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Im großen Looping über der Schäfhalde

Erinnerungen an legendäre Heidefeste der Fliegergruppe Heidenheim-Steinheim wurden am Sonntag wach, als auf der Schäfhalde der 60. Geburtstag des Ausflugslokal „Heiderose“ mit dem 60. Jahrestag der Wiederaufnahme der Fliegerei gefeiert wurden.

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Gäste dazu reisten sogar aus Österreich und aus Norddeutschland an. Ein eingespieltes Team der Fliegergruppe hatte die Verkehrslenkung übernommen und den Parkplatzdienst. Die Gemeindeverbindungsstraße auf die Schäfhalde wurde zur Einbahnstraße und der Verkehr hinunter ins Steinheimer Becken über einen asphaltierten Waldweg gelotst.


 

Das Fest erinnerte an große Heidefest mit mehr als 10 000 Besuchern. Es konzentrierte sich diesmal auf das Gelände vor der „Heiderose“. Dort wurde eine Ausstellung von Segelflugzeugen arrangiert, die sich laufend vergrößerte. Zu sehen war hier eine „SG 38“, ein aus Sperrholz nachgebautes Segelflugzeug, wie es vor und nach dem Krieg einst am Westhang der Schäfhalde per Gummiseil gestartet wurde und eine Abflugmasse von 210 Kilogramm hatte. Maximal 110 Stundenkilometer schnell war dieser einsitzige Flugapparat, den Heinz Martin nicht müde wurde zu erklären. Dieser Schulgleiter von damals hieß „Heideschreck“.

Steifes Genick beim Blick in die Wolken

Ein Teil des Segelfluggeländes war am Sonntag abgesperrt, damit dort die aus Gerstetten in 3500 Meter über Grund anfliegenden Tandem-Springer mit ihren Fallschirmen ungestört landen konnten.

Manch einer zog sich ein steifes Genick beim fortwährenden Blick in die Wolken zu: Eine „Jodel“, eine einmotorige Maschine, schleppte von der Rüblinger Heide das eine oder andere Segelflugzeug über das Steinheimer Becken. Nach entsprechenden Vorführungen setzte der Pilot auf der Schäfhalde auf und wurde zu den übrigen ausgestellten Maschinen geschleppt.

Prächtig anzusehen waren die Kunstflugvorführungen: Loopings wurden gezeigt, aber auch der steile Aufstieg und ein atemraubendes Trudeln mit anschließendem Abfangen in großer Höhe.

Besonders gefreut hat die Geburtstagskinder die „Gratulation“ benachbarter Fliegergruppen. Teils grüßten sie aus luftiger Höhe oder aber sie landeten auf der Heide und ermöglichten so eine Flugzeug-Ausstellung, die einen lückenlosen Überblick über das ermöglichte, mit dem in den letzten Jahrzehnten die Piloten und ihre Passagiere sich nach oben schleppen ließen. „An so einem dünnen Drahtseil?“ fragte ein Junge seinen Papa und der nickte beim Blick auf das Windenfahrzeug auf der Schäfhalde. Und: Segelfliegerei kommt ohne Kerosin und Luftverschmutzung aus.

Modellflieger hatten zeitweise schlechte Karten

Wegen des zeitweise böigen Winds hatten jedoch die Modellflieger eher schlechte Karten und ließen nur einen ferngesteuerten Hubschrauber aufsteigen. Aber auch diese Flug-Vorführung war erste Sahne.

Alfons Körner, der Wirt der „Heiderose“ und sein Team, hatten vor lauter Bewirtung natürlich wenig freie Momente an diesem großen Geburtstagsfest: „Von dem, was ich sehen konnte, kann ich nur sagen: Klasse! Die jungen Flieger haben super Arbeit abgeliefert.“

Gegen Ende dieses großen Festes packten dann die „Balloner“ ihre Heißluftballone aus und gingen im wahrsten Wortsinne in die Luft.

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