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Kunsthandwerk: Christiane Steck ist die Stadel-Meisterin

Trotz Stress pur hängt sich Christiane Steck auch heuer wieder für das große Aussteller-Stelldichein im kleinen Staufen rein.

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Christiane Steck hat bei den Vorbereitungen für den Staufener Stadel alle Hände voll zu tun. Der Kunsthandwerkermarkt, ein echtes Highlight in der Vorsommer-Saison, wird auch heuer wieder viele Besucher in das kleine Dorf locken.  Foto: 

Nachbarschaftlich, ja beinahe familiär wirkt der Kunsthandwerkermarkt in Staufen im bayerischen Grenzland. Die Stände des „Staufener Stadels“ mit ihrem Allerlei sind bunt verteilt unter den Apfelbäumen auf der Streuobstwiese. Hier skurril Getöpfertes, dort Bedrucktes, beim Holzstapel ein paar Kinder mit Gebasteltem, unterm Zeltdach Besucher bei Bier, Bowle und Flammkuchen. Die Stimmung: frühsommerlich prächtig!

Doch das, was so gemütlich, so nachbarschaftlich und beinahe familiär wirkt, ist in Wahrheit ein hartes Stück Arbeit. Fünf Mal hat sie ihn schon gestemmt, „ihren“ Staufener Stadel, und jedes Jahr wieder sagt sich Stadel-Chefin Christiane Steck: „Den Stress tue ich mir nicht mehr an. Das war das letzte Mal!“.

Der organisatorische Aufwand ist gewaltig: Genehmigungen bei der Gemeinde, die Suche im Dorf nach trockenen Wiesen, auf denen geparkt werden kann, Abstimmung mit dem Maibaum-Komitee, das meist am selben Tag den Maibaum aufstellen will, Einkauf der Getränke und Zutaten für den Flammkuchen, Leihen von Biertischgarnituren und Backofen sowie das Organisieren des Kaffee- und Kuchenbuffets – meist durch eine Schule oder einen Kindergarten, die mit dem Verkauf eine Anschaffung oder eine Reise finanzieren. Dieses Jahr sorgt der Staufener Sportverein für 50 Kuchen und heiße Getränke.

200 Plakate und 10000 Flyer werden gedruckt, für die zuvor ein neues Design entworfen wird. WC-Wagen müssen bestellt und installiert werden. Genauso Verkehrsschilder, die aufgestellt werden, um wildes Parken einzudämmen. Ein Geschirrmobil wird gemietet, Strom und Wasser bekommt Steck vom Schwiegervater, dessen Hof neben dem „Staufener Stadel“ liegt.

Lange im Vorfeld kümmert sich die studierte Textil-Designerin außerdem um die Kombination der Aussteller. Von allem etwas soll es auf ihrem Markt geben: Getöpfertes und Genähtes, Geschreinertes und Gefilztes, Gemaltes und Gequiltetes. Unter die gewerblichen Aussteller mischen sich die Kinder des Dorfes mit selbstgebastelten Werken, es gibt Honig von der Staufener Honigliesel, Marmelade aus Königsbronn, nussiges Müsli und scharfe Chili-Jelly. Die mehr als 40 Aussteller kommen aus der ganzen Region: aus Staufen selbst, von Heidenheim über Aalen und Ulm, Dillingen, Gerstetten, Schwäbisch Gmünd bis Nürnberg. Diese Mischung hat inzwischen Tradition und bewährt sich seit fünf Jahren.

Der „Staufener Stadel“ ist eine feste Größe unter den regionalen Frühlingsmärkten geworden. So dauert es auch meist nicht lange, und Steck vergisst den Stress des Vorjahres und stürzt sich, unterstützt von Freundin Karmen Frank, voller Vorfreude in die Vorbereitungen. Und der Erfolg gibt ihr Recht. Inzwischen kommen mehr als 1000 Besucher auf die Streuobstwiese, genießen das Ambiente und decken sich kurz vor Muttertag noch mit Geschenken für die Mamas ein.

Finanziell lohnt sich der Aufwand für die Veranstalterin nicht. Und wenn dieses Jahr am 29. April beim sechsten „Staufener Stadel“ alle Gäste die Wiesen verlassen haben, alle Stände abgebaut sind, die leeren Flasche entsorgt und Bierbänke und Flammkuchenofen zurückgebracht wurden, dann wird Christiane Steck wieder sagen: „Nie wieder. Das war das letzte Mal!“

Der „Staufener Stadel“ findet am Samstag, 29. April 2017, von 10 Uhr bis 18 Uhr in der Bauerngasse 10 in Staufen statt.

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