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Musikschule Oberkochen/Königsbronn hat Förderverein auf der Wunschliste

Dem Leiter Andreas Hug schwebt auch eine Art Bildungszentrum vor. Und er trifft bereits Vorkehrungen fürs Jubiläumsjahr 2018 sowie den Königsbronner Musiksommer.

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40 Jahre Musikschule Oberkochen-Königsbronn wird 2018 gefeiert und auch der „Königsbronner Musiksommer“ verspricht nächstes Jahr ein Highlight im kulturellen Angebot der beiden Nachbarkommunen zu werden. Im Bild die Sinfonietta unter der Leitung von Andreas Hug bei der Sommerserenade im Juni mit Maximilian Sutter (Solotrompete).  Foto: 

Die von den Nachbarkommunen Oberkochen und Königsbronn gemeinsam betriebene Musikschule kostet nicht nur Geld, sie bietet mit ihren rund 350 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften auch eine Menge. Rückblickend auf 2017 zog Musikschulleiter Andreas Hug anlässlich der Versammlung des Zweckverbandes im Rathaus Oberkochen eine positive Bilanz: „All unsere Arbeit hinterließ einen engagierten fleißigen und aktiven Eindruck, von Jugend musiziert bis zum kleinen Schülervorspiel.“

2018 kann die angesehene Bildungseinrichtung auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken und bereitet vor diesem Hintergrund mit dem „Königsbronner Musiksommer“ etwas ganz Besonderes vor. „Wir sind schon dran an dieser Reihe“, ließ Hug durchblicken. Auch das Händelprojekt „Der Messias“ zähle zu den Highlights des nächsten Veranstaltungsjahres, herausragend ferner die Integration der Heidenheimer Opernfestspiele in den Veranstaltungskalender bzw. OH-Projekte mit Kindern, Musikschullehrern und der Georg-Elser-Schule.

„Man braucht immer ein Auto“

Während inhaltlich große Zufriedenheit herrscht, sind aus Sicht des Musikschulleiters im organisatorischen Bereich und bei den Rahmenbedingungen durchaus noch Wünsche offen. Beispielsweise bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. So fehlten regelmäßige Verbindungen zwischen Oberkochen und Königsbronn, die alle zehn oder wenigstens im 20-Minuten-Takt zur Verfügung stehen. „Man braucht immer ein Auto“, gab Hug Einblick in die Nöte von „Helikoptereltern“. Als weitere Anregung stellte Andreas Hug fest, für die Musikschule wäre es ein Fortschritt, einen Förderverein an ihrer Seite zu haben. Dieser könne hilfreich sein bei vielen Gelegenheiten wie Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Konzerte, Jubiläen, Festivitäten oder auch Anschaffungen.

Darüber hinaus schwebt dem Musikschulleiter für die Musikschule der Zukunft „eine Art Bildungszentrum“ vor, denkbar etwa im Langen Haus in Königsbronn, zusammen mit dem Musikverein, dem Atelier Uhlig, weiteren kulturellen Angeboten und einer Cafeteria unter einem Dach. In Stuttgart beispielsweise gebe es solch ein Bildungszentrum. Dort sei die Musikschule auch nur in ein paar Räumen untergebracht, wirke aber durch die Gesamtheit des Angebots völlig integriert und lade somit zum Verweilen ein. Der Erfolg von Zusammengehörigkeit in bestimmten Einrichtungen liege oft mit darin, dass es Aufenthaltsräume, Proberäume, Kaffeebars und anderes für alle gebe. Große Vorbilder seien hier etwa die Schloss-Arkaden in Heidenheim oder Mercatura in Aalen. „Unsere Räume entsprechen nicht diesem Optimal“, so Hug weiter vor den Verbandsmitgliedern.

Gebäude mit hohem Potenzial

Im Blick auf den Standort Königsbronn sähe Hug auch in der Eichhaldeschule „mit ein paar entsprechenden Modifikationen für uns ein gutes Gebäude“. Dennoch sei eine Verlegung der Musikschule in die Ortsmitte reizvoll: Brenzschule sowieso, aber neben dem Langen Haus auch die alte Pfisterei, das Torbogenmuseum, Bahnhof. All diese Gebäude haben aus Sicht von Andreas Hug „ein hohes Potenzial für eine Musikschule“. Diese mit Leben und Musik zu füllen, könne auch ein langfristiger Ansatz für die Steigerung der Attraktivität der Königsbronner Ortsmitte sein. Für Königsbronn, so der Musikschulleiter, wünsche er sich, dass zumindest dieser Gedanke nicht gleich verworfen werde. Wobei ihm sehr wohl bewusst sei, dass hier, wenn überhaupt, „eine Finanzierung den Ton angibt“.

Davon abgesehen benötige die Musikschule immer Geld: für gute Lehrkräfte, Instrumente, Ausrüstung und ein Dach über dem Kopf. Mit Kooperationswillen aber, davon ist Andreas Hug überzeugt, „lässt sich das alles bewältigen“.

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