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Millionen Euro im Plus - Rücklagen bleiben auf der hohen Kante

Steinheims Bürgermeister Olaf Bernauer ist froh: Bis zur Jahresmitte lag das Gewerbesteueraufkommen bei zwei Millionen Euro. Deshalb müssen 2013 nicht die Rücklagen der Gemeinde geplündert werden.

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Ein Blick vom Klosterhof auf das Steinheimer Gewerbegebiet Ried: Dank guter Auftragslage geht es den meisten Firmen prima. Das zeigt sich am Gewerbesteuer-Aufkommen und beim Haushaltszwischenbericht der Gemeindekämmerei.  Foto: 

Der Schatzmeister der Albuchgemeinde dämpfte in der letzten Sitzung vor der Sommerpause aber auch alle Euphorien. Das sei ein Einmal-Ergebnis, sagte Wolfgang Schmid. Als im Frühjahr das Gemeindeparlament den Etat 2013 verabschiedete, hatte man „allenfalls mit 1,34 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer gerechnet“. Jetzt sind es also zwei Millionen. Die anderen Steuern, die Einkommen- und die Umsatzsteuer, ergaben hingegen nur 8500 Euro Mehreinnahmen.

Im Verwaltungshaushalt fielen im ersten Halbjahr 80 000 Euro weniger Personalkosten an, während die Gewerbesteuer-Umlage um 270 000 Euro über dem Etatansatz lag. Durch diesen warmen Regen aus der Gewerbesteuer verbesserte sich die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt von 517 909 Euro auf stolze 2,275 Millionen Euro. Die Mindestzuführung liegt bei 168 338 Euro. Das ergibt eine Netto-Investitionsrate in einer Größenordnung von 1 589 662 Euro.

Gewerbesteuer besonders positiv

Auf 1,467 Millionen bezifferte Schmid die Mehreinnahmen im Vermögenshaushalt. Bei den Grundstücks-Erlösen liegt die Gemeinde um 251 000 Euro unter dem Etatansatz, weil für das künftige Gewerbegebiet am Kreisel noch kein Baugrund verkauft werden konnte. Das hat vor allem mit dem Stand des Bebauungsplanverfahrens zu tun. Schmid: „Wir hatten gehofft, hier schon weiter zu sein.“

In der Zeit der Haushaltsberatungen waren Verwaltung und Gemeinderat – wie damals berichtet – davon ausgegangen, dass 2013 Steinheim neue Kredite in der Gesamtsumme von 697 724 Euro aufnehmen müsse. Aufgrund der prächtigen Einnahmesituation ist dies nicht nötig. Aus den Rücklagen sollten 800 000 Euro entnommen werden. Im Moment werden es höchstens 60 000 Euro sein. Wolfgang Schmid: „Vielleicht schaffen wir es bis zum Jahresende, auch den Betrag auf Null zu bringen.“

In seinem Ausblick meinte der Schatzmeister, dass ein Gewerbesteuer-Zuwachs um 150 Prozent nur ein Einmal-Effekt bleiben werde. Mit Augenmaß und sparsamer Mittelbewirtschaftung sollte man weiterfahren.

Mit Blick auf die Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sah Schmid die Erfolgspläne im Soll. Noch 2013 werde die Sanierung des Hochbehälters Küpfendorf zu Ende gebracht. Allerdings zeigten sich Weniger-Einnahmen bei den Wasser- und Abwasser-Beiträgen. die vorgesehenen Kreditaufnahmen würden im vollen Umfang auch getätigt. In Sachen Ausbau der Sammelkläranlage Mergelstetten rechne man mit einem Nachschlag beim Baukosten-Zuschuss. Aus der Mitte des Gemeinderats freute sich Gottfried Braun (FWV) über dieses prächtige Zwischenergebnis.

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