Partner der

Klaus-Ulrich Kunze: Abschied aus dem Gemeinderat nach 41 Jahren

Über vier Jahrzehnte wirkte Klaus-Ulrich Kunze an der Gestaltung des Lebens in der Stadt mit. Nun verlässt er den Gemeinderat.

|
41 Jahre lang prägte er die Arbeit im Gemeinderat und die Entwicklung Niederstotzingens entscheidend mit: Stadtrat Klaus-Ulrich Kunze (rechts) wurde jetzt von Bürgermeister Gerhard Kieninger aus dem Gremium verabschiedet. Als Geschenk erhielt er unter anderem einen Stotzen.  Foto: 

Irgendwann müsse man einen Schlussstrich ziehen, sagte der 74-jährige Arzt bei seiner offiziellen Verabschiedung am Mittwochabend in der Sitzung des Gemeinderats. Das Ausscheiden aus dem Gremium auf eigenen Wunsch nach 41 Jahren Zugehörigkeit geschehe aber nicht aus gesundheitlichen Gründen, Amtsmüdigkeit oder familiären Ursachen. Eigentlicher Anlass sei, dass er zum neunten Mal Opa werde und seine Tochter nicht sofort die Arztpraxis übernehmen könne.

„Ich verdiene hier mein Geld und dann kann ich auch etwas für die Gemeinde tun“, schilderte Kunze als Hintergrund für sein aktives und großes Engagement als Stadtrat. Nach seinem Ausscheiden werde er den Gemeinderat vermissen. „Wir haben nie extrem gestritten.“ Alle hätten sich „in produktiver Gemeinschaft“ gut verstanden. Der Bürger- und Wählerinitiative (BWI), deren Fraktionschef er war, bleibe er verbunden. Und auch die Aufgabe als Kreisrat werde er vorläufig weiter wahrnehmen.

Bürgermeister Gerhard Kieninger, der die Verabschiedung Kunzes vornahm, bekannte, dass es selten gelinge, „mich auf dem falschen Fuß zu erwischen“. Klaus-Ulrich Kunze sei dies geglückt. Er sei eigentlich davon ausgegangen, dass die lange Erfahrung Kunzes dem Gremium auch nach dem Amtswechsel des Bürgermeisters erhalten bleibt.

Kunze sei im Mai 1975 in den Gemeinderat gewählt worden und bereits bei dieser ersten Wahl Stimmenkönig geworden, so Kieninger. In 41 Jahren als Stadtrat hätten sich die Themen teils geändert, aber eben längst nicht alle. Mit dem Abschied verlasse der Name Kunze den Ratstisch: Schon Jahre zuvor sei ein Familienmitglied als stellvertretender Bürgermeister tätig gewesen.

Auch Klaus-Ulrich Kunze hatte dieses Amt inne. Der Bürgermeister bezeichnete ihn als „riesengroßes Vorbild“. Kunze sei begeisterungsfähig für den Sport. Für seine Leistungsfähigkeit zolle er dem ausscheidenden Stadtrat Respekt. An Kunzes Beispiel könne man sich „verabschieden von der Sofamentalität“. Er habe seine Tätigkeit mit Kontinuität erbracht und es gelte, den Dank der Stadt und hohe Anerkennung auszusprechen. Kieninger: „Sie stehen für das Bild von unserer Stadt – vom Bau der Stadthalle über den Bau der Halle in Oberstotzingen bis heute zur Villa Kaleidos.“

Vor Kunzes gesamter Leistung für die Stadt könne man nur den Hut ziehen, sagte der Schultes. „Wir haben in fast 28 Jahren gut zusammengearbeitet und ich glaube, ich kann das auch für meinen Vorgänger sagen.“

Als Geschenk überreichte Kieninger Kunze einen dem Stadtwappen nachgebildeten Stotzen: „Sie stehen für den Stotzen und das Ich-Du-Wir.“ Darüber hinaus erhielt Kunze unter Beifall des Gremiums als Auszeichnung eine goldene Nachbildung des berühmten Wildpferdchens von der Vogelherdhöhle.

Zuvor bereits hatte der Gemeinderat einstimmig Klaus-Ulrich Kunzes Antrag auf Ausscheiden formal zugestimmt. Wer für die BWI-Fraktion nun als Stadtrat nachrückt, wird von der Stadtverwaltung derzeit noch geklärt.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Nach tödlichem Motorradunfall: Filmender Gaffer erhält Strafbefehl

Der Mann, der vor Wochen einen tödlich verletzten Biker gefilmt hat, ist mit einer Geldstrafe belegt worden. weiter lesen

2329C