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Königsbronn saniert kleinen Teil der Straßen

Zwischen fünf und zehn Millionen Euro würde es kosten, alle sanierungsbedürftigen Straßen der Gemeinde auf Vordermann zu bringen. Mit dem nach Ochsenberg führenden Zahnbergsträßle und der Verbindungsstraße Zang/Hoppeleshalde/Forstweg wird nun mal ein Anfang gemacht.

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Königsbronner Waldsiedlung, Forstweg: Für neue Parkbuchten muss der Grünstreifen samt Bäumen weichen. Die Straße aber, so die Überzeugung der Grünen, werde dadurch optisch breiter und lade zum Rasen ein. Die große Mehrheit des Gemeinderates sieht das jedoch anders.  Foto: 

Weil die Bauwirtschaft nach großem Boom nun wieder spürbar an Aufträgen interessiert sei, so Fachingenieur Helmut Kolb, konnten sehr günstige Wettbewerbspreise erzielt werden.

Mit knapp 313 000 Euro entfällt der Löwenanteil der Straßensanierungen 2014 auf die Verbindungsstraße nach Zang inklusive Teil der Hoppeleshalde und Forstweg in der Waldsiedlung. Zehn Firmen hatten sich für diesen Auftrag interessiert, sechs gaben ein Angebot ab, davon die Bopfinger Firma Bortolazzi das günstigste. Was der Gemeinderat bereits Anfang Juni an Neugestaltung beschlossen hat, soll nun innerhalb von sechs Wochen zwischen Ende August und Mitte Oktober in die Tat umgesetzt werden.

Erneut machte die Fraktion der Grünen Bedenken geltend hinsichtlich der geplanten Veränderungen im Forstweg, insbesondere gegen das Anlegen von Parkbuchten anstelle des jetzigen Grünstreifens mit Bäumen. Der Status quo habe sich bewährt, die hier entlang von Anwohnern geparkten Fahrzeuge trügen mit dazu bei, dass langsam gefahren wird. Durch die Neuerung aber werde die Straße optisch breiter und lade dann zum Rasen geradezu ein, argumentierte Margit Stumpp. Der dafür vorgesehene Betrag könne anderweitig besser verwendet werden.

Der entsprechende Antrag der Grünen wurde jedoch mit 18 Gegenstimmen erneut abgelehnt. Nach nochmaliger Diskussion des Für und Wider blieb das Gremium bei seiner schon im Juni geäußerten Haltung. Die Lösung mit den Parkbuchten sei besser und die Bäume, deren Wurzeln bereits den Gehweg anheben, müssten sowieso durch Neupflanzungen ersetzt werden. Claudia Gambuti hatte darauf hingeweisen, dass auch die Anwohner für die Neuregelung seien und Engelbert Frey bekräftigte, es sei immer besser, die „Autos weg von der Straße“ zu bekommen. Ortsbaumeister Jörg Bielke betonte unter anderem, die Zahl der Stellplätze in den neuen Buchten sei ausreichend, zudem würden weitere vier bei der gegenüberliegenden Verkehrsinsel geschaffen.

Insgesamt deutlich weniger Aufwand macht die Sanierung der Verbindungsstraße nach Ochsenberg (Zahnberger Straße). Zwischen Mitte August und Mitte September wird die Firma Liesen aus Lingen, die mit knapp 1000 000 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte, die Oberfläche mit Heißbitumen sanieren. Anschließend kommt Splitt zum Festfahren drauf, Reste werden später abgekehrt. Wo nötig, sollen auch die Bankette stabilisiert werden, damit sie auch schweren Fahrzeugen standhalten.

Von den insgesamt 630 000 Euro, die im Etat 2014 für Straßensanierungen bereitstehen, verbleiben dann restliche 118 000 Euro. Die sollen jedoch nicht „verbraten“, sondern so effektiv wie möglich verwendet werden. Einen Vorschlag hierzu kündigte die Verwaltung für September an, dringenden Handlungsbedarf gebe es zum Beispiel bei der Brücke in der Brenzstraße.

Zugestimmt hat der Gemeinderat auch der Anschaffung eines neuen Kommunalschleppers für rund 139 000 Euro (Fabrikat Fendt). Der stark in die Jahre gekommene Fuhrpark des Bauhofs soll dadurch wenigstens teilweise verjüngt werden.

Eine weitere Vergabe kommt dem Friedhof Zang zugute. Für rund 21 500 Euro wird ein Urnenstelen-Ensemble angeschafft, die gleiche Ausführung, wie sie schon fünffach auf dem Friedhof Itzelberg steht. Der Standort und die geplante Neugestaltung der Wege sollen dem Gemeinderat nach der Sommerpause vorgestellt werden. Diese Urnen-Lösung auch für Zang strebe man ungeachtet der Diskussion um einen Friedwald an, bekräftigte Bürgermeister Michael Stütz. Hinsichtlich Friedwald halte er eine interkommunale Zusammenarbeit mit Steinheim und Bartholomä für zielführend, ein geeignetes Grundstück gebe es auf Markung Steinheim. Wohin die Reise hinsichtlich Thema Friedhof geht, müsse grundsätzlich mal geklärt werden: „Wir müssen an die Satzung ran“. Joachim Wötzel merkte an, seiner Überzeugung nach wäre den Zangern mit einem anonymen Gräberfeld mehr gedient als mit einem Friedwald.

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