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Landwirte kämpfen mit Unwetter-Spätfolgen

Unwetter mit (Spät-)Folgen: Nach Ernteausfällen von bis zu 100 Prozent macht Landwirten jetzt auch noch ein Pilz zu schaffen.

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Starkregen und Hagel: Auf manchen Feldern sind den Unwettern Ende Mai/Anfang Juni bis zu 100 Prozent der Ernte zum Opfer gefallen. Infolge der vielen Nässe macht den Landwirten jetzt auch noch ein Pilz zu schaffen.  Foto: 

Viel Regen hilft viel – trifft in der Landwirtschaft zu, könnte man jedenfalls meinen. Tatsächlich sorgt der eher verregnete Sommer in diesem Jahr unter Landwirten aber nicht für pure Begeisterung. Gras sei freilich genügend gewachsen, sagt Kreisbauernverbandsvorsitzender Christian Ziegler. Für hohe Erträge bei der Getreideernte sei aber – wen verwundert's – eben auch die Sonne entscheidend.

Denn fehlen die wärmenden Sonnenstrahlen, können die Pflanzen nicht mehr richtig abtrocknen. Die Folge: Pilzbefall, fehlende Nährstoffzufuhr, vorzeitiges Absterben. Betroffen seien hierzulande in diesem Jahr vor allem Weizen und Gerste. Christian Ziegler: „Ich erwarte keine Höchsterträge.“ Eine Durchschnittsernte sei im Kreis Heidenheim aber noch immer denkbar – zumindest dort, wo die Unwetter Ende Mai/Anfang Juni keine größeren Hagel- und Wasserschäden verursacht haben.

Besonders stark betroffen waren damals Felder im Bereich Großkuchen. Teilweise bis zu 100 Prozent der Ernte, berichtet Ziegler, seien dort zerstört worden. Hauptsächlich Raps: „Den zerschlägt es bei Hagel sehr schnell.“ Richtung Steinweiler, also etwas weiter vom Hauptort des Unwetters entfernt, sind dem Regen und Hagel „nur“ noch 25 bis 30 Prozent der Ernte zum Opfer gefallen.

Trotzdem: Einen Antrag auf Entschädigung vom Land Baden-Württemberg hat im Kreis Heidenheim bislang lediglich ein einziger Landwirt gestellt. Wegen eines überschwemmten Maisfeldes, heißt es dazu vom Landratsamt. Dort nämlich werden die Schadensmeldungen noch bis zum 31. Juli gesammelt. Eine Schadensmeldung abgeben können all jene Landwirte, die im Zeitraum vom 28. Mai bis 10. Juni unwetterbedingte Ausfälle zu verbuchen hatten. Dazu zählen Schäden an Feldern und Maschinen, die durch anhaltende Regenfälle und Überschwemmungen, nicht aber durch Hagel, verursacht wurden. Fünf Personen hätten sich hierzu bereits erkundigt. Ansprechpartner ist Andreas Haumann vom Fachbereich Landwirtschaft unter Tel. 07321.3211350.

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