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Kläranlage, Bauhof, Rathaus: Solaranlagen sind beschlossene Sache

Die Ausschreibungsergebnisse für die geplanten Photovoltaikanlagen auf drei städtischen Gebäuden liegen vor. Die Kosten fallen aufgrund von Erweiterungen der Ausstattung um einiges höher aus als ursprünglich berechnet.

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Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung sollen unter anderem auf den Dächern der Niederstotzinger Gebäude Bauhof (rechts im Bild) und Kläranlage (Bildmitte) aufgebracht werden. Eine Dachsanierung wird noch voraus gehen.  Foto: 

Vorgesehen sind die Solaranlagen, die vorrangig zur Eigenstromversorgung dienen sollen, zum einen auf den Dächern der Gebäudegruppe Kläranlage und Bauhof, zum anderen auf dem Rathaus-Dach. Bürgermeister Gerhard Kieninger sagte in der Sitzung des Gemeinderats, dass bei Bauhof und Kläranlage eine Erweiterung um einige zuvor nicht berücksichtigte Dachteile und somit eine Erhöhung von 68 auf 95 Kilowattpeak aufgenommen sei. Der Kostenberechnung der die Solaranlagen planenden Firma Walter Konzept von zuvor netto 80 375 Euro stehe nun ein günstigstes Angebot von brutto 178 500 Euro gegenüber. Die Gesamtfinanzierung sei über den Haushalt möglich, da die Investition auch als Teil der Modernisierung der Kläranlage gesehen werden könne.

Der Aufstellung der Anlagen bei Kläranlage und Bauhof geht eine bereits beauftragte Dachsanierung voraus. Da der Bürgermeister zunächst irrtümlich davon ausging, dass ein Teil der Dächer nicht saniert wird, sprach er sich dafür aus, die Solaranlagen nicht komplett aufzubringen, um Möglichkeiten für eine spätere Dachsanierung vorzuhalten. Über diesen Irrtum aufgeklärt, befürwortete er dann die vollständige Einrichtung der Anlagen.

Diplomingenieur Wolfgang Walter berichtete dem Gemeinderat, dass die Erweiterung der Anlage bei Bauhof und Kläranlage eine geringe Erhöhung der Amortisationszeit von 9,5 auf 9,9 Jahre bedinge. Stadtrat Bernd Hegele erkundigte sich nach dem Grund dafür, wenn doch die Belegung vergrößert werde. Ein Teil der Module müsse aufgeständert werden, außerdem müsse noch eine Leitung verlegt werden, antwortete der Planer. Dies verursache Mehrkosten.

Nach der Gewährleistung fragte Sylvia Bader. Bei den Wechselrichtern betrage sie zehn Jahre, bei den Modulen 25 Jahre mit einer Leistung von zuletzt bis 80 Prozent, so Walter. Zu Marianne Nikolas Frage, ob ein Wartungsvertrag zu empfehlen sei, sagte er: „Auf jeden Fall.“ In der Ausschreibung sei ein solcher Monitoring-Vertrag aber nicht enthalten. Die Kosten dafür lägen im Jahr bei etwa acht Euro je Kilowattpeak.

Der Bürgermeister hielt einen solchen Vertrag vorerst für nicht nötig: Die Stadt sei mit viel Personal vor Ort und die Gewährleistung sei gegeben. „Entscheidend ist, dass jeden Tag jemand reinguckt“, betonte Walter. Die Photovoltaikanlagen könnten nach Abschluss der Dachsanierung aufgebracht werden, etwa in der letzten Novemberwoche.

Bei der für das Rathaus-Dach geplanten Solaranlage belief sich die Kostenberechnung auf 40 865 Euro. Der Technische Ausschuss hatte jedoch eine Erweiterung des Speichers im Rathauskeller beschlossen, was nun zu einem günstigsten Angebot von brutto 59 710 Euro führte. Hier kam es in der Sitzung zu keiner weiteren Diskussion.

Beide Aufträge wurden dann gemeinsam und einstimmig an die günstigsten Bieter vergeben. Die Solaranlagen auf Bauhof und Kläranlage wird die Firma Energeticum Energiesysteme aus Balzhausen errichten, die auf dem Rathaus die Herbrechtinger Firma Palme Solar GmbH.

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