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Schulbandfestival: Wie alles begann

Zum 22. Mal fand das „Schulbandfestival“ statt, bei dem Königsbronner und Ellwanger Schüler auftreten. Wie alles angefangen hat.

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Die Band „The V“ der Königsbronner Georg-Elser-Realschule überzeugte unter anderem mit Liedern von Ed Sheeran. Zur Band gehören (von links): Paul Rathgeb, Fabian Gnatzig, Jonas Esslinger und Anais Busteaus. Weitere Bilder vom Schulbandfestival gibt es im Internet unterwww.noise-online.de  Foto: 

„I'm only one call away“ ertönte es beim Soundcheck, nur wenige Minuten vor Beginn des „Schulbandfestivals“. Als die Tontechnik-AG alles richtig eingestellt hatte, machte die sechsköpfige Mädels-Band „Scraps of Melody“ der St.-Gertrudis-Schule in Ellwangen den Anfang. Die Musikerinnen scheuten sich nicht davor, auch Titel von männlichen Interpreten zu präsentieren. „Fly away“ von Lenny Kravitz kam zum Beispiel super beim Publikum an. Aber auch selbstgeschriebene Songs der Band gehörten zum Repertoire.

Schon seit 22 Jahren gibt es das Festival, bei dem von Beginn an die Georg-Elser-Schule und die St.-Gertrudis-Schule mitgewirkt haben. Die Eugen-Bolz-Realschule aus Ellwangen klinkte sich im Lauf der Jahre auch mit ein. Das Festival ins Leben gerufen hat der ehemalige Königsbronner Lehrer Hartmut Schmitt-Wolf, gemeinsam mit einer Ellwanger Lehrerin. Es war reiner Zufall: „Ich hab mit meiner Bekannten Karin Ott im Chor gesungen und eines Tages fiel uns auf, dass wir beide eine Schulband haben“, erinnert sich der Musiker.

Bis dahin, so erzählt er, hatte aber noch keine der Bands ein Konzert spielen können, weil man im Jahr höchstens sechs Lieder einüben könne. Für ein Konzert reiche das nicht. Es kam also die Idee auf, gemeinsam aufzutreten. „So hatten wir zwölf Lieder und die Musiker konnten gleich zweimal üben – in Königsbronn und in Ellwangen“, so Schmitt-Wolf.

Trotz Ruhestand betreut er aktuell die Formation „The V“, die aus den Neuntklässlern Paul Rathgeb, Fabian Gnatzig, Jonas Esslinger und Anais Busteaus besteht. Beim Festival beeindruckten sie unter anderem mit den Liedern „A-Team“ und „I see fire“ von Ed Sheeran oder mit „Stitches“ von Shawn Mendes.

„Ich habe die Band ein Jahr betreut, danach lief alles wie von selbst“, sagt Schmitt-Wolf, der seit 1977 mit Schulbands arbeitet. In einer solchen sei immer alles möglich: Manchmal passe es einfach nicht und sie löse sich wieder auf, manche haben sogar über die Schulzeit hinaus bestanden. Eigentlich hatte er sich immer nur um eine Band gekümmert, aber weil der Andrang so groß war, wurden es nach einigen Jahren zwei gleichzeitig. Zurzeit sind es neben den Neuntklässlern noch Sechstklässler, die als „Fantastic Five“ auch einen kleinen Auftritt beim jetzigen Festival hatten.

Komplett machte das Programm die Schulband „Gerd's“ der Eugen-Bolz-Realschule. Vier Jungs an den Instrumenten und zwei Mädels am Gesang machten gute Stimmung. „Everybody needs somebody“ von den Blues Brothers, begleitet von zwei Bläsern, war dafür ein Garant

Karin Waluga, Rektorin der Georg-Elser-Schule, ist ein Fan des Festivals. „Ich finde es einfach gut, dass die Schüler für diesen Abend von sich aus motiviert arbeiten. Das gibt es heute nicht mehr so oft.“ Das Einzige, was Schmitt-Wolf seinen Schützlingen noch sagen musste, war: „Lächeln nicht vergessen!“

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