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Senioren helfen Senioren hat sich etabliert

651 Einsatzstunden, 39 hilfsbedürftige Senioren, 34 Helfer. Die Jahresbilanz der Initiative „Senioren helfen Senioren“ fällt positiv aus. Allerdings: Die Verantwortlichen würden gerne weitere Helfer in ihre Reihen aufnehmen.

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Lotte Schmidt gehört als einzige Frau dem Gründungskreis „Senioren helfen Senioren“ an und organisiert die Einsätze der „Hilfstruppe“ in der Sparte Küche und Garten. Sie, die selbst gerne mit Hand anlegt, hätte für den Haushalt gerne weitere Mitstreiterinnen an ihrer Seite.  Foto: 

Im Juli 2012 wurde sie aus der Taufe gehoben, die Initiative „Senioren helfen Senioren“ (SHS), die von der Überlegung ausging, dass junge, noch fitte Senioren älteren dabei helfen könnten, die kleinen Dinge des Lebens zu bewältigen.

Unter dem Dach des Krankenpflegevereins fand die von neun Männern und einer Frau gegründete Initiative freundliche Unterstützung. Gut 34 Helfer hatten sich im Juli 2012 für die verschiedenen Hilfsdienste eintragen lassen und sprangen für acht Euro pro Einsatzstunde überall dort ein, wo helfende Hände fehlten. Acht Euro deshalb, weil keiner, dem geholfen wird, am Ende fragen sollte, was er denn nun schuldig sei. Sechs Euro bleiben dem Helfer und mit zwei Euro begleicht SHS die Versicherungsprämien.

Karl-Ludwig Fink und Herbert Schmidt stehen dem Unternehmen vor und zogen unlängst Bilanz. Demnach hatten die Helfer in zwölf Monaten 651 Einsatzstunden. 39 hilfsbedürftige Senioren tauchen in der Statistik auf. Ihnen wurde auch dort unter die Arme gegriffen, wo ansonsten Angehörige und Freude einspringen.

Die Nachbarschaftshilfe, so stellt Karl-Ludwig Fink fest, funktioniere in Gerstetten und in allen seinen Ortsteilen durchaus noch. Tagsüber aber seien Kinder und Enkel zumeist beruflich eingespannt. Oftmals werde SHS um Hilfe gebeten, wenn beispielsweise ein Arzttermin ansteht. 196-mal fuhren die Helfer im Auto vor, blieben im Wartezimmer sitzen und chauffierten ihre Kunden nach der ärztlichen Behandlung wieder nach Hause. 241 Stunden kamen dabei zusammen.

Für Hilfen in Haus und Garten wurden 95 Stunden aufgewendet und dabei Hecken geschnitten, Rasen gemäht und Heizkörper entlüftet. 79 Stunden entfielen aufs Einkaufen, auf die Kehrwoche und auf die Dienste an Waschmaschine und Spültisch. Auch die Betreuung Demenzkranker fällt in diese Sparte.

Ein überraschend großer Bedarf habe sich bei den sozialen Kontakten aufgetan, so Fink. Vorlesen, Spazierengehen, vor allem aber Zuhören sei für viele der SHS-Kunden wichtig. Nach vollzogenen Diensten entwickelten sich oftmals lebhafte Gespräche. Auffällig sei, dass dies vor allem neu Hinzugezogene schätzten. Manche Freundschaften seien dabei bereits entstanden.

Wenn Karl-Ludwig Fink, Herbert und Lotte Schmidt nach einem Geschäftsjahr Bilanz ziehen, dann fällt auf, dass die „Stammkundschaft“ eine immer enger werdende Beziehung zu den SHS-Helfern pflegt, dass die Zahl auch jüngerer Helfer gestiegen ist und dass die Umsätze, die über den PC der erfahrenen Bankfrau Elisabeth Lang laufen, in die Höhe klettern.

448-mal klingelte in den vergangenen zwölf Monaten das SHS-Handy, das jedes der zehn Mitglieder des Leitungskreises für jeweils acht Tage mit sich führt. Gerne würden die Verantwortlichen weitere Helfer in ihre Reihen aufnehmen. In der Sparte Haushalt fehle es noch.

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