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Gaststätte auf dem Steinhirt darf gebaut werden

STEINHEIM. Nach der Versammlung des Regionalverbands Ostwürttemberg hat auch der Gemeinderat „Ja“ gesagt zum vorgesehenen Bebauungsplan für das Sondergebiet Himmelstoß auf dem Steinhirt. Und inzwischen hat der Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr Hans Henners Baugesuch für den Neubau einer Gaststätte mit maximal 50 Sitzplätzen einmütig zugestimmt.

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Ortsbaumeister Hans-Peter Brenner versicherte zunächst, dass „es schon in Ordnung geht, wenn im laufenden Bebauungsplanverfahren bereits das Baugesuch eingereicht wird“. Aus den Unterlagen sei zweifelsfrei deutlich geworden, dass der Bauherr „die Festsetzungen des in der Aufstellung befindlichen Bebauungsplans genau einhält“. Demnach ist ein 25 Meter langes und zwölf Meter breites Gebäude mit einem flachen Satteldach an einer Stelle vorgesehen, an der jetzt noch ein allerdings abgängiges Bauwerk steht.

Der Gastraum soll zwischen 45 und 50 Personen Platz bieten, davor gibt es eine Art Freisitz, auf dem von Fall zu Fall auch bewirtet werden kann. In das Gebäude integriert werden eine Küche, diverse Vorratsräume, WC und Räume fürs Personal. Die Firsthöhe übersteigt die sechs Meter nicht. Die vorgesehenen Garagen erhalten ein Pultdach und sind von dem Weg aus erreichbar, der vom Hochbehälter auf dem Steinhirt hinunter nach Sontheim im Stubental führt.

Zum Thema Stellplätze, die ja nicht in unmittelbarer Nähe des Areals Himmelstoß angelegt werden dürfen, führte Brenner aus: Die Ablösung der Stellplätze sei kein Thema für die Bewertung eines Baugesuchs. Vielmehr müsse der Bauherr mit der Gemeinde eine Vereinbarung treffen und die Ablöse bezahlen. Wenn dies geschehen sei, werde die Baugenehmigung ausgefertigt.

Im UBV-Ausschuss gab es zu dem Baugesuch keine Wortmeldungen aus der Mitte der Gemeinderäte. Dies war eine Woche zuvor im Gemeinderat anders. Thema waren dort Anregungen, die bei der vorgezogenen Anhörung zum Bebauungsplanverfahren eingegangen waren. Bürgermeister Olaf Bernauer freute sich, dass nach entsprechender Nacharbeit schließlich im Regionalverband das Sondergebiet „Himmelstoß“ einstimmige Zustimmung gefunden habe. Bauamtsleiter Manfred Abele erwähnte Behördengespräche und Gespräche mit dem Regionalverband, an denen der einheimische Planer Helmut Kolb beteiligt gewesen sei. Nachdem inzwischen alle Forderungen erfüllt seien, rechne er (Abele) nicht mehr mit nennenswerten Einwendungen im weiteren Bebauungsplanverfahren.

Ingenieur Helmut Kolb ging weiter ins Detail: Maximal würden es zehn Schäferkarren für Übernachtungen. Die vorhandenen Gebäude auf dem Himmelstoß-Gelände hätten Bestandsschutz. Von einer massiven Bebauung könne wirklich nicht die Rede sein.

Aus dem großen Naturschutzgebiet Steinheimer Becken habe man dieses Sondergebiet Himmelstoß herauslösen können, sagte Bürgermeister Bernauer: „Was dort auf dem Steinhirt geplant ist, passt dort oben absolut hin.“

Unverständnis äußerte Vize-Bürgermeister Walter Kraft (FWV): „Vorher waren dort zwei Meter hohe Zäune erlaubt, künftig dürfen sie nur 1,80 Meter hoch sein. Bisher galt eine Firsthöhe von sieben Metern, nun sind sechs Meter vorgeschrieben. Das Regiegebäude am Hochbehälter Steinhirt hat eine deutlich steilere Dachneigung als der geplante Neubau. Es ist schon erstaunlich, wie manche Fachbehörden hier einen Bauherren ausbremsen.“

Auf eine entsprechende Frage von Hans Bösinger (ANB) sagte Helmut Kolb, dass von den fünf oder sechs vorhandenen Gebäuden letztlich drei und ein Gewölbekeller übrig blieben. Heckenpflanzungen seien als Ersatz für massiv hohe Fichten vorgesehen. Diese seien dort nicht ortstypisch und würden durch Laubgehölze ersetzt. Die Zufahrt für Behinderte sei geregelt. Beides sei möglich: Shuttle-Verkehr oder das eigene Auto.

Hans-Peter Mack (FWV) sorgte sich, ob auf dem erwähnten Feldweg die Shuttle-Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge überhaupt aneinander vorbeikommen. Vize-Bürgermeister Mathias Brodbeck (FWV) fand nach dem Blick auf den Bebauungsplan: „Das wird wirklich eine gute Sache“. Der Bürgermeister fasste seine Eindrücke so zusammen: „Hans Henner kaufte ein Gelände, das uns wie ein Schandfleck vorkam.“ Bauamtsleiter Manfred Abele unterstrich: „Weil vorher dort schon Gastronomie war, ist solche auch weiterhin möglich.“

Guido Rieberger (CDU) wünschte dem Bauherrn Glück zu allen seinen Vorhaben und zitierte Stimmen aus dem Volk, wonach viele meinen, dass das Parkierungskonzept abseits vom Areal Himmelstoß wohl kaum angenommen werde.

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