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Prior Albert Knebel an der Spitze der Abtei Neresheim

Der bisherige Stellvertreter von Abt Norbert Stoffels und Prior Albert Knebel wurde durch den Konvent der Benediktiner-Abtei zum Administrator und damit zum Leiter des Klosters Neresheim gewählt. Vier Minuten vor zwölf setzte am Mittwoch das Festgeläut ein und verkündete weit ins Land, dass die Wahlhandlung abgeschlossen war.

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In der traditionsreichen Geschichte von Kloster Neresheim war das ein großer, ein sehr bewegender Moment. Nur die Spannung blieb: Wurde ein neuer Abt gefunden oder eine Zwischenlösung mit einem Administrator? Der hat zwar dieselben Rechte wie der Abt, aber weder Mitra noch Bischofsstab oder Abt-Ring. Unter dem feierlichen Geläut der sieben Glocken zog der Konvent ein und dabei war jedem klar, dass Pater Albert Knebel, der Vater des Knabenchores, eine neue Aufgabe bekommen hatte. Abtpräses Albert Schmidt (Erzabtei Beuron) und Abt Franziskus Heereman (Heidelberg) hatten den 55-Jährigen in ihre Mitte genommen. Vor dem Hochaltar wurde Albert Knebel durch den Abtpräses durch Handauflegung eingesegnet und mit sofortiger Wirkung in sein Amt als Klostervorsteher eingesetzt. Eine feierliche Amtseinsetzung wie zum Beispiel für einen Bischof oder einen neuen Abt gibt es in diesem Falle nicht.

In drei Jahren wird der Konvent der Benediktiner wieder auf dem Ulrichsberg zusammentreten und einen neuen Abt wählen. Wie Albert Schmidt am Mittwoch vor der Presse sagte, sei „es absolut nicht unüblich, dass in Klöstern nicht direkt ein neuer Abt als Nachfolger eines in den Ruhestand getretenen gewählt wird“. Nichts verlautete am Mittwoch darüber, wie viele Wahlgänge es gegeben hatte. Ein Abt kann auf zwölf Jahre oder auf Lebenszeit gewählt werden. Ein Administrator ist längstens drei Jahre in der Pflicht.

Albert Knebel wurde 1957 in Karlsruhe geboren, weitere Lebensstationen waren Kuppingen bei Herrenberg, Bad Urach und Regensburg. Hier bestand er 1976 sein Abitur und trat kurz danach ins Kloster Neresheim ein. Die Domgemeinde Regensburg, die Erfahrungen mit den Stundengebeten in einem nahen Kloster und sein Einsatz als Ministrant hatten schon in jungen Jahren die Sehnsucht erweckt, Priester zu werden. Theologie studierte er in Salzburg und wurde 1984 durch den unvergessenen Bischof Georg Moser in Neresheim zum Priester geweiht. Hier feiert er regelmäßig Messen und leitet den Knabenchor. Als Cantor ist Knebel sehr geschätzt. In den 1980er-Jahren, als es einen Ansturm auf die geistlichen Berufe gab, war der junge Geistliche Helfer des Novizenmeisters. Seit 1993 ist Pater Albert Prior und Stellvertreter des Abtes: „So etwas wird man nicht durch Wahl, sondern durch Ernennung.“

Der bisherige Abt Norbert Stoffels werde auch in Zukunft das Pontifikalamt leitet. Er behält alle Insignien, hätte bei der gestrigen Abtwahl allerdings nicht mitstimmen dürfen. Pater Albert wird das in drei Jahren auch nicht dürfen: „Der amtierende Klostervorsteher darf an der Wahl seines Nachfolgers nicht mitwirken.“

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