Bürgermeister Olaf Bernauer, habe ihn die Nachricht von der Schließung des Sigma-Aldrich-Standorts in Steinheim getroffen. Für die Beschäftigten vor Ort, darunter viele Steinheimer Bürger, sei die Entscheidung der Merck-Gruppe, die Sigma-Aldrich 2015 für 13,1 Milliarden Euro übernommen hatte, „ein Schlag ins Gesicht“. „In Steinheim ist Sigma Aldrich seit Jahrzehnten ein Traditionsunternehmen“, so Bernauer, die Schließung des Standorts deshalb besonders schmerzhaft.

Nachdem ihn die Nachricht erreicht hatte, habe er sofort Kontakt mit der lokalen Geschäftsleitung aufgenommen, der er „in dieser Sache absolut keinen Vorwurf“ mache. Schließlich würde auch ihnen die Entscheidung von oben diktiert. Eine Entscheidung, die auch für den Bürgermeister „nur sehr schwer nachvollziehbar“ sei.

Aus für den Standort nicht vor 2019

Die einzige positive Nachricht, so Bernauer: Das Aus für den Standort ist nicht für die Zeit vor 2019 vorgesehen. Das Unternehmen kündigt eine schrittweise Schließung der vier betroffenen deutschen Merck-Produktionsstätten bis 2022 an. Somit bleibe vor Ort genügend Zeit, um für die Mitarbeiter einen „guten Aktionsplan zu verfassen“. Zudem möchte die Gemeinde in die weiteren Planungen miteinbezogen werden. Schließlich gehe auch um die Frage, was mit dem Gelände geschehen soll.

Beträchtliche Summe an Gewerbesteuer

Bernauer betont, dass es ihm aus Sicht der Gemeinde nicht um die finanziellen Folgen, sondern um die betroffenen Beschäftigten geht. Dennoch: Der Verlust von Sigma-Aldrich in Steinheim wird für die Gemeinde den Verlust einer beträchtlichen Summe an Gewerbesteuer bedeuten – dem Vernehmen nach einen mittleren sechsstelligen Betrag.

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