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Für 2,50 vom Heidenheimer Busbahnhof auf den Albuch

Ein Freizeitbus soll künftig auf Abruf Touristen an Sonn- und Feiertagen zum Wandern auf den Albuch bringen. Wenn sich die Idee durchsetzt, wäre eine dauerhafte Etablierung eines Linienbusses von Heidenheim übers Wental nach Bartholomä möglich.

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Nach dem Wandern ins Meteorkratermuseum? Mit dem Rufbus können Touristen und Einheimische ab morgen auf den Albuch fahren. Steinheims Bürgermeister Olaf Bernauer hatte die Idee, die zusammen mit Thomas Kuhn, Bürgermeister der Gemeinde Bartholomä, und Carolin Grötzinger vom gleichnamigen Busunternehmen realisiert wurde.  Foto: 

Die Touristikgemeinschaft „Sagenhafter Albuch“ hat zusammen mit dem Busunternehmen Grötzinger aus Bartholomä einen Freizeitbus ins Leben gerufen, der Touristen an Sonn- und Feiertagen im Zeitraum von April bis Oktober vom Heidenheimer Busbahnhof abholen und zu Sehenswürdigkeiten und Wanderstationen auf dem Albuch fahren soll.

Der Rufbus soll den regionalen Tourismus und die Gastronomie ankurbeln. Das Konzept wurde am Freitag von Steinheims Bürgermeister Olaf Bernauer, Thomas Kuhn, Oberhaupt der Gemeinde Bartholomä, und Carolin Grötzinger vom gleichnamigen Busunternehmen vorgestellt.

Die Route verläuft vom Heidenheimer ZOB über das Sontheimer Wirtshäusle zur Steinheimer Apotheke, ins Wental bis zum „Adler“ nach Bartholomä. Auf dem Rückweg wird statt bei der Apotheke beim „Brünnele“ in Steinheim gehalten. Die Idee stammt von Steinheims Bürgermeister Olaf Bernauer, der schon den nächtlichen Disco-Bus ins Leben gerufen hat, der sehr gut angenommen werde.

Für 2,50 Euro auf den Albuch

Die Preise für Fahrten mit dem Rufbus ins Wental liegen bei 2,50 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 1,60 Euro (Kinder bis zwölf Jahren). Rund eine Stunde vor der Abholung – bei großen Gruppen nach Möglichkeit eine Woche vorher – soll das Busunternehmen Grötzinger über die gewünschte Abholung informiert werden. So kann sich der Betrieb auf die Größe der Gruppe einstellen und das richtige Fahrzeug aus dem Fuhrpark auswählen. Und bei nicht vorhandener Nachfrage, beispielsweise wegen schlechten Wetters, erst gar keinen Bus losschicken.

„Für bis zu acht Passagiere fahren wir mit dem VW-Bus, bei bis zu 22 Leuten mit dem Sprinter und für große Gruppen schicken wir einen Reisebus“, so Carolin Grötzinger, Tochter der Geschäftsführerin von Grötzinger Reisen, die selbst gelegentlich hinter dem Steuer des Rufbusses sitzen sein wird. Bei Bedarf sei es möglich, Fahrräder in einem Anhänger transportieren zu lassen.

„Wenn Radeln verstärkt ein Thema sein sollte, denken wir auch über Fahrradverleihe in den Gemeinden nach“, sagte Thomas Kuhn, Bürgermeister der Gemeinde Bartholomä. Dort gäbe es bereits Leihräder, die man eine Woche vor dem gewünschten Termin bei der Gemeinde reservieren lassen sollte.

In Aalen gibt es den Rufbus, der Passagiere ins Wental befördert, bereits seit Anfang des Jahres 2012. Nun wolle man ein zweites Angebot schaffen: Ein Bus, der Fahrgäste vom Süden her in das beliebte Wandergebiet fährt.

„Wir brauchen einen langen Atem“

„Es ist ein Testlauf“, sagte Bürgermeister Olaf Bernauer. Rund ein Jahr würde es dauern, bis man feststellen könne, ob sich die Investition rentiert. „Wir brauchen einen langen Atem.“ Sollte die Nachfrage groß sein, wäre es denkbar, den Service als feste Buslinie zu etablieren und nicht nur auf Abruf in den Fahrplan zu integrieren.

Ab morgen wird der Service angeboten. Zielgruppe: Familien und Sportler, die in direkter Nachbarschaft zum Landkreis oder in nahegelegenen Metropolen wie Stuttgart, Esslingen oder im bayerischen Umfeld wohnen. „Die Kennzeichen der Autos, die vor dem Meteorkratermuseum stehen, bestätigen: Es kommen viele Leute von außerhalb, sogar aus Ländern wie Österreich“, sagte Bernauer.

Vorwiegend erhoffe man sich viele Touristen aus dem Raum Ulm oder Neu-Ulm, die sonntags mit dem Zug nach Heidenheim fahren und dort vom Rufbus abgeholt werden wollen. „Wir haben die Fahrzeiten mit den Ankunftszeiten der aus Ulm kommenden Bahn abgestimmt“, so Carolin Grötzinger. An Sonn- und Feiertagen startet der Bus um 10.30 Uhr an der ZOB-Haltestelle 14 in Heidenheim. Auch der Rückweg sei so gewählt, dass Zugreisende Richtung Ulm ihren Anschluss am Abend erwischen würden. Ab 16.20 Uhr könne man in Bartholomä zusteigen. Gegebenenfalls könnten Fahrgäste auch nur Teilstrecken fahren.

„Unsere Region zeichnet durch eine Landschaft aus, die sich hervorragend für drei Dinge eignet: Wandern, Radfahren, Wintersport“, sagte Thomas Kuhn, Bürgermeister der Gemeinde Bartholomä. Das Hauptaugenmerk liege auf der ersten Sportart, welche in der Region auf den acht 17 bis 25 Kilometer langen Rundwanderwegen der „Wanderblume“ betrieben werden könne. Dies könnte beispielsweise mit einem Besuch des Meteorkratermuseums verknüpft werden.

Bis Oktober ist der Rufbus im Einsatz

„Für solche Ausflüge eignet sich unsere Landschaft mit ihren geologischen Besonderheiten hervorragend. Auf dem Albuch kann man locker eine Woche Urlaub machen“, so der Bürgermeister der Gemeinde Steinheim. Wenn das Wetter stimmt, wird mit den ersten Fahrgästen am morgigen Sonntag gerechnet, die von Heidenheim aus zum Rosstag nach Bartholomä fahren möchten. „Die Wanderzeit- und Ausflugszeit wollen wir bis Oktober noch voll ausnutzen“, sagte Bernauer.

Mitte bis Ende nächsten Jahres sei eine „Manöverkritik“ geplant, bei der darüber diskutiert werden soll, wie es mit dem Rufbus weitergeht und ob die Strecke ausgebaut wird. Doch zuvor steht noch die offizielle Jungfernfahrt an, welche die beiden Bürgermeister im Frühjahr mit dem Rufbus absolvieren wollen, womöglich mit Carolin Grötzinger hinter dem Steuer. Und anschließend? Wird natürlich gewandert.

Info Den Rufbus erreicht man unter Tel. 07173.7575 oder 0172.245 8798
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