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Riederberg III: Nächstes Jahr geht's an den Hausbau

Die neuen Straßennamen im Riederberg III stehen fest. Ab August 2017 könnten die ersten Bauherren mit dem Hausbau beginnen.

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An den Ammonitenweg und die Korallenstraße im Neubaugebiet Riederberg II schließt sich künftig nördlich der Fossilienweg im Riederberg III an. Neu auch der Schilf- und der Seerosenweg.  Foto: 

Dass Nattheim vor 140 Millionen Jahren noch vom Jurameer bedeckt war, davon zeugt heute nur noch das Nattheimer Korallen- und Heimatmuseum in der Alten Schule. Wo sich einst Korallen, Schwämme, Fische und Seeigel tummelten, sind heute Straßen, Gewerbe- und Wohngebiete. Doch so ganz vergessen sind die alten Zeiten noch nicht, zumindest nicht im neuen Wohngebiet Riederberg III: Dort nämlich sollen die Anwohner künftig nicht nur auf dem bestehenden Eberhardsweg, der Riederbergstraße und der Korallenstraße unterwegs sein, sondern auch auf dem Fossilienweg, dem Seerosenweg und dem Schilfweg. So zumindest wurden die neuen Straßennamen in der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen. Der Fossilienweg wird die nördliche Verbindung zwischen der Korallenstraße und dem Eberhardsweg sein, der Schilfweg das kurze Verbindungsstück zwischen Fossilienweg und Gartenstraße und der Seerosenweg wird die Korallenstraße südlich mit der Riederbergstraße verbinden.

Die Namen stehen fest: Ein Zeichen, dass es im Riederberg III langsam konkret wird – und auch der Bebauungsplan, dessen Entwurf zuletzt im Zeitraum Juni bis Juli öffentlich ausgelegt worden war, wurde nun als Satzung beschlossen. 4,15 Hektar, die möglichst zügig bebaut werden sollen, denn: Interessierte Häuslesbauer gebe es zu genüge, so Bürgermeister Norbert Bereska.

Thomas Puschmann vom zuständigen Ingenieurbüro stellte den Bauplan in aller Kürze erneut vor, ging dabei aber vor allem auf die aufgrund der Stellungnahmen geänderten Dinge ein. Festgelegt wurde eine Pflanzverpflichtung, was bedeutet, dass laut Kaufvertrag mindestens ein Baum pro Grundstück gepflanzt werden muss. Zudem werden auf Anregung des Landratsamtes zwei sogenannte Lerchenfenster angelegt. Dies sind Freiflächen in landwirtschaftlicher Nutzfläche, auf denen die Feldlerche Lande- und Brutplätze und genügend Futter finden kann. „Mit dem Grundstückseigentümer wird das bereits geregelt. Die Flächen werden dann auch ins Ökokonto eingebucht“, sagte Puschmann.

An der Abtrennung zum Gebiet Riederberg II im Bereich der Korallenstraße wird festgehalten. Durch im Boden versenkbare Poller soll ein zu starker Durchgangsverkehr im Wohngebiet verhindert werden, die Durchfahrt soll lediglich für den öffentlichen Nahverkehr und den Räum- und Rettungsdienst möglich sein.

Für Diskussionen hingegen sorgte im Gemeinderat die Stelle, an der der künftige Schilf- den neuen Fossilienweg kreuzt: Hier ist ein bepflanztes Hindernis geplant, das zur Temporegulierung in der 30er-Zone beitragen soll. Schön und gut, so der Tenor, doch wie umfährt man das Hindernis denn nun? Rechts herum, links herum? Ganz einig waren sich die Gemeinderäte dabei nicht – „und sicherlich werden auch viele Verkehrsteilnehmer nicht sofort erkennen, wie sie dort fahren müssen“, meinte Gemeinderat Armin Kast. Zumal die Straßenbreite lediglich 4,10 Meter beträgt, was manch einem doch recht eng erschien. Bürgermeister Bereska jedoch war anderer Meinung: „Man fährt da ja langsam und kann sich sicher einigen.“

Wie es jetzt weitergeht? „Nun, der Satzungsbeschluss ist sozusagen der formale Startschuss für den Beginn der Erschließungsarbeiten“, sagte Juliane Ulbert als stellvertretende Hauptamtsleiterin. Deren Ausschreibung ist nun im Herbst geplant, die Vergabe der Aufträge soll in der Gemeinderatssitzung im Dezember erfolgen. Bereits in der ersten Jahreshälfte 2017 sollen dann die Erschließungsarbeiten im ersten Bauabschnitt durchgeführt werden – und nach Möglichkeit bis Juli 2017 abgeschlossen sein. In diesem Zeitraum sind auch die Bauplatzverkäufe geplant. Ab August könnten dann bereits die ersten Bauherren mit dem Hausbau im Bauabschnitt eins beginnen.

Die Erschließung des zweiten Bauabschnitts wird gleich in der ersten Ausschreibung mit enthalten sein. Je nachdem, wie hoch die Nachfrage nach den Bauplätzen beziehungsweise die Auftragslage der Baufirma ist, könnte auch der zweite Abschnitt bereits im Herbst 2017 erschlossen werden.

„Derzeit werden die Kosten für die Erschließung des ersten und zweiten Bauabschnitts berechnet“, sagte Gudrun Schmid, stellvertretende Leiterin der Finanzverwaltung. Hierzu werde eine Abrechnungseinheit gebildet, wodurch eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Erschließungskosten auf alle Grundstückseigentümer erreicht werden soll. „Im Bauplatzverkaufspreis für den Riederberg III von 150 Euro pro Quadratmeter sind dann die Anschluss- und Erschließungsbeiträge enthalten“, sagte Schmid.

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