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Rennfahrer Glatzel präsentiert seinen Fuhrpark

Rennwagen hautnah gab es am Samstag beim Glatzel Race-Day, wo Ralf Glatzel seinen Fuhrpark präsentierte. Auch Bürgermeister Michael Stütz wagte sich auf den Beifahrersitz.

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  • Quietschende Reifen und laute Motoren gab es beim Glatzel Race-Day am Samstag in Königsbronn. 1/2
    Quietschende Reifen und laute Motoren gab es beim Glatzel Race-Day am Samstag in Königsbronn. Foto: 
  • Motorsportler Ralf Glatzel vor seinem Rennwagen. 2/2
    Motorsportler Ralf Glatzel vor seinem Rennwagen. Foto: 
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Der Königsbronner Ralf Glatzel wurde als Jungspund in der Kartklasse dreimal deutscher Meister. Dann zog es ihn in die große Welt des Motorsports. In der ADAC Procar Division 2 fährt er stets auf die vorderen Plätze. Am Samstagnachmittag stellte er sich und sein Team im Königsbronner Gewerbegebiet vor.

Mit Leib und Seele hat sich die Familie Glatzel dem Motorsport verschrieben. Es gibt niemanden in der Familie, der nicht eine bestimmte Aufgabe und Funktion im Team inne hätte. Chef des Ganzen ist Familienoberhaupt Roland Glatzel. Er ist für alle organisatorischen Belange zuständig. Sohn Ralf fährt einen der drei Rennwagen des Teams. Ehefrau Lucia kümmert sich um die Pressearbeit.

Die Aufgaben sind klar verteilt

Die Boliden der Marke Ford Fiesta wurden eigens für die Rennstrecke gebaut und vom Glatzel Racing Team entsprechend getunt. Aus den Fahrzeugen wurde zum Zwecke der Gewichtseinsparung alles entfernt, was nicht niet- und nagelfest ist. Es gibt zwar einen geschweißten Überrollkäfig, aber keine Rückbank und keinen Beifahrersitz. Es gibt auch keinen Tachometer. „Wir fahren rein nach Drehzahl“, erklärt Ralf Glatzel.

Da es auch keinen Mittelschalldämpfer in der Auspuffanlage gibt, sind die Fahrzeuge irre laut. Spielt Glatzel im Stand mit dem Gas, dröhnt der Motor bedrohlich auf. Besonders wagemutige Besucher nutzten die Gunst der Stunde, stülpten sich einen Helm über und nahmen im Rennwagen Platz. Selbstverständlich war der ansonsten fehlende Beifahrersitz eigens zu diesem Zweck wieder eingebaut worden.

Eines der ersten „Opfer“ der halsbrecherischen Fahrkünste des Rennpiloten auf dem abgesperrten Parcours auf der Wiesenstraße war Bürgermeister Michael Stütz, der sich angesichts der sicheren Beherrschung des Rennwagens durch seinen Piloten sehr dankbar zeigte. Den ganzen Nachmittag über konnten Neugierige und Wagemutige die Gunst des Augenblickes nutzen und einmal in einem echten Rennfahrzeug als Kopilot Platz nehmen.

Privat fährt Glatzel jedoch Seat

Für die Kinder gab es einen Gokart-Parcours. Ein besonderes Anliegen von Ralf Glatzel, der wie viele Motorsportler als Jungspund in der Gokart-Klasse angefangen und es dort auch zu dreifachen Deutschen Meisterehren gebracht hat. Dies soll sich nun in der ADAC-Procar-Serie wiederholen. Seit dem Jahr 2008 fährt das Glatzel Racing Team ganz vorne mit. Verständlich, dass man nun die Meisterkrone endlich in Angriff nehmen will. Und die Chancen in der laufenden Saison stehen nicht schlecht. Wenngleich beim Motorsport grundsätzlich immer alles möglich ist und kein Team von technischen Pannen und unliebsamen Überraschungen verschont bleibt.

Privat fährt Glatzel übrigens einen Seat, also ein recht unauffälliges Gefährt. Selbst charakterisiert sich der 29-Jährige als einen „eher vorsichtigen Fahrer“. In den zwölf Jahren, in denen er den Führerschein besitzt, hat es der Rennfahrer noch zu keinem einzigen Strafzettel wegen Zuschnellfahrens gebracht. Das freut sowohl die Polizei als auch den Geldbeutel.

Die Finanzen sind natürlich ein leidiges Thema auch beim Glatzel Racing Team. Zwar verfügt man über einen guten Sponsor, trotzdem muss man bei aller Leidenschaft für den Motorsport immer auch darauf bedacht sein, dass man aus der ganzen Sache null auf null herauskommt. Möglich wird das ganze überhaupt nur durch das rund 30-köpfige Team, das zum großen Teil ehrenamtlich und aus Freude an der Sache aktiv ist. Das große Geld verdienen die Profiteams. Aber der Motorsport wäre nichts ohne die vielen Akteure, die wie Ralf Glatzel in erster Linie aus Freude am Sport voll bei der Sache sind.

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