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Recht gute Ansätze beim Kreisfeuerwehrverband

Recht gute Ansätze, um den ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr noch mehr ins Bewusstsein zu bringen und neue Leute zur Mitarbeit zu gewinnen, sieht Uli Steeger, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes. Auf der Hauptversammlung forderte er allerdings durchdachte und überzeugende Maßnahmen ein.

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Die demographische Entwicklung wird auch um die Feuerwehren keinen Bogen machen. Bürgermeister Gerhard Kieninger hatte dies in seinem Grußwort zum Auftakt der Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Niederstotzinger Stadthalle deutlich werden lassen: Die Zahl der verfügbaren Feuerwehrleute in den Einsatzabteilungen der kleinen Stadt nahm in den vergangenen 25 Jahren von 94 auf 51 ab. Vor vielen Jahren habe man bereits die Weichen gestellt, die Abteilungen Oberstotzingen und Niederstotzingen zusammengelegt und an der Nahtstelle der beiden Orte ein modernes Feuerwehrhaus errichtet. Inzwischen verfüge man über eine schlagkräftige Einsatzabteilung, über eine Kinder- und eine Jugendfeuerwehr und eine stolze Altersabteilung. Kieninger bestätigte, „dass die Bevölkerung die Leistungen der Feuerwehr gerne in Anspruch nimmt, aber kaum Bereitschaft zeigt, sich in der Feuerwehr zu engagieren. Die Feuerwehr muss wieder mehr in die Köpfe der Menschen.“

Uli Steeger sprach in seinem Jahresbericht vielfältige Aktivitäten an, erwähnte die Gründung einer Jugendfeuerwehr in Nattheim, das Bemühen um mehr Frauen im Einsatzdienst der Feuerwehr und das Werben bei ausländischen Mitbürgern um eine Mitarbeit in der Feuerwehr. Interessante Erfahrungen habe man gemacht. Beispielsweise die, dass türkische Mitbürger das Prinzip einer freiwilligen Feuerwehr weder kennen noch verstehen, weil Zuhause alles militärisch straff organisiert und alles geregelt zu sein scheint. Andere Kreisfeuerwehrverbände würden schon ein bisschen neidisch nach Heidenheim und die Workshops in Bartholomä zu Zukunftsthemen schauen.

Mit dem Ausbildungskoffer für theoretische Feuerwehr-Unterrichte ist der Kreisfeuerwehrverband seit vielen Jahren führend und auch gut im Geschäft. 2014 wurden 33 Koffer verkauft, bei deren Beladung die Lebenshilfe beschäftigt wird. Im laufenden Jahr wurden bereits 17 Koffer geordert. Der Dank galt hier Martin Högerl als Geschäftsführer und Martin Brunner als Schatzmeister.

Im Landkreis und im Ländle liegt der Anteil der Frauen im Feuerwehrdienst bei jeweils vier Prozent. Bundesweit sind es zehn Prozent. Steeger will hier eine deutliche Quotenerhöhung und außerdem noch mehr Anstrengungen bei der Nachwuchsgewinnung. Hier stehe man im guten Kontakt mit dem Landratsamt und den Gemeindeverwaltungen und setze auf die volle Unterstützung der Abgeordneten.

Der Arbeitskreis Nachwuchsgewinnung legte 2014 einen Feuerwehrkalender auf. 1500 Exemplare konnten verkauft werden. Aktuell läuft eine Bierdeckelaktion und die Herausgabe eines Stundenplans mit Jugendfeuerwehrmotive.

Weitere Ausführungen galten den Aktivitäten des Landesfeuerwehrverbandes und was sich im Feuerwehrhotel Sankt Florian an möglichen baulichen Veränderungen abzeichnet. Überlegungen würden im Hinblick auf die Entschädigung ehrenamtlicher Tätigkeit vorgestellt und einmal mehr die Forderung erhoben, dass „die Gemeinden komplett die Kosten übernehmen, wenn ein Feuerwehrangehöriger den Feuerwehrführerschein machen will.“

Einblicke in die Finanzlage gab Schatzmeister Martin Brunner. 2014 schloss mit einem Fehlbetrag von etwas über 10 000 Euro ab, der mit dem Griff in die Rücklagen ausgeglichen werden konnte. Der Etat 2015 sieht hingegen einen „positiven Abschluss“ bei einem Volumen von 42 650 Euro vor. Alles in Ordnung signalisierte Kassenprüfer Stefan Braun. Viel Arbeit und viele Informationen würden alle Jahre bei der Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes geboten, stellte Kreisverwaltungsdirektor Georg Feth bei der Entlastung fest und dankte allen Amtsträgern für großartigen Einsatz.

Notfallseelsorger Rolf Wachter sprach die Nachsorge für die Einsatzkräfte nach einem allseits sehr belastenden Ernstfall an: „Auch die Helfer brauchen manchmal Hilfe.“ Der Stellvertretende Verbandsvorsitzende Peter Becher würdigte abschließend die „Arbeitstiere“ Rainer Spahr und Uli Steeger im vergangenen Jahr: „Die Zusammenarbeit hat stets viel Freude gemacht.“

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